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Apple - iOS-Chef muss Stuhl räumen

Apple zieht nach dem Desaster um die fehlerbehaftete iOS-6-Karten-App nun personelle Konsequenzen. Apple-Chef Tim Cook entlässt den iOS-Verantwortlichen.

Von Tom Loske |

Datum: 30.10.2012 ; 14:40 Uhr


Apple : Kuriositäten wie diese Seekrankheit hervorrufende Brücke gibt es in Apple-Maps zuhauf. Kuriositäten wie diese Seekrankheit hervorrufende Brücke gibt es in Apple-Maps zuhauf. Die neue Version von Apples mobilem Betriebssystem iOS 6 brachte viele Neuerungen mit sich. Eine der auffälligsten ist der Verzicht auf Kartenmaterial von Google und die damit komplett neugestaltete Karten-App. Diese hat Apple in Zusammenarbeit mit dem Navigationsgerätehersteller TomTom entwickelt. Offenbar wurde die App jedoch vor ihrer Marktreife veröffentlicht. Der Kartendienst strotzt nur so vor Fehlern.

Wer etwa nach London sucht ohne das Länderkürzel »UK« für United Kingdom mitanzugeben, dem präsentiert die App ein London in Kanada. Dieser Fehler wurde zwar inzwischen bereinigt, dennoch eine Peinlichkeit für Apple. Auch in anderen Metropolen hat sich die Firma aus Cupertino Patzer geleistet. Etwa bei der Hauptstadt der Ukraine, Kiev, welche in der App falsch geschrieben wird. Oder wer sich in Chicago über die örtlichen Wolkenkratzer informieren möchte, der sollte mit etwas Skepsis an die Sache herangehen. So wurde der Sears Tower, ehemals das höchste Gebäude der Welt und Wahrzeichen der Stadt, falsch gekennzeichnet.

Scott Forstall war als Manager der iOS-Software für den misslungenen Start verantwortlich. Daher blieb Steve Jobs Nachfolger Tim Cook keine andere Wahl als den langjährig bei Apple tätigen Manager zu entlassen. Seine Nachfolge tritt der Mac-OS-X-Verantwortliche Craig Federighi an, der von nun an Mac OS als auch iOS verantwortet. Aufgrund der steigenden Nutzerzahl der iOS-Plattform haben sich die beiden Betriebssysteme in den letzten Jahren ohnehin immer mehr angenähert. Ebenso wird der Chef der Apple-Stores John Browett das Unternehmen verlassen. Noch ist nicht klar wer in Zukunft dieses Geschäftsfeld übernehmen wird.

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Avatar GhostWarrior
GhostWarrior
#1 | 30. Okt 2012, 14:45
Eine gute Nachricht
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Avatar Shieky
Shieky
#2 | 30. Okt 2012, 14:47
Irgendwie mies das der Direkt entlassen wurde als Langjähriger Apple-Mitarbeiter, sie hätten ihn auch einfach in eine andere position bringen können ^^
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Avatar Panther
Panther
#3 | 30. Okt 2012, 14:48
Ich habe nirgendwo gelesen das dies der Grund war, also reine Vermutung (eine Vermutung die ich zwar teile, aber trotzdem), Redakteure sollten sowas vlt. erwähnen!

Einerseits schade, da ich einige der skeuomorphischen Designentscheidungen bei iOS liebe, andererseits, ist nun endlich Platz für neue Ideen. iOS hat sich in den letzten Jahren ja kaum verändert was das Design betrifft.
Außerdem mit Ive als iOS Designer, huihui. Ich bin gespannt.
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Avatar Tim13332
Tim13332
#4 | 30. Okt 2012, 14:54
Dieser Kommentar wurde ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht.
Avatar rocket_2005
rocket_2005
#5 | 30. Okt 2012, 14:55
Der Zerfall des Geistes hat langsam auch die Schöpfer selbst erreicht ;)
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Avatar KingLamer
KingLamer
#6 | 30. Okt 2012, 14:56
Google & MS haben sicher schon ein angebot an die beiden unterbreitet. einfacher geht industriespionage nicht. :p
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Avatar megahuepfer
megahuepfer
#7 | 30. Okt 2012, 15:06
Gute Entscheidung. Forstall hat sich mit iOS 5 und 6 nur sehr vorsichtig weiter nach vorne bewegt und dabei fast nur an Spielereien gedacht. Die Maps-App hätte er nicht auf Biegen und Brechen rausbringen sollen, sondern lieber nochmal ein halbes Jahr testen und fixen.
Jobs hätte den Verantwortlichen öffentlich niedergemacht und sofort entlassen.

