AMD Crimson-Treiber 16.3 und XConnect : Laptops und Ultrabooks via USB mit Desktop-Grafikkarten verbinden und die Spiele-Leistung entsprechend steigern. Das XConnect-Feature und USB-C sollen's möglich machen. Laptops und Ultrabooks via USB mit Desktop-Grafikkarten verbinden und die Spiele-Leistung entsprechend steigern. Das XConnect-Feature und USB-C sollen's möglich machen.

Zum Thema » Radeon R9 Nano im Test Extrem schnell, klein und sparsam » Razer Blade QHD+ im Test 13,6 Zoll mit GTX 970M und Core i7 » Notebook-Hardware für Spieler Kaufberatung Februar 2016 AMD stellt mit dem neuen Radeon Software Crimson Edition (16.3) die XConnect-Technologie vor. Das Feature ermöglicht es, eine Desktop-Radeon-Grafikkarte (ab R9 285) via Thunderbolt 3 mit einem Laptop zu verbinden. Thunderbolt 3 nutzt den USB-C-Standard und kann Daten mit bis zu 40 Gbit/s übertragen.

Entsprechend muss der Laptop über einen USB-C- bzw. Thunderbolt-3-Steckplatz verfügen, Windows 10 (ab Build 10586) nutzen und das Verbinden von externen Grafikkarten im BIOS unterstützen. Als Beispiel nennt AMD hier das kürzlich vorgestellte Ultrabook Razer Blade Stealth, das sich mit dem externen GPU-Gehäuse Razer Core (weitere Hersteller-Modelle sollen folgen) verbinden lässt und dann von der 3D-Leistung der eingebauten Desktop-Grafikkarte profitiert. Da das Core über ein eigenes Netzteil verfügt, werden dabei Grafikkarten mit bis zu 375 Watt Leistungsaufnahme unterstützt und der Thunderbolt-Anschluss ermöglicht das gleichzeitige Laden des Notebook-Akkus.

In der Vergangenheit gab es bereits ähnliche Versuche Laptops mit Grafikkarten zu koppeln und so die Performance zu verbessern. Ansätze wie ATI/AMDs »XGP-Standard« und Alienwares darauf basierender »Graphics Amplifier« ermöglichten die Verbindung der PCI-Express-Schnittstelle von Laptops mit Desktop-Grafikkarten. Durchsetzen konnte sich die Technik durch die Beschränkung auf bestimmte Hersteller und die geringe Unterstützung des Standards jedoch nie.

Das könnte XConnect mit dem simplen Anschluss via USB-C bzw. Thunderbolt 3 und dem relativ offene Konzept ändern. Schließlich unterstützt Nvidia das Anschließen von externen Grafikkarten via Thunderbolt bereits seit der Treiber-Version 361.75 und es sind somit auch Kombinationen mit Geforce-Karten möglich. Außerdem erlauben Technologien wie der HBM-Speicher mittlerweile deutlich kleinere und dennoch performante Grafikkarte, wie die Radeon R9 Nano. Entsprechend kompakter und handlicher können die externen GPU-Gehäuse ausfallen.

• Mehr Informationen zu XConnect und den unterstützten Grafikkarten

Mehr Spiele-Leistung

Neben der Einführung von XConnect soll der neue AMD-Treiber die Radeon-Grafikkarten auch für Hitman und The Park vorbereiten und die Performance in Rise of the Tomb Raider und Gears of War: Ultimate Edition verbessern. Für eine Radeon R9 Fury X spricht AMD hierbei von 16 Prozent mehr fps in Tomb Raider und satte 60 Prozent in Gears of War. Außerdem wurde ein Problem behoben, bei dem Fury-Karten ihre Taktgeschwindigkeit nicht durchgehend halten und es so zu Rucklern kommen kann.

Daneben ermöglicht der neue Treiber die Unterstützung für die Vulkan-Grafikschnittstelle. Vulkan basiert auf Mantle und stellt den Nachfolger von OpenGL dar. Wie DirectX 12 soll die API Entwicklern direkteren Zugriff auf die Hardware bieten und so mehr Kontrolle über Leistung, Effizienz und Features ermöglichen.

• Release Notes: Alle Änderungen der Radeon Software Crimson Edition 16.3
• Download: Radeon Software Crimson Edition 16.3

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Razer Core