Bill Gates : In einem fast eine Stunde langen Interview mit Charlie Rose spricht Bill Gates natürlich vor allem über seine Arbeit für die Bill & Melinda Gates Foundation, nimmt aber auch Stellung zu aktuellen Themen, die Microsoft betreffen.

Die Entscheidung des Unternehmens, mit den Surface-Tablets eigene Windows 8-Geräte herzustellen, hält Gates für richtig und glaubt auch nicht daran, dass es Probleme bei Microsoft-Partnern geben wird, die eigene Tablets produzieren. Man könne beides haben, eine große Auswahl an Herstellern und ein paar Flaggschiff-Geräte von Microsoft, die für den »Wow«-Effekt sorgen. Windows 8-Tablets sind für Gates der Grundstein für eine große Veränderung, denn nun sei alles, was bei Tablets und bei PCs beliebt sei, in nur einem einzigen Gerät erhältlich. Das sollte die Ansichten der Menschen verändern.

Obwohl Bill Gates bereits im Jahr 2001 den ersten Tablet-PC präsentiert und dessen Wichtigkeit für die Zukunft erkannt hatte, habe ihn Steve Jobs in diesem Bereich klar übertroffen. Jobs habe das richtige Timing, die bessere Technik und den Blick dafür gehabt, wann man sie einsetzen kann. »Man kann etwas entwickeln, dass beinahe gut genug ist und für alle Zeit vergessen wird, aber das Gerät, dass diese Grenze überschreitet, auch wenn es später war, wird gigantisch«, so Gates. Er selbst sei mit den wenig attraktiven und massiven Tablet-PCs viel zu früh dran gewesen.

Aber nun habe Microsoft wieder etwas, das die Regeln erneut ändern könnte. Die Vorteile von PC und Tablet zu verbinden ist seiner Meinung nach ein zukunftsweisendes Ereignis, egal wie man die Surface-Geräte nun bezeichne. Man müsse aber selbst eines in Händen halten und damit herumspielen, um das verstehen zu können.

Microsoft Surface