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Internet - »Erklärung der Internetfreiheit« veröffentlicht

Mehrere Organisationen und Aktivisten haben eine »Erklärung der Internetfreiheit« ausgearbeitet, die die Basis für grundlegende, internationale Forderungen der Internetpolitik bilden soll.

Von Georg Wieselsberger |

Datum: 03.07.2012 ; 11:33 Uhr


Internet : In Deutschland gehört beispielsweise die Digitale Gesellschaft e.V. zu den Erstunterzeichnern und Unterstützern. Die Liste der Unterstützer enthält Organisationen wie Amnesty International, die Electronic Frontier Foundation und Mozilla, bekannte Webseiten wie reddit oder Cheezburger sowie viele Aktivisten, Journalisten und Autoren.

Die Erklärung der Internetfreiheit soll einen Gegenpol zu den immer drastischer werdenden Gesetzesvorschlägen der internationalen Politik wie SOPA oder ACTA bilden und wurde von Netzpolitik.org ins Deutsche übersetzt:

Erklärung der Internetfreiheit

Wir stehen für ein freies und offenes Internet.

Wir unterstützen transparente und partizipative Prozesse in der Gestaltung von Netzpolitik und die Etablierung von fünf grundlegenden Prinzipien:

  • Meinungsfreiheit: Zensiert das Internet nicht.

  • Zugang: Fördert den universellen Zugang zu schnellen und bezahlbaren Netzwerken.

  • Offenheit: Erhaltet das Internet als offenes Netzwerk, wo alle Menschen frei sind sich zu vernetzen, zu kommunizieren, zu schreiben, zu lesen, zu betrachten, zu sprechen, zuzuhören, zu lernen sowie schöpferisch und innovativ tätig zu sein.

  • Innovation: Beschützt die Freiheit ohne Erlaubnis innovativ und schöpferisch tätig zu sein. Neue Technologien dürfen nicht blockiert und Innovatoren nicht für die Handlungen ihrer Nutzer bestraft werden.

  • Privatsphäre: Beschützt die Privatsphäre und verteidigt das Recht jedes Einzelnen, über die Nutzung seiner Daten und Geräte zu bestimmen.

Der englische Originaltext ist auf www.internetdeclaration.org zu finden. Dort können sich auch Organisationen als Unterstützer eintragen, während Einzelpersonen die Erklärung über dafür eingerichtete Seiten auf Access, CREDO, EFF und Free Press unterzeichnen können.

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Avatar xHiob
xHiob
#1 | 03. Jul 2012, 11:42
@Acroneos
Im Prinzip korreliert die Beziehung zwischen Sicherheit und Datenschutz/Privatsphäre. Steigert man Ersteres wird Zweiteres geringer ausfallen und umgekehrt. Ist überall so im Informationszeitalter und das Internet ist wohl in dem Zusammenhang die umstrittenste Ebene. Irgendwann wird eine Lösung gefunden/erpresst werden und dann bin ich ehrlich gespannt, was passieren wird.
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Avatar furious-jack
furious-jack
#2 | 03. Jul 2012, 11:44
Finde ich gut :)
wurde langsam auch mal Zeit ;)
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Avatar ChaosLord
ChaosLord
#3 | 03. Jul 2012, 11:44
Zitat von Acroneos:
Also freie Fahrt für Piraterie.


als ob sopa oder acta dagegen geholfen hätten
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Avatar M3talc0re
M3talc0re
#4 | 03. Jul 2012, 11:47
Rein aus Interesse würde ich gerne mal wissen was die Unterstützer dieser Erklärung von der Löschung von salafistischen Webseiten vor ein paar Tagen halten.
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Avatar revO_m
revO_m
#5 | 03. Jul 2012, 11:49
Zitat von Acroneos:
Also freie Fahrt für Piraterie.
Aha, also Zensiert alles, kontrolliert alles und dann gibt es keine Piraterie. Hmm...
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Avatar Ein Pixel
Ein Pixel
#6 | 03. Jul 2012, 11:55
Mit Internet ist es wie mit einem Staat. Wenn es keine Instanz gibt, die für Ordnung sorgt, endet es im Chaos. Kontrolliert diese Instanz aber zu intensiv, mit zu vielen Rechten ausgestattet, endet es wie in DDR.

