Hardware-News

Aktuelle Nachrichten rund um Hardware und Software, Grafikkarten, Windows und Internet.

Nvidia Geforce GRID - 3D-Grafik aus der Cloud

In der Zukunft brauchen weniger anspruchsvolle Spiele keine potente Grafikkarte mehr im heimischen Rechner. Steckt die Grafikkarte der Zukunft in Servern im Rechenzentrum?

Von Tom Loske |

Datum: 21.05.2012 ; 11:03 Uhr


Zum Thema » Vollpreisspiele bei Facebook Spiele-Streaming ausprobiert » Klartext über Cloud Gaming Was Sie alles nicht mehr dürfen Roccat Kone XTD ab 3,99 € bei Amazon.de In der vergangengen Woche fand in San Jose in Kalifornien Nvidias Hausmesse GPU Technology Conference statt. In dessen Rahmen hat Nvidia auch seine neue Technologie Geforce GRID offiziell vorgestellt.

Dabei handelt es sich nicht um einen neuen Grafikchip, sondern um eine Cloud-Gaming-Lösung. Das Geforce GRID soll das Streamen von Spielen über das Internet auf Heim- oder Mobilgeräte deutlich verbessern, indem es die Latenzen zwischen Spieler und Server auf ein Minimum reduzieren soll. Die Idee, Spiele ähnlich wie Videos zu streamen, ist aber nicht neu.

Bereits 2004 hat die US-amerikanische Firma OnLive ein solches Konzept vorgelegt, und seit 2010 ist der Dienst in den USA in Betrieb. Die Auswahl an Spielen ist zwar eingeschränkt, aber einigermaßen umfangreich. Ein Starttermin für Deutschland liegt aktuell aber weiter nicht nicht vor. Wenn Sie Cloud Gaming einmal selbst ausprobieren möchten, dann empfehlen wir Ihnen bei Facebook einen Blick auf die Gaikai -Seite zu werfen, auf der Sie einige Demos in der Cloud spielen dürfen. Neben OnLive und Gaikai gibt es noch eine Reihe anderer Anbieter, vorwiegend in Nordamerika und Japan. Das Konzept Spiele aus der Wolke wächst also.

Nvidia Geforce GRID : Alle Spiele auf jedem Gerät und zu jeder Zeit spielen. Cloud Gaming soll es möglich machen. Alle Spiele auf jedem Gerät und zu jeder Zeit spielen. Cloud Gaming soll es möglich machen.

Um AAA-Titel wie beispielsweise Deus Ex: Human Revolution per Live-Stream auf den heimischen Rechner, Fernseher oder das Tablet zu bringen, müssen einige Hürden überwunden werden. Das Hauptproblem sind die Latenzzeiten zwischen der Eingabe des Spielers und der Berechnung der Grafik durch den Server. Diese liegen heute bei für Mehrspieler-Shooter absolut indiskutablen 250 bis 300 Millisekunden, die Folge sind Lags und spürbare Verzögerungen beim Spielen.

Geforce GRID soll unter anderem durch die schnellere Grafikberechnung, aber auch durch Verbesserungen bei der Aufnahme des Spielestreams und des besseren Netzwerkcodes Latenzzeiten aktueller Cloud-Gaming-Systeme deutlich unterbieten. Von der Bildberechnung bis zur Anzeige sollen mit Nvidias Technologie nur noch knappe 160 Millisekunden vergehen. Das entspricht etwa der Zeit, die eine moderne Konsole benötigt, um das Bild auf den Fernseher zu bringen.

Nvidia plant aber keinen eigenen Streaming-Dienst, sondern will nur als Zulieferer für Firmen wie Gaikai auftreten. Die für das Geforce GRID gedachte Kepler-Beschleunigerkarten sollen auf dem riesigen GK110-Grafikprozessor basieren, während aktuelle Geforce-GTX-600-Grafikkarte wie die Nvidia Geforce GTX 680 oder die Geforce GTX 670 den kleineren GK104-Baustein verwenden.

» Nvidia Geforce GTX 680 im Preisvergleich

Nvidia Geforce GRID
Diesen Artikel:   Kommentieren (68) | Drucken | E-Mail
Sagen Sie Ihre Meinung (» alle Kommentare)
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten!
» Zum Login

Sie sind noch nicht in der GameStar-Community angemeldet?
» Zur kostenlosen Anmeldung
Erster Beitrag  |  » Neuester Beitrag
1 2 3 ... 7 weiter »
Avatar LawandOrder
LawandOrder
#1 | 21. Mai 2012, 11:08
Dieser Kommentar wurde ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht.
Avatar Feschpa-Willi
Feschpa-Willi
#2 | 21. Mai 2012, 11:09
dafür sollte aber erstmal das Internet flächendeckend ausgebaut werden sodass ALLE!!! was davon haben.
rate (67)  |  rate (3)
Avatar RWitschi
RWitschi
#3 | 21. Mai 2012, 11:12
Alles fängt mal klein an und in 20 Jahren wird es sich keiner mehr wegdenken.

