AMD-Prozessoren : Wie Sweclockers meldet, plant AMD die Vorstellung der neuen Prozessoren AMD FX-9000 und AMD FX-8770 auf der E3. Laut der Meldung soll der FX-8770 mit 4,6 GHz Grundtakt antreten, der FX-9000 soll sogar 4,8 GHz schnell sein und im Turbo-Modus 5 GHz erreichen. Diese Geschwindigkeit soll AMD aber angeblich auch für den FX-8770 garantieren.

Daran, dass AMD Modelle mit 5 GHz Takt plant, gibt es kaum Zweifel, da Gigabyte auf der Computex mit dem GA-990FXA-UD7 bereits ein Mainboard präsentierte, das diese CPUs explizit unterstützt. Für die Verwendung dieser beiden neuen CPUs scheint ein neues Mainboard unbedingt notwendig zu sein, denn die TDP der Prozessoren soll bei 220 Watt liegen. Dementsprechend besitzt das Gigabyte-Mainboard auch eine 8+2-Phasen-Stromversorgung für CPUs mit hoher TDP.

Bis auf die Taktraten und die hohe TDP scheint sich bei den neuen Prozessoren nichts geändert zu haben. Die CPU-Module verwenden wie der AMD FX-8350 die aktuelle Vishera-Technik mit 32-Nanometer-Strukturen, 4 x 2 MByte L2-Cache und 8 MByte L3-Cache.

Update: AMD hat auf der E3 tatsächlich den ersten Prozessor mit 5 GHz vorgestellt. Die Gerüchteküche lag nur knapp neben den tatsächlichen technischen Daten, soweit sie AMD nun bekanntgegeben hat. Der AMD FX-9590 entspricht dem in den Spekulationen genannten FX-9000, während der ebenfalls neue AMD FX-9370 maximal 4,7 GHz schnell ist. In beiden Fällen handelt es sich um die Frequenz des Turbo Core-Modus. Zu der angeblich hohen TDP hat AMD noch keine Angaben gemacht. Die neuen CPUs der FX-9000-Serie sind nicht für den Handel, sondern für Hersteller von PC-Systemen gedacht, die dann auch entsprechend passende Mainboards und Kühlungen verbauen.

AMD Am486 (1974)
Der AM9080 kam 1974 auf den Markt und war ein nicht lizensierter Klon von Intels 8080-Prozessor, einer 8-Bit-CPU die mit sagenhaften 2 MHz Taktfrequenz arbeitete und als erster universell einsetzbarer Mikroprozessor gilt. Erst 1982 bekam AMD die offizielle Lizenz von Intel, da IBM den Intel 8080 im IBM-PC verwenden wollte und IBMs Firmenpolitik mindestens zwei verschiedene Lieferanten für die Chips vorschrieb. Unter dem gleichen Lizenzabkommen entstand auch AMDs folgender Am286-Prozessor, eine Kopie von Intels 80286-CPU. (Bild: Konstantin Lanzet, GNU FDL)