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Externe Grafikkarten - Lucid nutzt Thunderbolt

Ultrabooks und All-in-One-PCs sind durchaus spannende Geräte - nur mangels Grafikpower für Gamer selten wirklich brauchbar. Das Unternehmen Lucid will nun Abhilfe schaffen und zeigt eine auf Thunderbolt basierende externe Grafiklösung.

Von Dennis Ziesecke |

Datum: 01.11.2012 ; 15:27 Uhr


Externe Grafikkarten : Mit Thunderbolt steht eine schnelle externe Schnittstelle an immer mehr modernen Computern zur Verfügung. Im Alltag kann sich Thunderbolt aber noch nicht so recht von USB 3.0 absetzen - bislang ist fast ausschließlich Peripherie aus dem Speicherbereich verfügbar, für allerdings auch USB 3.0 ausreichen würde. Die höhere Datenrate von Thunderbolt (10 GBit/sek. bei Thunderbolt zu 4 GBit/sek. bei USB 3.0) macht sich hier nur sehr selten positiv bemerkbar - die hohen Kosten für Controller und Anschlusskabel hingegen sind sofort ersichtlich.

Lucid und MSI jedoch arbeiten an einer deutlich sinnvolleren Nutzung von Thunderbolt: Als Anschluss für externe Grafikkarten lassen sich mit Thunderbolt auch eher schwache Ultrabooks zu passablen Gaminggeräten umrüsten. Unterwegs ließe sich dann mit der für Office und Internet vollkommen ausreichenden Performance der integrierten Grafik der Ultrabook-CPU arbeiten, daheim am Schreibtisch könnte die externe Grafiklösung übernehmen. An entsprechenden Dockingstations arbeitet MSI schon längere Zeit, bislang ließen sich aber offenbar die damit verbundenden Treiberprobleme nicht zufriedenstellend lösen.

Beim Anstecken der per Thunderbolt angeschlossenen externen Grafik wird das Betriebssystem mit einem unerwarteten Wechsel der GPU konfrontiert - ein Problem, das lange Zeit offenbar recht zuverlässig zu Bluescreens geführt hat. Lucid selbst beschreibt die Entwicklung der nötigen Software als nicht trivial. Mittlerweile haben die Unternehmen aber offenbar Fortschritte machen können: Auf dem IDF im September 2012 wurde dem Laptopmag ein funktionierendes System mit im Betrieb angesteckter externe Grafiklösung vorgeführt. So wurde der Wechsel von der HD 4000 des Systems auf die per Thunderbolt angebundene Radeon HD 6700 ohne Absturz und weitere Softwareprobleme vom Betriebssystem akzeptiert - sogar, als die Mitarbeiter von Lucid die externe Grafiklösung während eines Durchganges des 3DMark 06 ansteckten. In diesem Falle wurde das Benchmarkprogramm automatisch beendet, das System blieb aber stabil.

Die Performance im 3DMark hat sich durch die externe Grafiklösung von 28 fps auf 90 fps verdreifacht. Aufgrund der im Vergleich zu PCI Express dennoch stark limitierten Bandbreite von Thunderbolt eignet sich diese Lösung allerdings weniger für leistungsstarke Highend-Grafikkarten sondern eher für Mittelklassemodelle und Nutzer mit überschaubaren Ansprüchen an die zusätzliche Grafikperformance. Thunderbolt ist in der Praxis nur wenig schneller als PCIe 2.0 x2 (8 Gbit/sek.) während PCIe 2.0 16x auf 64 GBit/sek. kommt. Dennoch könnten im Falle einer Kooperation von MSI, die schon längere Zeit an einer externen Grafiklösung arbeiten, und Lucid als Entwickler entsprechender Treibersoftware durchaus interessante Dockingstations für ansonsten eher leistungsschwache Computer entstehen.

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Avatar Shieky
Shieky
#1 | 01. Nov 2012, 16:25
hört sich interessant an mal sehen wie das ganze bald aussieht
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Avatar Exterminatus
Exterminatus
#2 | 01. Nov 2012, 16:27
nettes bild sieht aus als hätte man sich vor lauter hardware das gehäuse nicht mehr leisten können :-). Ich weis zwar nicht wie die masse das sieht aber luftzirkulation ist in nem gehäuse um einiges besser als bei frei rumstehenden einzelteilen. wer haustiere hatt wird sicher auch nen gehäuse toll finden weils da nicht ständig angefressene kabel gibt und vom staub wollen wir mal gar nicht reden.

Aber ich denke das bild ist nur zu demonstrationszwecken da.
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Avatar Kater.xD
Kater.xD
#3 | 01. Nov 2012, 16:29
Dürfte durchaus auch eine Preisfrage sein. Wer einen All-In-One Aldi-PC kauft und anschließend eine solche Dockingstation, der könnte mit einem teureren PC besser aufgehoben sein.

