AMD64 : Die Befehlsweiterung AMD64 wurde von AMD als Gegenentwurf zu Intels IA-64 entwickelt, das sich auch vier Jahre nach der ersten Vorstellung der damit ausgestatteten Intel Itanium-Prozessoren nicht hatte durchsetzen können. Im Gegensatz zu IA-64 war AMD64 eine Erweiterung der bekannten x86-Prozessoren, auf denen herkömmliche 32-Bit-Software weiterhin problemlos eingesetzt werden konnte.

Nachdem die neuen AMD64-CPUs als Opteron für Server ab April 2003 erhältlich waren und von den Kunden und vor allem von Microsoft gut aufgenommen wurden, lizenzierte Intel die Technik und verbaute sie in eigenen Prozessoren, nennt sie dort allerdings EM64T oder Intel 64.

Seit auch weit verbreitete Betriebssysteme wie Windows, Mac OS X und Linux und Hardware-Treiber die 64-Bit-Erweiterungen unterstützen, sind auch für normale PC-Nutzer Systeme mit mehr als 4 GByte verbautem Arbeitsspeicher kein Problem mehr. Es dürfte noch einige Zeit dauern, bis die nun geltende Grenze von 256 TByte für adressierbaren Arbeitsspeicher nicht mehr ausreicht.

AMD Am486 (1974)
Der AM9080 kam 1974 auf den Markt und war ein nicht lizensierter Klon von Intels 8080-Prozessor, einer 8-Bit-CPU die mit sagenhaften 2 MHz Taktfrequenz arbeitete und als erster universell einsetzbarer Mikroprozessor gilt. Erst 1982 bekam AMD die offizielle Lizenz von Intel, da IBM den Intel 8080 im IBM-PC verwenden wollte und IBMs Firmenpolitik mindestens zwei verschiedene Lieferanten für die Chips vorschrieb. Unter dem gleichen Lizenzabkommen entstand auch AMDs folgender Am286-Prozessor, eine Kopie von Intels 80286-CPU. (Bild: Konstantin Lanzet, GNU FDL)