»Mac-Mörder« : Ein USB-Hub, das Strom an den angeschlossenen Rechner schickt, kann diesen stark beschädigen. Ein USB-Hub, das Strom an den angeschlossenen Rechner schickt, kann diesen stark beschädigen.

Manche USB-Geräte benötigen mehr Strom, als der angeschlossene Rechner über einen USB-Port liefern kann. Daher gibt es USB-Hubs mit eigenem Netzteil, die kein Problem haben, gleich mehrere USB-Geräte zu versorgen. Der Strom sollte dabei allerdings nur an diese Geräte fließen und nicht etwa zurück zum angeschlossenen Rechner, da dies die Spezifikationen und Schaltungen nicht vorsehen.

Laut einem Bericht der Webseite Videosift gibt es aber auch USB-Hubs, die sich daran nicht halten und auch das Kabel zurück zum Rechner unter Spannung setzen. Ein aus China stammendes USB-Hub mit dieser fehlerhaften Konfiguration wurde ohne Kenntnis des Fehlers an Macbooks angeschlossen, die aufgrund weniger USB-Ports öfter auf eine solche Erweiterung angewiesen sind als beispielsweise ein Desktop-PC. Erst nachdem schon drei Macs zunächst nicht mehr aus dem Standby aufwachten und später aufgrund beschädigter Mainboards gar nicht mehr funktionierten, wurde das USB-Hub an einen PC angeschlossen.

Als dabei ebenfalls Probleme auftraten, die der PC allerdings überlebte, war die Ursache der toten Macs gefunden. Der PC soll ein High-End-Mainboard verwendet haben, dessen Schutzschaltungen Schlimmeres verhindert hätten. Eventuell wären andere PCs also ebenfalls dem unerwarteten Stromschluss erlegen. Der YouTuber BigClive führt in seinem Video das gefährliche Hub vor, das er als »Mac-Mörder« bezeichnet. Der bei Anschluss zurück an den Rechner fließende Strom ist so stark, dass mehrere Messgeräte und sogar eine USB-Lampe damit betrieben werden können. Die Verwendung eines solchen USB-Hubs ist gefahrlos nur ohne Netzteil und mit einfachen Geräten wie einer Maus möglich, die nicht viel Energie verbrauchen.

Quelle: Videosift