Bahn frei für den kleinen Horizont ab jetzt:
rate (16)  |  rate (16)
Avatar Ruffnax
Ruffnax
#4 | 21. Mai 2012, 11:14
160 Millisekunden sind immer noch viel zu viel. Alles über 50ms ist mir ein Graus und macht sich je nach Spielsituation stark bemerkbar. Außerdem frage ich mich, wie es sich dann mit der Auflösung in Kombination mit der Internetverbindung verhält.
rate (32)  |  rate (4)
Avatar Dabra
Dabra
#5 | 21. Mai 2012, 11:20
Aus DEM Cloud? Oha..
rate (18)  |  rate (1)
Avatar blacksunshine99
blacksunshine99
#6 | 21. Mai 2012, 11:20
aus dem cloud JUNGE!
rate (25)  |  rate (4)
Avatar SeveQ
SeveQ
#7 | 21. Mai 2012, 11:21
Gruselig. Erschreckend, wie uns die Herrschaft über unseren heimischen PC immer mehr aus der Hand genommen wird, ohne dass wir etwas wirksames dagegen unternehmen.
rate (23)  |  rate (6)
Avatar Morrich
Morrich
#8 | 21. Mai 2012, 11:21
Ah, will man bei NVidia also jetzt so Kasse machen, während die Absatzzahlen im Consumer Bereich schrumpfen. Naja zumindest keine dumme Geschäftsidee.

Solange aber das High Speed Internet noch so mäßig funktioniert wie jetzt und es noch immer weiße Flecken auf der Landkarte bezüglich Breitband Internet gibt, finde ich, kann sich sowas nicht wirklich durchsetzen.

Es ist ein Anfang, aber es muss einfach auch Geld in die Infrastruktur gesteckt werden die es ermöglicht solche Technologien zu nutzen.

Ist doch bei den Mobilfunk Providern genauso. Überall werden einem Smartphones mit ihren unerschöpflichen Funktionsmöglichkeiten angepriesen. Sobald aber mal einige Tausend Menschen das Zeug vermehrt konzentriert auf einen gewissen Umgebungsradius nutzen, kommt es zu Störungen und Überlastungen.

Sie z.B. das CL Finale jetzt in München. Da haben einige Provider gemeint, dass es durchaus zu Überlastungen ihrer Netze kommen kann, wenn da tausende Fans Bilder usw. an die Freunde in der Welt schicken wollen.
rate (6)  |  rate (4)
Avatar Mass
Mass
#9 | 21. Mai 2012, 11:22
Zitat von Ruffnax:
160 Millisekunden sind immer noch viel zu viel. Alles über 50ms ist mir ein Graus und macht sich je nach Spielsituation stark bemerkbar. Außerdem frage ich mich, wie es sich dann mit der Auflösung in Kombination mit der Internetverbindung verhält.


160ms für was? Bei Onlineshootern ist das wohl wahr aber jeder Singleplayer ist damit locker zu spielen.
rate (8)  |  rate (10)
Avatar Dabra
Dabra
#10 | 21. Mai 2012, 11:24
Zitat von Ruffnax:
160 Millisekunden sind immer noch viel zu viel. Alles über 50ms ist mir ein Graus und macht sich je nach Spielsituation stark bemerkbar. Außerdem frage ich mich, wie es sich dann mit der Auflösung in Kombination mit der Internetverbindung verhält.

Für 160ms würden viele Diablo 3 Spieler momentan töten.. ;-)
rate (27)  |  rate (3)
1 2 3 ... 7 weiter »

PROMOTION
NEWS-TICKER
Freitag, 24.10.2014
13:55
13:16
13:15
13:08
13:04
12:45
12:22
12:10
11:47
11:18
10:46
10:45
10:45
10:13
09:35
08:55
08:33
08:31
08:22
Donnerstag, 23.10.2014
19:52
»  Alle News
 
Sie sind hier: GameStar > Hardware > News > Grafikkarten > Nvidia Geforce GRID
top Top
Werde Fan von GameStar auf FacebookFacebook Aboniere den YouTube-Kanal von GamestarYouTube Besuche Gamestar auf Google+Google+ GameStar auf Twitter folgenTwitter Alle RSS-Feeds von GameStar.deRSS-Feeds Jetzt GameStar-Newsletter bestellenNewsletter
© IDG Entertainment Media GmbH - alle Rechte vorbehalten