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Intel Atom - Neue Netbook-Prozessoren vorgestellt

Netbooks sollen schneller werden! Zumindest ein wenig - Intel präsentiert neue Atom-CPUs mit geringerem Energiebedarf und etwas höherer Leistung im Vergleich zu den Vorgängern.

Von Dennis Ziesecke |

Datum: 29.12.2011; 17:18 Uhr


Intel Atom : Intel präsentierte neue Atom-CPUs Intel präsentierte neue Atom-CPUs Intel präsentiert die dritte Atom-Generation in 32-nm-Fertigung. Die trotzdem noch immer recht leistungsschwachen Mobilprozessoren benötigen durch die schmaleren Strukturbreiten weniger Energie und takten ein wenig höher als ihre Vorgänger. Mit dem Atom N2600 bringt Intel sogar ein Doppelkernmodell mit einer Empfehlung für lüfterlose Systeme - bei 1,6 GHz Takt benötigt der N2600 nur 6,5 Watt.

Mit den "D"-Modellen verkauft Intel allerdings auch Atoms für den Desktop-Einsatz. Gedacht sind Prozessoren wie der D2700 mit 2,1 GHz Takt und einer TDP von 10 Watt für Nettops und preiswerte Officesysteme. Einzeln zu erwerben sind diese Prozessoren allerdings wie auch die Notebookmodelle nicht. Einige Hersteller werden aber wohl erneut Mainboards mit fest installierter CPU anbieten.

Im Tablet- und Smartphone-Segment tut sich Intel jedoch noch immer schwer. Um gegenüber ARM einen besseren Stand zu bekommen, präsentiert Intel die Medfield-Plattform. Erste Benchmarks von Intel bescheinigen einem Singlecore-Prototypen eine im Vergleich zu ARM-CPUs etwas höhere Performance aber auch einen deutlich höheren Energiebedarf von 3,6 Watt unter Last und 2,6 Watt im Idle. Bis zum Release soll der Energiehunger allerdings noch auf 2 Watt im Idle und 2,6 Watt unter Last reduziert werden. Intel bencht den Prozessor mit dem Caffeinemark 3, wo er sich bei einer Taktfrequenz von 1,6 GHz mit 10.500 Punkten vor Nvidias Tegra 2 mit 7.500 Punkten und Qualcomms Snapdragon MSM8260 (8.000 Punkte) platzieren konnte. Caffeinemark soll allerdings nur schlecht mit Mehrkernprozessoren skalieren, so dass die Ergebnisse nur unter Vorbehalt betrachtet werden sollten.

Intels neue Atom-Prozessoren können nun auch mit DDR3-RAM umgehen und sollen bis zu 28 Prozent schneller arbeiten als die Pine-Trail-Vorgänger. Die bei den Vorgänger-Atoms stark kritisierte integrierte Grafikeinheit taktet nun etwas schneller und soll eine etwas höhere Performance bieten. Gerüchte sprechen von einem PowerVR-Grafikkern wie er beispielsweise auch in Apples ARM-Prozessoren eingesetzt wird. Wer nun allerdings mit glänzenden Augen an mobile Atom-Spiele denkt sollte seine Hoffnungen schnell wieder beerdigen - für aktuelle PC-Spiele wird die Leistung nicht ausreichen.

Dank Rapid Start sollen Netbooks in Zukunft schneller aus dem Schlafmodus erwachen, Smart Connect soll beispielsweise Mails auch während des Schlafmodus herunterladen. Intel bezeichnet die Kombination beider Funktionen als "always on, always connected". Wie schon bei einigen "großen" Notebooks bietet Intel nun auch im Netbook Funktionen für Wireless Display und Wireless Music. Allerdings muss der Hersteller hier bestimmte WLAN-Chips von Intel einsetzen, der Anwender benötigt zudem kompatible Boxen für TV oder Stereoanlage um kabellos Filme oder Musik wiedergeben zu können.