Für Netbook/Notebook-User dürfte es aber freuen =) ich bin gespannt!
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Avatar youKilledjollow
youKilledjollow
#4 | 01. Nov 2012, 16:33
Dieser Kommentar wurde ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht.
Avatar Morrich
Morrich
#5 | 01. Nov 2012, 16:42
Dieser externe JGrafikkarten Kram ist doch schon viele Jahre alt und hat sich nie durchsetzen können.
Das Ganze ist einfach zu teuer.

Thunderbolt an sich ist schon recht teuer, dann kommt noch zu der eigentlichen Grafikkarte ein entsprechendes Gehäuse samt Kühlung und die Stromversorgung hinzu.

Da wird eine derzeit 150€ teure Mitteklasse Graka direkt mal das Doppelte kosten, wenn man sie als eine solche Lösung haben will.

Da kann man sich auch gleich nen gescheiten Desktop Rechner in die Bude stellen an den man dann auch einen entsprechend großen Monitor anschließt um richtig drauf zocken zu können.
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Avatar Dod
Dod
#6 | 01. Nov 2012, 16:42
Zitat von Exterminatus:
nettes bild sieht aus als hätte man sich vor lauter hardware das gehäuse nicht mehr leisten können :-). Ich weis zwar nicht wie die masse das sieht aber luftzirkulation ist in nem gehäuse um einiges besser als bei frei rumstehenden einzelteilen. wer haustiere hatt wird sicher auch nen gehäuse toll finden weils da nicht ständig angefressene kabel gibt und vom staub wollen wir mal gar nicht reden.

Aber ich denke das bild ist nur zu demonstrationszwecken da.


Die wollten demonstrieren, dass im Rechner eben keine gesteckte Grafikkarte verbaut ist. Das geht nun einmal am besten, indem man das Gehäuse offen lässt - sonst heißt es schließlich sofort wieder "Betrug, die haben bestimmt nur die Anzeigen manipuliert". Um Staub macht man sich bei einem Demosystem auf einer Messe wohl eher keine Gedanken ;) .
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Avatar CTCooL
CTCooL
#7 | 01. Nov 2012, 16:44
ganz gute idee, natürlich für laptops der heutigen zeit, aufgrund des fehlenden anschlusses auch nicht zu gebrauchen ;) hoffe das dass ding nicht in vergessenheit gerät. hätten nvidia und amd mal wieder nen neues konkurrenz gebiet ^^
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Avatar Dod
Dod
#8 | 01. Nov 2012, 16:48
Zitat von Morrich:
Dieser externe JGrafikkarten Kram ist doch schon viele Jahre alt und hat sich nie durchsetzen können.
Das Ganze ist einfach zu teuer.

Thunderbolt an sich ist schon recht teuer, dann kommt noch zu der eigentlichen Grafikkarte ein entsprechendes Gehäuse samt Kühlung und die Stromversorgung hinzu.

Da wird eine derzeit 150€ teure Mitteklasse Graka direkt mal das Doppelte kosten, wenn man sie als eine solche Lösung haben will.

Da kann man sich auch gleich nen gescheiten Desktop Rechner in die Bude stellen an den man dann auch einen entsprechend großen Monitor anschließt um richtig drauf zocken zu können.


Konnte sich ja auch schlecht durchsetzen wenns keine funktionierenden Lösungen gibt, siehe News ;) .

Natürlich ist eine externe Grafiklösung teurer als eine interne Karte. Wer aber nur begrenzt Platz hat, kann so trotzdem sein Arbeits-Ultrabooks oder später vielleicht sogar sein Windows8-Tablet mit einer flotten GPU kombinieren und am Fernseher ein wenig zocken. Der Preis ist nicht immer das Entscheidende. Wenn dem so wäre, würde wohl niemand Produkte von Apple kaufen, es würde keine Ultrabooks geben und teure Grafikkarten wären auch vom Markt verschwunden.
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Avatar dereric
dereric
#9 | 01. Nov 2012, 16:58
Glaubt mir, keiner will sowas!? Wozu kauft man sich nen Ultrabook wenn man zocken will!?

Externe Grafikkarten haben NULL Zukunft.

Die Idee wurde schonmal überlegt und direkt wieder verworfen.
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Avatar Hiatzreichts
Hiatzreichts
#10 | 01. Nov 2012, 17:03
Irgendwie wärs cool wenn da ein flaches, leichtes Notebook hast und beim Anstecken der Grafikkarte wirds zum Gaming Gerät. Und wenn man upgraden will, kauft man sich einfach eine neue externe Grafikkarte...

... oder auch nicht. Ich befürchte die Übertragungsrate ist einfach ein Flaschenhals und wird zu gering ausfallen. D.h. sie können die Kombo "Notbeook+externe Grafik" vielleicht für die jetzige Generation rausbringen, aber für die nächste Grafikkartengeneration ists wieder fürn Hugo, weil die Grafikkarte viel mehr Power hat, als durch das Kabel gequetscht werden kann. D.h. sie müssen ein neues Kombo-Paket erstellen mit neuem Anschluss, was vermutlich auch neue Notebooks benötigt...

Bringt absolut gar nichts für den Käufer, denn da kann er sich gleich jedes 2. Jahr ein komplett neues Notebook kaufen.
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