Das Federighi jetzt für OSX und iOS verantwortlich ist, macht die Sache umso mehr interessant. Die nächste Generation der Betriebssysteme wird wohl noch mehr zusammenwachsen.

Ganz interessant ist auch noch der Benchmark des neuen iPad4:
http://www.giga.de/tablets/ipad-4/news/ipa d-4-benchmarks-zeigen-deutlichen-performancezu wachs/
Der Wert kratzt schon am ersten Macbook Air und es lässt das 17' Powerbook aus dem Jahr 2006 mit 1,67 GHz hinter sich. Man stelle sich die ganzen Softwaremöglichkeiten vor..
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Avatar Saschisch
Saschisch
#8 | 30. Okt 2012, 15:11
Bin aktuell selber im bereich Geocoding zugange ;)

Ich kann es verstehen, dass, wenn man eigenes Material, Fehler zu sehen sind ;) Ist keine einfache Angelegenheit und dafür, dass es eine komplette Umstellung abseits von Bing und Google ist, isses ganz gut gelungen. Nur für eine Firma der Größe muss dringend schnell das gröbste entfernt werden ;)
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Avatar Haakon
Haakon
#9 | 30. Okt 2012, 15:23
Dieser Kommentar wurde ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht.
Avatar SILen(e
SILen(e
#10 | 30. Okt 2012, 15:35
Schlecht geschriebene News, lässt wichtiges aus...

Es stimmt zwar, dass Forstall Schuld an den Problemen mit Siri (in iOS 5) und Maps (iOS 6) ist, dies ist allerdings nicht der alleinige Grund.

Man munkelt bereits ewig, dass Forstall die Atmosphäre innerhalb der "Chefetage" von Apple stört und dass beispielsweise Jonathan Ive (der Produktdesigner) nicht mit Forstall zusammenarbeiten wolle.
Auch von anderen VPs wird dies berichtet.

Forstall ist wohl auch zu einem großen Teil Schuld am übertriebenen Skeuomorphismus in iOS, d.h. die Imitation von Materialien aus der echten Welt in einem Interface, beispielsweise die Ledertextur in diversen Apple-Anwendungen, SAMT NÄHTEN.

Das kommt bei einem Anteil der Nutzer nicht sehr gut an, auch Jonathan Ive missfällt das wohl stark.

Da Forstall für iOS 6 Maps verantwortlich ist und die Atmosphäre bei Apple vergiftet haben soll (und wenn es heißt Forstall oder Ive, dann muss Forstall gehen - Ive ist bei Apple beinahe unantastbar) geht er nun halt.

Ive übernimmt nun eine große Rolle bei der Gestaltung des User Interfaces, womit der Skeuomorphismus wohl der Vergangenheit angehören sollte.

@rob81
Cook will sich kein Gehalt in die Tasche schieben, was hast du bitte für Vorstellungen davon, wie es in einem globalen Konzern abgeht?

@Shieky
Er ist ja erstmal noch beratend tätig (wobei das genau so gut heißen kann, dass er in ein kleines fensterloses Büro im Keller versetzt wurde) - allerdings wäre eine andere Stelle bei Apple gar nicht möglich.
Forstall wurde lange als Nachfolger von Jobs gehandelt, sein Ego ist entsprechend angewachsen und er vergiftet die Atmosphäre - welche Stelle sollte man ihm geben?
Alles was nicht mindestens ein "Vice President of Irgendwas" wäre, würde ihn eh nicht zufriedenstellen und er würde bei nächster Gelegenheit kündigen - aber wenn er einen anderen Vice President Posten bekäme, dann wäre das Problem von Forstalls negativem Effekt auf andere VPs ja nicht gelöst.



Und dass Browett mit einem Tritt aus dem Unternehmen befördert wurde ist verständlich, der plante ernsthaft Einsparungen bei den Ladengeschäften um sie profitabler zu machen - nur sind die Ladengeschäfte gerade das was Apple von Microsoft und Samsung abhebt - und der Grund warum Microsoft und Apple diese auch so gut es geht imitieren, in den paar Geschäften die sie haben.
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