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WLAN-Router - Unsicher durch WPS-Funktion

Die WPS-Funktionen gängiger WLAN-Router kann für Angriffe auf die Verschlüsselung der Funkverbindung genutzt werden. Das US-Cert warnt daher vor der Nutzung von WPS.

Von Dennis Ziesecke |

Datum: 29.12.2011; 13:37 Uhr


WLAN-Router : Viele aktuelle WLAN-Router verfügen über eine WPS-Funktion (Wi-Fi Protected Setup), um die Einrichtung einer verschlüsselten Verbindung zu erleichtern. Ein Fehler in der WPS-Funktionalität sorgt allerdings dafür, dass die Verschlüsselung von fast allen WPS-fähigen Routern problemlos ausgehebelt werden kann.

Im WPS-System gibt es offenbar diverse Sicherheitslücken, die Brute-Force-Angriffe auf die Router ermöglichen. Da so ziemlich jeder aktuell verkaufte WLAN-Router mit aktiviertem WPS ausgeliefert wird, betrifft diese Sicherheitslücke fast jeden WLAN-Nutzer.

Lange Zeit wurde die Verschlüsselung des Funknetzwerkes von vielen Anwendern vernachlässigt. Zu komplizierte Einrichtung und versteckte Optionen im Router hielten vor allem Computer-Einsteiger aber auch Profis von der sinnvollen Einrichtung einer Verschlüsselung ab. Das änderte sich mit der flächendeckenden Verfügbarkeit von WPS-fähiger Hardware. Hier reicht beim "Push-Button-Connect" schon das Drücken eines Knopfes am WLAn-Router und am Client um eine sichere Verbindung zu etablieren - vor allem die Einrichtung von WLAN-tauglichen Druckern und anderen Geräten ohne Hardwaretastatur wurde so stark vereinfacht.

Allerdings gibt es auch die Möglichkeit, sich mittels PIN zu identifizieren - und hier setzen Angreifer an um mittels Brute-Force die Sicherheitsmaßnahmen zu umgehen. Aufgrund eines Designfehlers in der WPS-Implementierung reichen schon rund 11.000 Versuche um die PIN zu erraten - kein Problem also für selbst einfach gestrickte Tools. So dauert ein Authentifizierungsversuch mit einem Brute-Forece-Tool eines Studenten der FH Hagenberg zwischen 0,5 und 3 Sekunden, für alle 11.000 Kombinationen benötigt das Programm zwischen 90 Minuten und 10 Stunden. Da die PIN aber oft schon nach der Hälfte der Zeit gefunden wird, lassen sich WPS-PIns schon in einer überschaubaren Zeit knacken. Einige Router besitzen allerdings Routinen, die solche Brute-Force-Ansätze vereiteln, hier muss der Angreifer unter Umständen etwas länger warten. Wenn der Router es zulässt, sollte WPS daher abgeschaltet werden. Auch das US-Cert (United States Computer Emergency Readiness Team) warnt vor dem Einsatz von WPS und hat eine Sicherheitswarnung herausgegeben.

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Avatar Hatschi18
Hatschi18
#1 | 29. Dez 2011, 13:44
Danke für den Hinweis. Ich benutze allerdings WPS nicht und pflege meine Netzwerke grundsätzlich zu schützen. Schließlich ist im Falle immer der Betreiber der Wlan-Station Schuld wenn er sie nicht verschlüsselt hat.

Werden nicht auch normalerweise die Sicherheitseinstellungen von den Betreibern der Internetprovider eingestellt? So sollte man zumindest meinen.
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Avatar McCoother
McCoother
#2 | 29. Dez 2011, 13:45
Wieso abschalten wenn die Button Sache sicher ist?
So kann man wunderbar ein langes sicheres PW benutzen und trotzdem einfach verbinden..
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Avatar FrozenDozer
FrozenDozer
#3 | 29. Dez 2011, 13:47
Gerade nachgeschaut... Mein Fritz! Router hatte die Option standardmäßig deaktiviert. Ich wusste jedenfalls nicht einmal dass es eine solche Funktion überhaupt gibt. Ich bin zwar recht erfahren mit Netzwerken, aber eine Verbindung zu einem Router herzustellen gehört ja wirklich nicht zu den schwierigeren Aufgaben.
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Avatar Rawoe
Rawoe
#4 | 29. Dez 2011, 13:54
Ist bei mir auf deaktiviert, obwohl, wenn einer bei mir in´s Netzwerk kommt, ist Besuch bei den Nachbarn, die haben nämlich keine Ahnung von Computern. Dann kann ich immer noch mit bösem Gesicht klingeln und mich laut vor deren Tür aufhalten. :-)
Ich mache das Einbinden allerdings grundsätzlich manuell. Wie gesagt, so schwer ist es nicht.
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Avatar Ruff_Ryders88
Ruff_Ryders88
#5 | 29. Dez 2011, 14:06
also ohne WPS aktuell sicherer als mit?
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Avatar Dod
Dod
#6 | 29. Dez 2011, 14:15
Zitat von Ruff_Ryders88:
also ohne WPS aktuell sicherer als mit?


Ohne WPS aber nicht ohne WPA(2).. WPS ist ja nur die automatische Einrichtung auf Knopfdruck, wie es auch in der News steht. WPA(2) ist die Verschlüsselung an sich, die sollte natürlich schon aktiv sein ;) .
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Avatar DrProof
DrProof
#7 | 29. Dez 2011, 14:24
Also die Verbindung über Button heißt bei mir AOSS und mein Router blockt relativ schnell eine Brutforceattacke..
Sicherlich passiert das bei den billigroutern, die mit neuen Verträgen ausgeliefert werden, nicht...
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Avatar Tarsius
Tarsius
#8 | 29. Dez 2011, 14:25
+-------+
| EDIT: |
+-------+
@Fritzbox:

Wenn man WPS über Pin laufen lässt, wird ein Fehlercode zurückgeben. Somit kann man wie bereits gesagt, über BF ansetzten. Fritzbox haben jedoch offenbar von Haus aus einen BF-Schutz. Bei ner fehlerhaften Eingabe wird die Verbindung getrennte, und es Erfolgt ne Sperre von ein paar Minuten. Desto mehr Fehlversuche desto stärker erhöht sich die Wartezeit. Rein rechnerisch zieht sich damit eine BF Attacke fix auf einen unheimlich lange Zeit.

Ebenso dürfe die Push-Button bei den Dinger normalerweise Standard sein. Und hier greift das Problem mit dem Fehlercode net.

Auch dürfte sich das Prob mit nem zukünftigen Firmware-Update beheben lassen. Also alles in allem kein Weltuntergang.

mfg
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Avatar GLaDOS
GLaDOS
#9 | 29. Dez 2011, 14:33
Betrifft mich nicht, benutze auf jedem meiner Router DD-WRT, das hat den WPS Taster in einen WLAN on/off Taster verwandelt. Wozu überhaupt, wäre es für die Hersteller nicht einfacher ein Schritt für Schritt Tutorial den Anleitungen anzuhängen, damit würde man nicht eine Sicherheit auf Kosten einer anderen Sicherheit erkaufen.
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Avatar PhoenxRS
PhoenxRS
#10 | 29. Dez 2011, 14:57
gut zu wissen ... wird gleich mal deaktiviert ... vielen dank gamestar
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