»Damaskus« als Betreff : Counterstrike Global Offensive als Terrorhelfer? So schlimm ist es zum Glück nicht. Counterstrike Global Offensive als Terrorhelfer? So schlimm ist es zum Glück nicht.

Der Handel mit virtuellen Waffen bei Spielen wie Counter-Strike, Global Offensive ist für viele Spieler nicht ungewöhnlich. So auch für den deutschen Spieler »Gamekiller48«, der im Internet ein besonders gutes Angebot für das M9 Bajonett aus Damaszenerstahl fand und aufgrund des niedrigen Preises schnell zuschlagen wollte. Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet, war zu dem Zeitpunkt allerdings gerade ein Freund im Shop eingeloggt. Um Zeit zu sparen und das Schnäppchen nicht zu verpassen legte der Freund das Geld aus, per Paypal wollte »Gamekiller48« anschließend seine Schulden begleichen.

Dabei allerdings machte der anonym bleiben wollende CS,GO-Spieler einen Fehler: Er schrieb in den Überweisungsbetreff nur das Wort »Damaskus«, als Abkürzung für den sperrigeren Waffennamen »M9 Bayonet, Damascus Steel«. Offenbar befindet sich der Begriff »Damaskus« aber auf einer Sperrliste von Paypal, so dass das Konto kurz darauf gesperrt wurde.

Verantwortlich für die Sperrung sind Sanktionen der USA gegen Syrien. Sollte also bei einer Zahlung (nicht nur per Paypal) der Verdacht bestehen, es bestehe ein Verstoß gegen diese Sanktionen, muss Paypal den Fall näher prüfen. Zu diesem Zwecke filtert ein Algorithmus entsprechende Wörter heraus. Verdächtige Konten werden gesperrt, bis Paypal neue Informationen einholen konnte. Der Nutzer wird in diesem Falle per Mail benachrichtigt.

Doch auch wenn der Fall in den Diskussionen bei Reddit für Wirbel sorgte, war er für »Gamekiller48« aber glücklicherweise schnell erledigt. Schon nach 24 Stunden war das Konto wieder freigegeben. Dennoch sollte bei Überweisungen, nicht nur bei Paypal-Zahlungen, ein wenig auf den Überweisungszweck geachtet werden. Eine Software unterscheidet schließlich nicht zwischen einer syrischen Stadt und einer Stahlsorte - wenn beides gleich geschrieben wird.