Im Jahr 2013 soll Intel dann auch bei den Atom-Prozessoren auf die 22-nm-Fertigung umsteigen. Eine von Computerbase veröffentlichte Roadmap zeigt dabei sogar Quadcore-Atoms. Diese sollen aber nicht nur in Netbooks sondern auch in Smartphones und Tablets eingesetzt werden können. Intel hofft offenbar, durch die Kombination von 22nm und 3D-Transistoren die Energieaufnahme der kommenden CPUs extrem stark senken zu können.

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Avatar IamRight
IamRight
#1 | 29. Dez 2011, 17:43
Ein Lob an Autor Dennis Ziesecke (nachgereicht auch für die anderen von ihm verfassten Artikel, die ich hier in der letzten Zeit las.)
So sollten News aussehen. Keine Spekulation, sondern Fakten. Wo gemutmaßt wird, wird sofort erklärt.

Danke!

Intel hat den Trend glatt verschlafen. Das wird ihnen noch keine schlaflosen Nächte bereiten, aber wenn sich ARM breit gefächert festgesetzt hat, wird Intel sich teuer in die Geräte "einkaufen" müssen.
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Avatar megahuepfer
megahuepfer
#2 | 29. Dez 2011, 18:11
Zitat von IamRight:
Ein Lob an Autor Dennis Ziesecke (nachgereicht auch für die anderen von ihm verfassten Artikel, die ich hier in der letzten Zeit las.)
So sollten News aussehen. Keine Spekulation, sondern Fakten. Wo gemutmaßt wird, wird sofort erklärt.

Danke!


Unterschreibe ich genauso! Man merkt auch, dass die News direkt viel länger ist.
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Avatar GSF
GSF
#3 | 29. Dez 2011, 18:21
Zitat von IamRight:
Ein Lob an Autor Dennis Ziesecke (nachgereicht auch für die anderen von ihm verfassten Artikel, die ich hier in der letzten Zeit las.)
So sollten News aussehen. Keine Spekulation, sondern Fakten. Wo gemutmaßt wird, wird sofort erklärt.

Danke!

Intel hat den Trend glatt verschlafen. Das wird ihnen noch keine schlaflosen Nächte bereiten, aber wenn sich ARM breit gefächert festgesetzt hat, wird Intel sich teuer in die Geräte "einkaufen" müssen.



ARM ernsthafte Konkurrenz zu machen ist ohnehin unwahrscheinlich schwer, weil es so viele Lizenznehmer und so viel Einsatzbereiche für die Architektur gibt.

Vllt wachsen Intels Chancen im Smartphone- und Tablet-Bereich, wenn die Taktfrequenzen (auch aus Marketingzwecken,siehe vor allem Android) weiter steigen und auch ARM-CPUs zwangsweise anfangen, mehr Strom zu verbrauchen, was bei Smartphones mit 1,2-1,5 Ghz ja schon nicht unerheblich auftritt. Allerdings gibt es auch bei ARM viel Spielraum für Weiterentwicklungen ...

So oder so, einen so etablierten Hersteller zu schlagen wird verdammt schwer, zumal ein Atom eine x86-CPU bleibt, für die, wenn ich mich nicht täusche, jedes mobile Betriebssystem angepasst werden müsste. Vllt liefert Windows 8 hier die Schnittstelle? Mmh.
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Avatar krabbelkoenig
krabbelkoenig
#4 | 29. Dez 2011, 18:40
Bin mal gespannt wie sich der Notebook Markt entwickelt wenn bald auch die ersten ARM Modelle auf den Markt kommen dürften. Gerade für Office Notebooks etc könnte Intel da mit der Windows 8 ARM Unterstützung einiges an Marktanteilen verloren gehen.
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Avatar DrProof
DrProof
#5 | 30. Dez 2011, 09:42
Man möchte glatt weinen dass es noch einen vernünftigen Redakteur außerhalb von Heise und Spiegel gibt... Da merkt man einfach das Dennis Freelancer ist und auch für andere schreibt als nur für Gamestar!
Schön gemacht!
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Avatar Sin-Dee
Sin-Dee
#6 | 30. Dez 2011, 19:16
Dieser Kommentar wurde ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht.
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