Ein Mittelweg wäre wünschenswert...
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Avatar Zouk
Zouk
#7 | 03. Jul 2012, 11:59
Zitat von xHiob:
@Acroneos
Im Prinzip korreliert die Beziehung zwischen Sicherheit und Datenschutz/Privatsphäre. Steigert man Ersteres wird Zweiteres geringer ausfallen und umgekehrt. Ist überall so im Informationszeitalter und das Internet ist wohl in dem Zusammenhang die umstrittenste Ebene. Irgendwann wird eine Lösung gefunden/erpresst werden und dann bin ich ehrlich gespannt, was passieren wird.


Hier ist die Frage, wer wird am längeren Hebel sitzen? Durch Suggestion macht man sich die Mehrheit gefügig, bisserl anfüttern und schon ist der Pöbel zufrieden.

@Acroneos

Solange sich die Piraterie lohnt, wird diese nicht enden. Und unter den heutigen Umständen ist es auch durchaus nachvollziehbar, warum viele Menschen sich nicht wieder stärker gängeln lassen wollen.

Da sind die ach so armen Unternehmen gefragt, die meist eh keine Personengesellschaften sind. Das Privatkonto wird reichlich gefüllt, das Unternehmen in den Sand gesetzt und Insolvenz angemeldet. Wer muss denn nun gerade stehen, für eine kaputte Kapitalgesellschaft?

Ist doch super ich steck 50.0000€ rein, ziehe 500.000@ raus und die Schulden der kaputten Gesellschaft geht in die Insolvenz, worum sich der Staat kümmern kann.

Und nun wundert sich der Acroneos warum manche Menschen keine Lust haben an diesem Spiel teilzunehmen?
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Avatar Dhun
Dhun
#8 | 03. Jul 2012, 12:03
Generell finde ich es gut, dass es einen organisierten Fratkion gibt, die für das offene Internet kämpft. Auf der anderen Seite sind durch das Internet viele Verbrechen möglich, von denen man vor 10 Jahren nicht einmal geträumt hatte. Online-Banking, Kinderpornographie und Urheberrechtsverletzungen um nur mal ein paar Dinge zu nennen.
Wenn man im Shop einen Film kauft, sieht der Verkäufer ein Gesicht, kann nach einem Ausweis fragen usw.. Wenn man in der Fußgängerzone Flyer für eine rechtsradikale Versammlung verteile, wird man dabei von tausenden Menschen gesehen. Im Internet ist all das komplett anonym möglich.
Man sollte über die Vor-und Nachteile des Internets einmal ausgebig diskutieren, und sinnvolle Gesetze entwerfen, die den missbrauch des Internets verhindern, aber nicht Privatpersonen, die weil sie jetzt unbedingt einmal ein Lied hören wollten etwas illegales getan haben, gleich zu horrenden Geldstrafen verurteilen.
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Avatar happyPig
happyPig
#9 | 03. Jul 2012, 12:03
Erklärung?
Klingt für mich eher nach utopischen Forderungen.
Mir fehlen hier Ergänzungen in Form von "Aber".
Freiheit schön und gut aber die muss eingeschränkt werden. Das wissen die Unterzeichner selbst. Ist nur schade das darauf absolut nicht eingegangen wird.
So ist das nur realitätsfernen Pallaber dessen Sinn und Zweck sich mir nicht erschließt.
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Avatar M3talc0re
M3talc0re
#10 | 03. Jul 2012, 12:05
Zitat von Acroneos:

Freiheit ist schön und gut, aber zu viel Freiheit ermöglicht Piraterie und kostet die Wirtschaft viel.


Du meinst also das Internet ist momentan zu frei? Piraterie wird immer möglich sein, das einzige was wir bei mehr Kontrolle verlieren ist die Freiheit ;)
Selbst wenn das Internet komplett kontrolliert wäre gehts eben wieder auf den analogen weg per Post, über Bekannte, auf dem Schulhof etc.
Menschen sind da sehr einfallsreich ;)
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