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20 Jahre Intel Pentium - Vom Erfolgsmodell zur Sackgasse und zurück

Am 22. März stelle Intel den ersten Pentium-Prozessor vor. der als 5. Generation der x86-Prozessoren auch als P5 bezeichnet wurde.

Von Georg Wieselsberger |

Datum: 23.03.2013 ; 19:45 Uhr


20 Jahre Intel Pentium : Nach den erfolgreichen Intel-Prozessoren der 80386- und 80486-Serie entschloss sich der Hersteller, die 5. Generation seiner CPUs anders zu vermarkten. Der Grund dafür war, dass Konkurrenten ihre Prozessoren ebenfalls mit sehr ähnlichen numerischen Bezeichnungen anboten, wie beispielsweise AMD den Am486. Nummern wie 486 durfte sich Intel allerdings nicht markenrechtlich schützen lassen. So wurde aus dem 80586 der Pentium-Prozessor, wobei das griechische »Pente« für »Fünf« Pate stand und die Endsilbe -ium an Namen von chemischen Elementen erinnert.

Der berühmte Pentium-Bug im Jahr 1994, der bei Divisionen einen Fehler erzeugen konnte, sorgte trotz geringer Praxisrelevanz für viele negative Schlagzeilen und ebenso viel Spott. Ansonsten war der Pentium samt den Nachfolgern Pentium 2 und Pentium 3 ein Erfolgsmodell, auch wenn der Pentium 3 das Rennen um den ersten Prozessor mit 1 GHz Takt gegen AMDs Athlon verlor. Danach veränderte Intel die Chiparchitektur dramatisch mit dem Pentium 4, während die Technik des Pentium 3 nur noch in Mobilprozessoren wie dem Pentium M verwendet und weiterentwickelt wurde.

Letztlich erwies sich aber die Netburst-Architektur des Pentium 4 als Sackgasse, daher kehrte Intel mit den ersten Core-Prozessoren wieder zur bewährten Pentium 3-Technik zurück, die allerdings stark verbessert wurde. Jetzt konnte auch der erstarkte Konkurrent AMD wieder überflügelt werden. Der Markenname Pentium verschwand kurzzeitig zugunsten der Marke »Core«, wurde dann aber als Begriff für Mittelklasse-CPUs wieder aufgenommen. Heute arbeitet eine weit fortgeschrittene Technik auf Basis der Pentium-Prozessoren in den aktuellen Core i-CPUs, während die als Pentium bezeichneten Prozessoren heute nur noch eine Stufe über den »Celeron«-Einsteiger-Modellen einzuordnen sind.

Intel 4004 (1971)
Der erste wirklich universelle Mikroprozessor war der Intel 4004, den die Ingenieure für das japanische Unternehmen Busicom entwickelten und sich die Rechte an dem Chip für nur 60.000 US-Dollar selbst sicherten. Busicom selbst ging in Konkurs, ohne je ein Produkt mit dem Intel 4004 auf den Markt gebracht zu haben.
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Avatar Santa Claws
Santa Claws
#1 | 23. Mrz 2013, 19:54
Mann war der Celeron ein Mistding.
Der Pentium hingegen ein Meilenstein in Intels Historie.
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Avatar und wenn ja wie viele
und wenn ja wie viele
#2 | 23. Mrz 2013, 19:57
Ich finds wahnsinn wie klein der Intel Atom ist. Leistungstechnisch bei der Größe bewundernswert.
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Avatar Tordik
Tordik
#3 | 23. Mrz 2013, 20:06
Zitat von Santa Claws:
Mann war der Celeron ein Mistding.
Der Pentium hingegen ein Meilenstein in Intels Historie.

