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Großbritannien will Alterskennzeichnung für Webseiten - Provider sollen „kindersicheres“ Internet anbieten

Andy Burnham, in der britischen Regierung für Kultur zuständig, will mit dem neuen US-Präsidenten Barack Obama verhandeln, um internationale Regelungen für englischsprachige Webseiten zu erreichen.

Von Georg Wieselsberger |

Datum: 29.12.2008; 14:10 Uhr


Großbritannien will Alterskennzeichnung für Webseiten : Internet Internet Andy Burnham, in der britischen Regierung für Kultur zuständig, will mit dem neuen US-Präsidenten Barack Obama verhandeln, um internationale Regelungen für englischsprachige Webseiten zu erreichen. Das Internet sei ein „recht gefährlicher Platz“ und die Provider müssten Eltern „kindersichere“ Zugänge anbieten können. Ein Mittel sei die Einführung von Alterskennzeichnungen. Kritiker werfen Burnham jedoch vor, Kinderschutz zur vorzuschieben, um beliebige Zensuren vornehmen zu können. So sagte der Minister, dass das Internet als Bereich geplant war, auf den Regierungen keinen Zugriff hätten und dies müsse man sich ganz ernsthaft ansehen. Es gäbe Inhalte, auf die man schlicht "keinen Zugriff haben" dürfe. Dies sei natürlich keine Kampagne gegen freie Meinungsäußerung. Man müsse den Menschen helfen, sicher im sehr komplexen und gefährlichen Internet zu navigieren.

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Avatar Col. Panic
Col. Panic
#1 | 29. Dez 2008, 14:32
Und dann soll jede Seite von einer Zensurstelle^W Prüfkommission bewertet werden?
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Avatar BufferOverrun
BufferOverrun
#2 | 29. Dez 2008, 15:03
Zitat: "[I] [...] Das Internet sei ein „recht gefährlicher Platz“ und die Provider müssten Eltern „kindersichere“ Zugänge anbieten können. [...] [/I]"

Wieso eigentlich "müssen"? Ich finde, die Provider "müssen" in dieser Hinsicht überhaupt nichts. Ich frage mich immer, wieso manche Leute - meist Politiker - so denken... das ist immer mit dem Kopf durch die Wand. Einfach mal die Provider dazu verpflichten, anstatt vielleicht staatlich finanzierte "Schulungen" für Eltern anbieten in denen man lehrt, wie man seine Kinder korrekt an solche Medien ranführt. Bzw. damit auch nicht alleine lässt. (In meinen Augen hat ein "Kind" sowieso noch nichts im Internet verloren. Und wenn es wegen Informationssuche für Schulaufgaben/-projekte oder ähnliches das Internet benötigt, dann sollte man als Elternteil sein Kind eben während dessen "überwachen".)

Das soll jetzt nicht heissen, dass ich eine Altersempfehlung für Webseiten schlecht finde... aber es soll doch bitte auch wirklich bei "Empfehlungen" bleiben. Denn nur allzu schnell rutscht man wieder auf die Zensur-Schiene...
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Avatar Famou$
Famou$
#3 | 29. Dez 2008, 15:57
'Es gäbe Inhalte, auf die man schlicht "keinen Zugriff haben" dürfe.'

Da das Zitat bei "haben" endet kann ich davon ausgehen, dass der Minister es nicht so gesagt hat wie hier suggeriert wird?

Nichts desto trotz gibt es viele Inhalte im Internet, die ich persönlich nicht gutheiße. Trotzdem schreibe ich keinem vor auf was er zugriff haben 'darf'. Allerdings sehe ich auch ein dass die Frage gestellt werden muss wo man die Linie zieht zwischen ungefährlichen aber vielleicht anstößigen und wirklich objektiv gefährlichen Inhalten gezogen wird.
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Avatar raihund
raihund
#4 | 29. Dez 2008, 16:10
Richtig so. Ich kann es einfach nicht begreifen, dass jedes Kind mit zwei Klicks Filme betrachten kann, wo Frauen von acht Männern gleichzeitig ins Gesicht gespritzt wird.
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Avatar Spartan190
Spartan190
#5 | 29. Dez 2008, 16:28
Dann gibt's bestimmt demnächst eine art WSK (Web Selbstkontrolle) ^^ Die Prüft jede Seite und vergiebt ihr 1200 mm² Siegel ^^
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Avatar Zsinj
Zsinj
#6 | 29. Dez 2008, 16:29
und wer kontrolliert das die Kinder dann nur auf das Kinderinternet zugreifen können?
Die Eltern? Das müssen/ sollten sie bisher auch schon, nur tun es die wenigsten.
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Avatar rbue
rbue
#7 | 29. Dez 2008, 16:29
Zitat von Famou$:
'Es gäbe Inhalte, auf die man schlicht "keinen Zugriff haben" dürfe.'

