PCs und Macs : Der iMac G4 war im Jahr 2002 eine Sensation.(Bildquelle: Public Domain/Wikipedia) Der iMac G4 war im Jahr 2002 eine Sensation.(Bildquelle: Public Domain/Wikipedia)

In einem Artikel auf The Verge erinnert der Technik-Journalist Walt Mossberg, der bei Unternehmen wie Apple oder Microsoft hohes Ansehen genießt, an die Zeit von Windows 95 oder an einen iMac von Apple in Form einer Tischlampe. Die Vorstellung von Windows 95 sorgte dafür, dass manche Läden in den USA wie heute bei manchen Spielen schon um Mitternacht mit dem Verkauf begannen. Windows 95 sei fast ein nationaler Event gewesen, eine Art Bill-Gates-Feiertag. Der iMac im Jahr 2002 schaffte es sogar auf die Titelseite des Time-Magazins.

Doch wenn Apple und Microsoft nun neue Produkte vorstellen - was in dieser Woche der Fall war - würde das vor allem nur noch Technik-Begeisterte und Technik-Journalisten interessieren, die dann einige Zeit darüber diskutieren. Für die meisten anderen Leute sei die Begeisterung längst verflogen und das liege daran, dass PCs oder Mac inzwischen nichts Anderes mehr seien als »die Möbel unserer digitalen Leben«. Man brauche diese Geräte, aber man sei eben nicht mehr begeistert oder gebe damit an, sie würden nicht sehr häufig ersetzt und man erwarte auch nicht unbedingt sensationelle neue Features, wenn man doch mal ein neues Gerät kaufe.

Daher gäbe es auch keinen Grund mehr für Werbung, wie sie Apple beispielsweise jahrelang mit den »Mac Guy, PC Guy«-Spots betrieben hat. Aktuell sorgten vor allem neue Smartphones wie das iPhone 7 oder die Pixel-Modelle von Google für Begeisterung. In manchen Schwellenländern habe der PC ohnehin nie große Verbreitung gefunden und Smartphones hätten diese Rolle übernommen. Doch Smartphones hätten selbst schon ähnliche Probleme, denn wirklich viel Neues böten weder das iPhone 7 noch Pixel. Das könnte sich aber 2017 ändern, wenn das iPhone zum 10-Jahres-Jubiläum und ein »nicht entflammbares« Samsung-Gerät anstünden.

Quelle: The Verge