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Megaupload - US-Richter: Prozess in den USA kann nicht stattfinden

Ein Prozess gegen den Filehoster Megaupload in den USA ist laut Ansicht des zuständigen US-Richters nicht möglich.

Von Georg Wieselsberger |

Datum: 21.04.2012 ; 09:55 Uhr


Megaupload : Der US-Richter O’Grady hat das FBI darüber informiert, dass ein Prozess in den USA gegen den Filehoster Megaupload vermutlich nicht stattfinden kann. Der Grund: das Unternehmen hatte niemals die entsprechenden Klageschriften durch die US-Behörden erhalten. Richter O’Grady, der den Fall in den USA behandelt, hat daher gegenüber dem New Zealand Herald erklärt, er habe das FBI darüber informiert, dass ein Prozess so nicht begonnen werden kann.

Laut der Anwältin Ira Rothken, die für Megaupload arbeitet, sind das Zustellen entsprechender Papiere auch überhaupt nicht möglich, da ausländische Unternehmen ohne Sitz in den USA von den US-Behörden nicht vor US-Gerichten wegen Straftaten verklagt werden können.

Megaupload-Gründer Kim Dotcom hat inzwischen auf diese neuen Fakten gegenüber Torrentfreak äußerst wütend reagiert. Die US-Regierung habe Megaupload, Megavideo und zehn weitere Tochterfirmen mit 220 Arbeitsplätzen zerstört und das sei auch mit einem Freispruch, von dem er ausgeht, nicht wieder gutzumachen. Das alles sei aufgrund von »Korruption in den höchsten politischen Kreisen« geschehen, die den »Copyright-Extremisten von Hollywood« dient. Es sei aber nur eine Frage der Zeit, bis die Wahrheit ans Licht käme, so Dotcom.

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Avatar Magistrat
Magistrat
#1 | 21. Apr 2012, 10:04
Klar, Kim ist nicht gerade ein naiver Unschuldsengel oder ein armer Teenager der in die Fänge der großen bösen korrupten Justizmühlen geraten ist und den man jetzt wie chinesische Dissidenten oder Fatwa-verurteilten Exiliranern bemitleiden und unterstützen muss.

Er ist und war ein prahlhans der mit dubiosen Geschäftsmodellen sich selbst quasi die Lizenz zum Gelddrucken verschaffte.

Trotzdem: Juristisch und insbesodnere auch völkerrechtlich betrachtet war der Umgang mit ihm ein himmelsschreiender Akt der Ungerechtigkeit und Willkürherrschaft. Opfer sind nunmal auch dann Opfer, wenn sie uns nicht sympathisch erscheinen.
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Avatar Brigada
Brigada
#2 | 21. Apr 2012, 10:06
Dann können die ihm ja jetzt Megaupload zurück geben oder nicht?
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Avatar Odradek
Odradek
#3 | 21. Apr 2012, 10:07
Ich finde zwar diesen Kim DotCom unglaublich eklig und er erinnerte mich an Jabba the hutt in erscheinen und auftreten, auch bezweifle ich, dass er nicht freudig vom illegalen Anteil seines Unternehmens wusste und massiv profitierte, dennoch war und ist er nur einer unter vielen und was in der Anklage und Verhaftung gegen ihn alles schief ging und wie viele Gesetze dabei missachtet wurden, ist schon beeindruckend. Erfreulich immerhin, dass das nun alles bekannt wird und aufgedeckt wird und nicht stillschweigend zugeschüttet und überdeckt.
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Avatar Morrich
Morrich
#4 | 21. Apr 2012, 10:07
Dieses Verfahren gegen Megaupload ist eine einzige Farce. Kim Dotcom hat vollkommen recht. Es ist ein einziges blindes Vorgehen der Contentmafia und der Politik ohne Sinn und Verstand.
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Avatar MAD13
MAD13
#5 | 21. Apr 2012, 10:17
Zitat von Morrich:
Dieses Verfahren gegen Megaupload ist eine einzige Farce. Kim Dotcom hat vollkommen recht. Es ist ein einziges blindes Vorgehen der Contentmafia und der Politik ohne Sinn und Verstand.


Als Mr. Dotcom hat sich ja schon sein eigenes Mafia-Unternehmen aufgebaut. Es ist weder gut noch rechtens was er gemacht hat, nur um das klar zu stellen.

Man muss keinen gierigen Multimillionär als Robin-Hood feiern, auch wenn man nicht bereit ist für überteuerte Inhalte zu zahlen...

Aber die andere Seite badet sich auch nicht gerade in Ruhm, da merkt man dann doch wie groß der Einfluss der großen Contend-Firmen wirklich ist. Einfach nur erschreckend...
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Avatar Bobbin
Bobbin
#6 | 21. Apr 2012, 10:18
Zitat von Morrich:
Dieses Verfahren gegen Megaupload ist eine einzige Farce.


Ja, leider hast du recht. Grundsätzlich befürworte ich das Verfahren aber und denke auch, dass Kim Dotcom eine erhebliche Strafe verdient hat, da er sich, und das wissen wir alle, an den Erzeugnissen anderer bereichert hat. Ohne die illegalen Uploads hätte Megaupload niemals auch nur annähernd diese Umsätze generiert. Es wäre gut gewesen, wenn das Ganze formal einwandfreier gelaufen wäre, damit bei den zu 95% schmarotzenden Filehostern mal ein Zeichen gesetzt würde.

