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Megaupload - Apple-Legende Steve Wozniak greift US-Behörden an und verteidigt Kim Dotcom

Nachdem Apple-Mitgründer Steve Wozniak Megaupload-Chef Kim Dotcom im Mai besucht hatte, greift er nun in einem Interview die US-Behörden scharf an.

Von Georg Wieselsberger |

Datum: 26.06.2012 ; 12:11 Uhr


Megaupload : In einem E-Mail-Interview mit cnet äußerste sich Steve Wozniak zum Fall Megaupload und stellte klar, dass er Kim Dotcom voll und ganz unterstützt. »Wenn Verbrechen mit Hilfe von Briefen verübt werden, schließt man deswegen nicht die Post«, so Wozniak. Wie schlecht vorbereitet der Auslieferungsversuch ist, zeigt sich seiner Ansicht nach beispielsweise darin, dass »sich Regierungen Beschuldigungen wie organisiertes Verbrechen ausdenken müssen für jemanden, der nur einen File-Sharing-Service betreibt«.

Die Ankläger versuchten, Gesetzeslücken auszunutzen und es sei gut, dass Kim Dotcom in Neuseeland lebe, wo die Menschenrechte besser geachtet werden. Auch das Rechtssystem der USA sei eine Schande, wenn es Dotcom zwar erlaube, seinen Lebensunterhalt aus dem beschlagnahmten Vermögen zu bestreiten, aber nicht seine Anwaltskosten, während die US-Behörden Millionen ausgeben und auf einen Bankrott der Gegenseite hoffen würden. Da Dotcom recht beliebt sei, arbeite das Anwaltsteam ohne Vorauszahlungen für ihn.

Er verstehe auch nicht, warum die Rechteinhaber so unglaublich hinter Dotcom her seien, obwohl dieser undenkbar viel getan habe, um die Links zu entfernen, die beanstandet wurden. Wozniak gibt zu, selbst gelegentlich über das Internet auch kopiergeschütztes Material zu verschicken, beispielsweise ein Lied an seinen Sohn, das er aber bei Gefallen dann aber auch kaufe.

Er sei kein Fan von illegalen Kopien, aber unter dem Vorwand des Schutzes des Urheberrechtes könne viel Schaden angerichtet werden. »Das Copyright zu missachten ist genauso falsch wie zu schnelles Fahren. Das darf aber den Fortschritt im digitalen Zeitalter nicht aufhalten«, so Wozniak. »Wenn du etwas wie eine Dampfwalze nicht aufhalten kannst, dann geh‘ aus dem Weg«.

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Avatar Spiritoger
Spiritoger
#1 | 26. Jun 2012, 12:19
Das verschicken von selbst gekaufter Musik an Freunde und Bekannte ist in Deutschland glücklicherweise durch die Privatkopie erlaubt!
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Avatar jean-luc.2305
jean-luc.2305
#2 | 26. Jun 2012, 12:20
"Wozniak gibt zu, selbst gelegentlich über das Internet auch kopiergeschütztes Material zu verschicken, beispielsweise ein Lied an seinen Sohn, das er aber bei Gefallen dann aber auch kaufe."

Na, dass ihn da jetzt mal nicht bald die NSA oder der CIA ins Visier nimmt...
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Avatar Lurtz
Lurtz
#3 | 26. Jun 2012, 12:26
"Das verschicken von selbst gekaufter Musik an Freunde und Bekannte ist in Deutschland glücklicherweise durch die Privatkopie erlaubt!"
Nicht wenn du dazu einen Kopierschutz/DRM umgehst.
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Avatar Hatschi18
Hatschi18
#4 | 26. Jun 2012, 12:31
Zitat von Spiritoger:
Das verschicken von selbst gekaufter Musik an Freunde und Bekannte ist in Deutschland glücklicherweise durch die Privatkopie erlaubt!


Nicht ganz, die Privatkopien Klausel bezieht sich nicht auf ditigale Produkte (z.B: eine MP3), ebenso sind die meisten Musikcds mit einem Kopierschutz ausgestattet, den mittlerweile so gut wie jedes Kopierprogramm umgehen kann. Letzteres ist jedoch strafbar und ausdrücklich von der Privatkopie ausgeschlossen. Eigentlich ist es laut Gesetz sogar verboten kopiergeschütztes Material zu kopieren (ob mit oder ohne Aushebelung des Schutzes).
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Avatar Deisler
Deisler
#5 | 26. Jun 2012, 12:40
der war bei big bang theory
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Avatar Theedee
Theedee
#6 | 26. Jun 2012, 12:46
»Wenn du etwas wie eine Dampfwalze nicht aufhalten kannst, dann geh‘ aus dem Weg«.

Schöner Vergleich. Es war schon immer so das wenn sich etwas grundlegendes geändert hat man sich besser anpasste als verzweifelt dagegen anzukämpfen. Als das Auto die Kutsche abgelöst hat (Bevor die Dampfwalze kam) haben ja auch nicht alle Kutscher angefangen die Autokäufer zu verfolgen.
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Avatar Dee-Jay
Dee-Jay
#7 | 26. Jun 2012, 12:47
DEr Fall USA vs. Kim Dotcom stinkt formlich nach Korruption und Lobbyismus.
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Avatar MowJoe
MowJoe
#8 | 26. Jun 2012, 12:50
bissl wasser und brot könnt ihm aber auch nicht schaden^^
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Avatar hellfire0102
hellfire0102
#9 | 26. Jun 2012, 13:01
Zitat von Hatschi18:


Nicht ganz, die Privatkopien Klausel bezieht sich nicht auf ditigale Produkte (z.B: eine MP3), ebenso sind die meisten Musikcds mit einem Kopierschutz ausgestattet, den mittlerweile so gut wie jedes Kopierprogramm umgehen kann. Letzteres ist jedoch strafbar und ausdrücklich von der Privatkopie ausgeschlossen. Eigentlich ist es laut Gesetz sogar verboten kopiergeschütztes Material zu kopieren (ob mit oder ohne Aushebelung des Schutzes).


dann ist es ja gut das man sich die Lieder ziehen kann. Damit hast du von einer CD die du selber besitzt eine kopie hergestellt (die geladenen mp3's) ohne selber irgendwelche kopierschutzmaßnahmen zu umgehen.
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Avatar Sp00kyF0x
Sp00kyF0x
#10 | 26. Jun 2012, 13:01
lol umad usa?
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