Da das Zitat bei "haben" endet kann ich davon ausgehen, dass der Minister es nicht so gesagt hat wie hier suggeriert wird?

Nichts desto trotz gibt es viele Inhalte im Internet, die ich persönlich nicht gutheiße. Trotzdem schreibe ich keinem vor auf was er zugriff haben 'darf'. Allerdings sehe ich auch ein dass die Frage gestellt werden muss wo man die Linie zieht zwischen ungefährlichen aber vielleicht anstößigen und wirklich objektiv gefährlichen Inhalten gezogen wird.


Diese Passage:

Zitat von :
“There is content that should just not be available to be viewed. That is my view. Absolutely categorical. This is not a campaign against free speech, far from it; it is simply there is a wider public interest at stake when it involves harm to other people. We have got to get better at defining where the public interest lies and being clear about it.”



Na ja, alles schön und gut. Aber:

Wer soll das überprüfen?
Wer entscheidet im Einzelfall?
Wie soll das überhaupt gehen?

Einige Länder haben ja schon die ihrer Meinung nach nicht für die Allgemeinheit (sprich ihre Bürger) geeigneten Themen gesperrt. Das ist dann Zensur. Was der Herr da vorschlägt nennt er bestimmt anders. Ist aber in meinen Augen das Gleiche.

.
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Avatar 4ssaiki
4ssaiki
#8 | 29. Dez 2008, 16:30
Da stellt sich mir erstmal die Frage, was _Kinder_ im Internet "zu suchen" haben.
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Avatar pc-ente
pc-ente
#9 | 29. Dez 2008, 16:37
@Famou$: Im Original wars direkte Rede: "There is content that should just not be available to be viewed.". Wenn man das übersetzt und indirekt wiedergibt, klingt das dann wie im Artikel.
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Avatar BufferOverrun
BufferOverrun
#10 | 29. Dez 2008, 16:46
Zitat von Famou$:
[...]Da das Zitat bei "haben" endet kann ich davon ausgehen, dass der Minister es nicht so gesagt hat wie hier suggeriert wird? [...]

Ich glaube da wurde ein bisschen frei übersetzt. Im Originalartikel habe ich eigentlich nur diesen Satz (Zitat) gefunden, der in diese Richtung geht: "There is content that should just not be available to be viewed."

(EDIT: Falls das nun so wirkt, als würde ich meinen Vorrednern nur alles nachplappern... dem ist nicht so. Ich hab nur extreeeem langsam geschrieben [bin bei der Arbeit :ugly: ], da waren die anderen einfach um einiges schneller als ich :ugly: )

@raihund
Diese zwei Klicks kann das Kind aber auch nur dann ausführen, wenn es uneingeschränkten Zugriff aufs Internet hat.... also liegt meines Erachtens das Problem schon an viel früherer Stelle. (Aber das heisst jetzt nicht, dass ich nicht Deiner Meinung bin.) Ich glaube einfach nur nicht, dass so eine Altersempfehlung im Internet funktioniert. Denn dann müsste man ja alle nicht-englischen Webseiten - die sich eben nicht an diese Regelung halten müssen - komplett sperren. Zusätzlich hierzu sperrt man noch alle "jugendgefährdende" Seiten... wieso richtet man dann nicht gleich eine "Whitelist" ein? :rolleyes:

Übrigens finde ich es heutzutage im TV um einiges schlimmer. Denn da kann ich nicht vorraussagen, ob als nächstes nun ein Duschgel-Werbespot kommt, in dem man bald mehr nackte Haut sieht als in einem 80er Jahre Porno. Aber darüber scheint sich niemand mehr aufzuregen... denn nur die "neuen" Medien sind schlimm. :rolleyes:
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