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YouTube stellt Viacom bloß - Viacom veröffentlicht E-Mails (Update)

Viacom hat YouTube wegen Urheberrechtsverstößen durch User-Videos verklagt, doch nun fügt YouTube der Angelegenheit interessante Details hinzu.

Von Georg Wieselsberger |

Datum: 19.03.2010; 14:14 Uhr


YouTube stellt Viacom bloß : Logo: YouTube Logo: YouTube Viacom hatte geklagt, weil YouTube nach Ansicht des Konzerns nicht genug gegen urheberrechtlich geschütztes Material auf dem Videoportal vorgehe. YouTube steht hingegen auf dem Standpunkt, dass derjenige, der Videos hochlädt, besser darüber informiert sein muss, ob die entsprechenden Rechte vorhanden sind und dafür auch verantwortlich ist.

Es sei für YouTube schwer, jedes Video zu beurteilen und dies sei durch Viacom selbst erschwert worden, wie im YouTube-Blog zu lesen ist. Viacom habe jahrelang durchgehend und heimlich eigene Inhalte auf YouTube platziert und sich dabei gleichzeitig öffentlich über deren Existenz dort beschwert. Es seien nicht weniger als 18 verschiedene Marketing-Firmen mit den Uploads beschäftigt gewesen. Die Videos seien dabei sogar absichtlich verschlechtert worden, um den Eindruck zu erwecken, sie seien eventuell gestohlen.

Es wurden YouTube-Konten mit falschen E-Mail-Adressen eröffnet und teilweise seien die Angestellten für Uploads sogar zu öffentlich nutzbaren Internet-Zugängen bei »Kinko's« gegangen, damit nichts auf Viacom verweise. Gleichzeitig sei es Firmenpolitik von Viacom gewesen, nicht gegen Videos echter YouTube-Nutzer vorzugehen, da diese als Werbung für die eigenen TV-Shows gesehen wurden.Letztlich habe Viacom selbst nicht mehr gewusst, was durch eigenes Handeln auf YouTube zu finden war und was nicht. Man habe die Löschung von selbst hochgeladenen Videos verlangt, nur um die Löschung anschließend wieder rückgängig machen zu lassen. Es sei YouTube daher absolut unmöglich gewesen, zu beurteilen, welche Inhalte rechtmäßig eingestellt worden waren.

Update 21.03.2010

Viacom hat ebenfalls Informationen veröffentlicht, die ihrerseits YouTube nicht gerade in gutem Licht darstellen. Wie The Atlantic berichtet, zitiert Viacom aus einer E-Mail von YouTube-Gründer Steve Chen, in der es heißt: »Wenn man alle potentiellen Urheberrechtsverletzungen entfernen würde… würden Traffic und Verbreitung der Seite auf vielleicht 20 Prozent des aktuellen Wertes sinken«.

Über ein »brandheißes« Video von CNN auf YouTube habe Chen geschrieben: »Was soll schon passieren? Jemand von CNN sieht es? Jemand, der etwas zu sagen hat? Er will es von der Seite entfernt haben, setzt sich mit der CNN-Rechtsabteilung in Verbindung und zwei Wochen später erhalten wir die Aufforderung, das Video zu entfernen – dann entfernen wir es«.

Während Google bereits daran arbeitete, YouTube zu übernehmen, soll Ethan Anderson, der International Business Product Manager von Google Video, erklärt haben: »Ich kann nicht glauben, dass der Kauf von YouTube empfohlen wird… das besteht zu 80% aus illegalen Inhalten«. Der Prozess dürfte mit Sicherheit noch große Wellen schlagen.

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Avatar DerThomas
DerThomas
#1 | 19. Mrz 2010, 14:24
Höhö... "Fail" trifft es wohl ganz gut...
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Avatar Rollora
Rollora
#2 | 19. Mrz 2010, 14:51
Man darf auch "Epic" anklingen lassen
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Avatar 2JZ-GTE
2JZ-GTE
#3 | 19. Mrz 2010, 15:00
Bitte mehr solcher Veröffentlichungen!
Da zeigt sich dann dass viele Firmen solche mafiösen Vorgehensweisen haben, die man sonst nur aus der Tinte von irgendwelchen Groschenroman-Schriftstellern kennt.
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Avatar Eimerraucher
Eimerraucher
#4 | 19. Mrz 2010, 15:08
Tja die bösen Raubkopierer...

So läuft das ab in der feinen Geschäftswelt, lasst euch das eine Lehre sein ihr Kopierschutzverfechter ;)
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Avatar NutsGul
NutsGul
#5 | 19. Mrz 2010, 15:10
Und woher haben die diese Informationen, oder gar beweise? Nicht das ich es nicht glauben würde, da gibts es sicher Firmen die solche Maßnahmen ergreifen. Aber wie will youtube wissen das es stimmt?
Wenn sie extra woanders hingehen oder ander mailadressen benutzen, kan das nie bewießen werden.
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Avatar Eimerraucher
Eimerraucher
#6 | 19. Mrz 2010, 15:19
Ich tippe mal darauf, das IP-Adressen Viacom zugeordnet werden konnten - die haben sicherlich eine Standleitung ;)
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Avatar PCGHGS
PCGHGS
#7 | 19. Mrz 2010, 15:20
Epic Fail!
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Avatar ancalagon
ancalagon
#8 | 19. Mrz 2010, 15:36
hat mal wieder jemand nicht in der PR-Grundvorlesung aufgepasst :ugly:
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Avatar Hatschi18
Hatschi18
#9 | 19. Mrz 2010, 15:39
Zitat von Eimerraucher:
Ich tippe mal darauf, das IP-Adressen Viacom zugeordnet werden konnten - die haben sicherlich eine Standleitung ;)


"Es wurden YouTube-Konten mit falschen E-Mail-Adressen eröffnet und teilweise seien die Angestellten für Uploads sogar zu öffentlich nutzbaren Internet-Zugängen bei »Kinko's« gegangen, damit nichts auf Viacom verweise."

Hm wenn ich mich nicht irre hat Youtube keinerlei Beweise dafür, nur bloße Behauptungen. Sicherlich möglich, andererseits eine starke Unterstellung die in keinster Weise der Realität entsprechen muss.
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Avatar Keksus
Keksus
#10 | 19. Mrz 2010, 15:42
Zitat von Rollora:
Man darf auch Epic anklingen lassen


Das ist ein eindeutiger Ubi Fail.
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