Es ist schon ganz witzig, dass Kim Dotcom seinen Reichtum letzten Endes den Firmen verdankt, die er jetzt als "Content-Mafia" beschimpft. Ein Robin Hood ist der wahrlich nicht, viel eher ein trauriges Beispiel dafür wie sich jemand mit halbseidenen Geschäftsmethoden ein Imperium aufbaut und sich schließlich noch als Märtyrer feiert. Eigentlich ganz schön widerlich. Hoffentlich schaffen es die bösen bösen "Copyright-Extremisten" doch noch.
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Avatar Wallnussfolie
Wallnussfolie
#7 | 21. Apr 2012, 10:23
ich will in dieser welt wahrlich nicht mehr leben ... wenn ich lese was hier manche schreiben und ihre freiheit mit den füßen treten und den content-firmen alles in den arsch schieben wollen, nur weil sie auf gamestar.de nicht zugeben wollen ( oder ganz brav erscheinen wollen, was auch immer ) , dass sie sich noch nie ein spiel, musik, film online rutergeladen haben, auch bei megaupload. traurig, traurig, leute. das ist ein schritt dazu, den content firmen zu sagen, was ihr macht ist vollkommen richtig , und das ist ein schritt in die unfreiheit !
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Avatar Opodeldog
Opodeldog
#8 | 21. Apr 2012, 10:28
Zitat von Bobbin:


Ja, leider hast du recht. Grundsätzlich befürworte ich das Verfahren aber und denke auch, dass Kim Dotcom eine erhebliche Strafe verdient hat, da er sich, und das wissen wir alle, an den Erzeugnissen anderer bereichert hat. Ohne die illegalen Uploads hätte Megaupload niemals auch nur annähernd diese Umsätze generiert. Es wäre gut gewesen, wenn das Ganze formal einwandfreier gelaufen wäre, damit bei den zu 95% schmarotzenden Filehostern mal ein Zeichen gesetzt würde.

Es ist schon ganz witzig, dass Kim Dotcom seinen Reichtum letzten Endes den Firmen verdankt, die er jetzt als "Content-Mafia" beschimpft. Ein Robin Hood ist der wahrlich nicht, viel eher ein trauriges Beispiel dafür wie sich jemand mit halbseidenen Geschäftsmethoden ein Imperium aufbaut und sich schließlich noch als Märtyrer feiert. Eigentlich ganz schön widerlich. Hoffentlich schaffen es die bösen bösen "Copyright-Extremisten" doch noch.


Kommt doch mal klar! Es geht nicht darum, ob ihr ihn mögt oder gut findet, was er macht! Es geht um recht und das wird hier aufs übelste missbraucht. Mir war von Anfang an klar, dass aus der Anklage nichts wird, da er gegen kein bestehendes Recht verstoßen hat. Aber da euer kleines Gehirn nur noch den "mag ich" oder "mag ich nicht"-Button kennt, kommen die schon fast mit sowas durch. Ihr seid nicht weiter als Neider!
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Avatar psyclops
psyclops
#9 | 21. Apr 2012, 10:35
Hmm, mal schauen, wie sich die Sache noch entwickelt. Ich finde es generell sehr interessant, wie das ausgeht. Nicht nur wegen dem Kim Dotcom, sondern auch wegen der Rechtssituation.
Ich wundere mich nur über die amerikanischen Behörden. Die scheinen ja geradezu "Weltbefugnisse" zu haben. In anderen Ländern gelten normalerweise andere Gesetze. Wenn es in Deutschland erlaubt ist, mit 180 Sachen Autobahn zu fahren, dann ist das so. Da kann nicht auf einmal ein amerikanischer Scheriff hinter dem Baum hervorspringen und *alle verhaften*.
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Avatar RangerOfDead
RangerOfDead
#10 | 21. Apr 2012, 10:43
Liebes Gamestar-Team,
glaubt ihr wirklich DAS war der Sinn warum gegen Kim Dotcom ermittelt wurde? Der Sinn bestand viel mehr in einem anderen Punkt, nämlich darin Filehostern Angst zu machen. Megaupload war in illegale Aktionen verwickelt, das weiß ich, das weiß Kim Dotcom und das weiß jede andere Mensch der Megaupload als Filehoster kennt oder irgendeinen Filehoster kennt, Megaupload war wie viele andere Filehoster ein Anbieter von lizenzierter Musik, Filmen, kostenpflichtigen Programmen, Betriebssystemen Hackingtools etc. Das gegen Megaupload von den USA aus nicht vorgegangen werden konnte war auch von Beginn an klar, der Sitzt ist halt einfach nicht in den USA folglich kann man da nichts machen, jedoch ist etwas anderes passiert.
Andere Filehoster haben reagiert, sie haben neue Filter installiert, welche eben die Daten/Programme herausfiltern die oben genannt wurden, viele Filehoster bieten also nicht mehr die neusten Filme, neuste Musik oder das neuste OS an, das Zeug wird jetzt herausgefiltert aus Angst man könnte plötzlich verklagt werden, man könnte alles was man bis jetzt verdient hat verlieren und in den Knast wandern.
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