Awas, ich fand den super, nachdem ich damals von der Cyrix-Krücke gewechselt bin - Topware hat mir damals extra nen Patch für JA2 auf Diskette geschickt, nachdem die CPU Probleme machte... das war noch Support. :D
Mein Celeron 500 lief Jahre lang problemlos durchgehend übertaktet und hat gute Dienste für den Preis geliefert.
Die Zeit danach war ich aber auch kein wirklicher Intel-Fan; 3 AMDs waren an der Reihe, bis ich zum Core2Duo gewechselt bin und seitdem glücklich bei der Reihe geblieben bin. Was Leistung und Effizienz angeht, kann ich an AMD keine Freude mehr finden.
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Avatar FrostByteGER
FrostByteGER
#4 | 23. Mrz 2013, 20:13
Mein guter alter Pentium 4 :D Hat mir Jahre lang treue Dienste geleistet!
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Avatar Cd-Labs: Radon Project
Cd-Labs: Radon Project
#5 | 23. Mrz 2013, 20:14
Zitat von und wenn ja wie viele:
Ich finds wahnsinn wie klein der Intel Atom ist. Leistungstechnisch bei der Größe bewundernswert.

Naja, eigentlich ist der Atom eher ein Beispiel für absolute Ausschlachtung des Marktsegmentes ohne Rücksicht auf Performance/Energieeffizienz!
Die Designformel hinter den Dingern war halt eben nicht einen guten Prozessor mit toller Performance pro Watt zu erschaffen, sondern Dinger, die gerade wegen ihrer Größe so unglaublich BILLIG für Intel sind, dass sie damit ordentlich Gewinnspanne haben!

Daher wurde auch anfangs keine wirklich eigene Architekur für gebaut, sondern nur der Pentium II stark aufgebohrt:
Alles andere hätte aus Intels Sicht zu viel gekostet!

Das führte dann zu solch peinlichen Dingen, wie, dass der erste Atom (unglaublich schwach) drei Watt gezogen hat, der Chipsatz aber NEUN!
Und dass nur, weil Intel ewig alte Fertigung für letzteren genutzt hat, um noch mehr Geld zu spaaren!
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Avatar purpurroter pumpernickl
purpurroter pumpernickl
#6 | 23. Mrz 2013, 20:30
Zitat von Santa Claws:
Mann war der Celeron ein Mistding.
Der Pentium hingegen ein Meilenstein in Intels Historie.


Celerons basieren auch auf der Pentium Architektur. Eigentlich sind/waren sie Pentiums. Die erste Celeron Generation waren P2s ohne L2 Cache und solche Scherze... Dann labelte Intel teildefekte "normale" Pentiums ebenfalls auf Celerons um und konnte so zumindest ein trotzdem noch ein wenig Geld verdienen statt sie auf den Schrott werfen zu müssen.

Keine Ahung warum man sich damals einen Celeron antun hätte sollen. Für teilweise weniger Geld bekam man nen AMD Duron der noch dazu schneller war...

Eigentlich auch schon wieder eine Ewigkeit her... ^^
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Avatar ferrari2k
ferrari2k
#7 | 23. Mrz 2013, 20:38
Mein erster Rechner (P200MMX) läuft heute noch. Inzwischen aber mit einem AMD K6-2 400, für damalige Verhältnisse sauschnell (Die Platine ist von 96/97) ;)
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Avatar Santa Claws
Santa Claws
#8 | 23. Mrz 2013, 20:38
Zitat von FrostByteGER:
Mein guter alter Pentium 4 :D Hat mir Jahre lang treue Dienste geleistet!

Meiner genau 8 Jahre, ums mal auszusprechen.
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Avatar Bredator
Bredator
#9 | 23. Mrz 2013, 21:09
War nach meinem P2-350 lange lange Zeit treuer AMD Fan (vom Thunderbird bis zum Phenom II)... aber mit dem Pfund, das Intel mit Sandy Bridge ausgepackt hat, konnte AMD einfach nicht mehr mithalten. Seit Release auf dem i7 2600K unterwegs und bis heute nicht bereut. Die Leistung ist nach wie vor Top und ich glaube, Haswell kann ich damit auch noch locker überspringen.
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Avatar Eladriel
Eladriel
#10 | 23. Mrz 2013, 21:18
Zitat von Santa Claws:
Mann war der Celeron ein Mistding.
Der Pentium hingegen ein Meilenstein in Intels Historie.


Der Celeron war einfach wie AMD für den Billig PC markt gemacht. Das man da nicht viel erwarten kann ist klar.
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