Pirate Pay : Die Entwickler von Pirate Pay hatten eigentlich zunächst für einen Mobilfunk-Anbieter in Russland an einer Management-Software für dessen Datenverkehr gearbeitet, die Bittorrent-Übertragungen stoppen konnte. Da die gefundene Lösung auch allgemeiner eingesetzt werden kann, entschlossen sich die Entwickler, das Unternehmen Pirate Pay zu gründen und nach Investoren zu suchen.

Letztes Jahr investierte beispielsweise Microsoft 100.000 US-Dollar in Pirate Bay. Für die Walt Disney Studios und Sony Pictures störte Pirate Pay für einen Monat die Downloads eines Films. Die Server von Pirate Pay verbinden sich dabei mit jedem P2P-Clienten, der diesen Film verbreitet, und sorgen so dafür, dass die einzelnen Rechner ihre Verbindung untereinander verlieren, da diese die IP-Adressen nicht mehr korrekt zuordnen können.

Ob dieser Ansatz allerdings wirklich erfolgreich ist, ist umstritten. Zwar wurden laut Torrentfreak 44.845 Downloads auf diese Weise gestoppt, doch die Anzahl der erfolgreichen Downloads und der erneuten Versuche bei einem Abbruch sind nicht bekannt. Pirate Pay verlangt für einen Auftrag je nach Größe zwischen 12.000 und 50.000 US-Dollar, also bis zu 39.000 Euro.