Intel Haswell : Mit Haswell plant Intel für das nächste Frühjahr eine neue Prozessorarchitektur, ganz im Sinne des hauseigenen Tick-Tock-Schemas. Da es sich bei Haswell nicht nur um ein Update einer bestehenden Architektur handelt, wie es bei den aktuellen Ivy-Bridge-CPUs der Fall ist, wird vor allem aufgrund der geänderten Spannungsversorgung der CPU auch ein neuer Sockel mit dem Namen LGA1150 nötig sein. Die dazugehörigen Chipsätze mit dem Codenamen Lynx Point werden im zweiten Quartal 2013 erscheinen. Allerdings soll es gegenüber dem aktuellen 7x-Unterbau nur wenige im Alltag spürbare Änderungen geben.

In der Desktop-Sparte wird Intel im kommenden Jahr mindestens sechs Chipsätze anbieten. Als Flaggschiff wird der Z87 dienen, darunter folgen H87, Q87, Q85, B85 und der H81. Bei der Ausstattung dürften keine Wunder zu erwarten sein. Einen Punkt allerdings ist Intel angegangen: Lynx Point wird über sechs moderne SATA-Ports mit 6 GBit/sek Geschwindigkeit verfügen. Aktuell lassen sich über den Intel-Chipsatz nur zwei dieser Ports herausleiten, für weitere schnelle SATA-Ports muss ein Zusatzchip auf dem Mainboard verlötet werden.

USB 3.0 bietet Intel bereits seit der aktuellen Chipsatz-Generation, weitere bahnbrechende Neuerungen sind nicht zu erwarten. Thunderbolt wird noch eine längere Zeit per Zusatzchip implementiert werden und auch eine größere Anzahl PCIe-Lanes wird keiner der neuen Chipsätze bieten. Änderungen gibt es indes im Fertigungsprozess - Intel wechselt bei den Chipsätzen von 65 nm auf 32 nm, was eine kleine Energieersparnis und damit etwas weniger Abwärme mit sich bringen wird. Auch wenn ein paar Watt Ersparnis im Desktop-PC kaum einen Unterschied machen werden, wird bei mobilen Plattformen wie Notebooks und Tablets um jedes Watt gekämpft.