Hardware-News

Aktuelle Nachrichten rund um Hardware und Software, Grafikkarten, Windows und Internet.

PRISM - Google will Anfragen offenlegen, beruft sich auf Redefreiheit

Google hat vor einem Foreign Intelligence Surveillance Court (FISA) einen Antrag eingereicht, um bislang geheime Details zu Anfragen veröffentlichen zu dürfen.

Von Georg Wieselsberger |

Datum: 20.06.2013 ; 12:47 Uhr


PRISM : Google will im Gegensatz zu Apple, Facebook, Microsoft oder Yahoo nicht einfach nur eine Zahl der Anfragen in den Raum stellen, die keinerlei weitere Information bietet.

Daher hat Google bislang als einziger großer Internet-Konzern keine solchen Daten veröffentlicht und will dies erst tun, wenn dazu auch die jeweiligen Behörden und Antragssteller aufgeschlüsselt werden dürfen, da sonst Anfragen wegen Verbrechen nicht von anderen unterschieden werden könnten.

Allerdings werden diese Daten als geheim eingestuft, daher hat Google nun einen Antrag vor einem Geheim-Gericht gestellt, um die Freigabe dieser Angaben zu erreichen. In dem Antrag beruft sich Google auf die durch die Verfassung geschützte Redefreiheit, beklagt aber gleichzeitig die »irrefrührende« Berichterstattung in Medien wie dem britischen Guardian oder der Washington Post über PRISM. Ob die Daten, die Google freigeben möchte, wirklich Licht auf die Überwachung durch Geheimdienste werden, wird allerdings bezweifelt.

Zum einen wurde 2012 nur ein einziger der 1.789 durch die Behörden gestellten Anträge nicht durch das FISA-Gericht bewilligt, und das auch nur, weil er zurückgezogen wurde. Berufungen gegen solche Entscheidungen werden von einem anderen, ebenfalls geheimen Gericht bearbeitet. Zum anderen bestehe der Skandal um PRISM eher daraus, dass für die Überwachung in den meisten Fällen eben keine Anordnungen von Gerichten notwendig war, so die Washington Post.

Diesen Artikel:   Kommentieren (18) | Drucken | E-Mail
FACEBOOK:
TWITTER:
 
WEITERE NETZE: Weitersagen
Sagen Sie Ihre Meinung (» alle Kommentare)
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten!
» Zum Login

Sie sind noch nicht in der GameStar-Community angemeldet?
» Zur kostenlosen Anmeldung
Erster Beitrag  |  » Neuester Beitrag
Avatar wArLoRd1807
wArLoRd1807
#1 | 20. Jun 2013, 12:53
Also das würd mich schon sehr interessieren, WAS GENAU da für Daten von den USA verlangt bzw. ausgewertet wurden.
Bei Facebook ists wohl klar, aber Google hat ja einiges mehr als einen Email-Dienst...
rate (12)  |  rate (0)
Avatar Moo
Moo
#2 | 20. Jun 2013, 12:57
Zitat von wArLoRd1807:
Also das würd mich schon sehr interessieren, WAS GENAU da für Daten von den USA verlangt bzw. ausgewertet wurden.
Bei Facebook ists wohl klar, aber Google hat ja einiges mehr als einen Email-Dienst...


Welche schon? Alle. Alles kann für eine Straftat missbraucht werden.
rate (13)  |  rate (1)
Avatar TrollOmeter
TrollOmeter
#3 | 20. Jun 2013, 13:00
Dieser Kommentar wurde ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht.
Avatar Bumaye
Bumaye
#4 | 20. Jun 2013, 13:02
Do what you want cuz a pirate is free....YOU ARE A PIRATE!!
rate (6)  |  rate (1)
Avatar Dodacar
Dodacar
#5 | 20. Jun 2013, 13:03
Google stellt einen geheimen Antrag an ein geheimes Gericht, welches dann vom führenden Richter Mr. X bearbeitet wird. ^^
rate (25)  |  rate (0)
Avatar Agent.Smith
Agent.Smith
#6 | 20. Jun 2013, 13:05
Ach, JETZT kommt Google auf die Idee. Nachdem da jemand seine berufliche Zukunft geopfert und sein Leben riskiert hat. JETZT tun sie so als seien sie die Guten.
Wenn der Snowden das nicht geleaked hätte, dann hätte auch Google nichts dergleichen gemacht. Widerlich, wie die jetzt versuchen sich einzuschleimen. Wären sie mal vorangegangen, DANN hätten sie den Applaus auch verdient, den sie jetzt einzuheimsen versuchen.
rate (13)  |  rate (1)
Avatar ovid35
ovid35
#7 | 20. Jun 2013, 13:06
Und dann gibts ein geheimes Urteil worüber sie wie immer nicht berichten dürfen xD

Die grossen Datenmengen werden eh über die Netzwerkknotenpunkte abgezapft da kann man alles bekommen.
Sogar der BND hängt zum Beispiel am Frankfurter Netzwerkknoten und hat da nen eigenen Raum. Uns fehlt glücklicherweise die Datenkapazität das ganze dauerhaft zu speichern was interessant wäre. Aber der Innenminister und andere wünschen sich ein ähnliches Programm.
rate (8)  |  rate (0)
Avatar Theedee
Theedee
#8 | 20. Jun 2013, 13:08
Jaja, Redefreiheit. Ist leider letzten Endes genau so eine Lüge wie Meinungsfreiheit, Demokratie, Rechtsstaat usw.
rate (14)  |  rate (1)
Avatar DaOnly1
DaOnly1
#9 | 20. Jun 2013, 13:19
Zumindest versucht Google irgendwas. Ob nun als Marketing-Gag, oder aus echtem Anliegen an der Sache, lasse ich mal dahin gestellt.
Vermutlich eine Mischung aus beidem.
rate (9)  |  rate (0)
Avatar KingLamer
KingLamer
#10 | 20. Jun 2013, 13:33
Zitat von Dr. Danger:
Zumindest versucht Google irgendwas. Ob nun als Marketing-Gag, oder aus echtem Anliegen an der Sache, lasse ich mal dahin gestellt.
Vermutlich eine Mischung aus beidem.

ja, die mischung besteht aus 98% marketing und 2% echtem anliegen. :P
rate (4)  |  rate (1)

PROMOTION
NEWS-TICKER
Mittwoch, 16.04.2014
17:38
17:37
17:30
17:17
16:58
16:55
16:04
15:57
15:46
15:40
15:19
15:15
15:14
15:06
14:47
13:59
13:57
13:33
13:31
12:58
»  Alle News
 
Sie sind hier: GameStar > Hardware > News > Internet > PRISM
top Top
Werde Fan von GameStar auf FacebookFacebook Aboniere den YouTube-Kanal von GamestarYouTube Besuche Gamestar auf Google+Google+ GameStar auf Twitter folgenTwitter Alle RSS-Feeds von GameStar.deRSS-Feeds Jetzt GameStar-Newsletter bestellenNewsletter
© IDG Entertainment Media GmbH - alle Rechte vorbehalten