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Apple-Zulieferer Foxconn - Firmen-Vorsitzender vergleicht Arbeiter mit Tieren

Der weltgrößte Auftragshersteller Foxconn und dessen Mutterkonzern Hon Hai kommt aus den negativen Schlagzeilen nicht heraus.

Von Georg Wieselsberger |

Datum: 21.01.2012; 14:01 Uhr


Apple-Zulieferer Foxconn : Immer wieder stand der Auftragshersteller Foxconn, der für fast alle großen Unternehmen produziert, aufgrund von Selbstmorden mehrerer Mitarbeiter und extrem schlechten Arbeitsbedingungen in den Schlagzeilen. Wie Digitaltrends meldet, dürfte sich das auch so schnell nicht ändern. Bei einem Treffen mit Managern erklärte der Aufsichtsratsvorsitzende von Foxconn, dass Hon Hai, der Mutterkonzern, weltweit über eine Million Mitarbeiter hätte. Da Menschen auch Tiere seien, verursache ihm sein Job als Manager von einer Million Tiere Kopfschmerzen, er habe daher auch schon den Direktor des Zoos in Taipeh, Taiwan, nach Tipps gefragt, wie man mit Tieren umgeht.

Ob es sich dabei um einen »Scherz« handelte, der durch die Übersetzung anders klingt als gedacht, ist nicht bekannt, doch laut Digitaltrends sind die Arbeitsbedingungen bei Foxconn alles andere als lustig. In einer Fabrik, die ausschließlich Macbooks, iPhones und iPads für Apple herstellt, schlafen die Mitarbeiter in gerade einmal knapp 13,5 Quadratmeter großen Räumen mit 15 aufeinander gestapelten Betten. Sie atmen beim Reinigen von iPhone-Bildschirmen das nervenschädigende Hexan ein, was bereits durch zitternde Hände bei einigen Mitarbeitern sichtbar sei. Andere Schädigungen wie das Carpal-Tunnel-Syndrom durch sich ständig wiederholende Arbeiten führen wie schwere Verletzungen oder Beschwerden zur Entlassung.

Die Arbeitszeit beträgt 12 Stunden am Tag, sollte Apple jedoch ein neues Produkt vorstellen, sind bis zu 16 Stunden üblich. Während der Autor Mike Daisey die Fabrik besuchte, starb ein Arbeiter nach einer 34-Stunden-Schicht. Rund fünf Prozent der Mitarbeiter, mit denen Daisey sprechen konnte, waren keine Erwachsenen und teilweise sogar nur zwölf Jahre alt. Der Verdienst eines Foxconn-Mitarbeiters liegt übrigens bei rund 250 US-Dollar oder knapp 195 Euro im Monat. Das Anheben des Verdiensts und das Angleichen der Arbeitsbedingungen auf das Niveau der USA würde natürlich die Preise für Apple-Produkte erhöhen als auch die Gewinne von Apple und das Vertrauen der Anleger schmälern, wie Digitaltrends anmerkt.

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Avatar Jan Itor
Jan Itor
#1 | 21. Jan 2012, 14:36
Warum eigendlich "Apple"-Zuliferer? Foxconn fertigt für alle. -.-
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Avatar troublix
troublix
#2 | 21. Jan 2012, 14:36
Überschrift: "Apple-Zulieferer Foxconn"
Erster Satz: "der Auftragshersteller Foxconn, der für fast alle großen Unternehmen produziert"

Toll...
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Avatar Jabor08
Jabor08
#3 | 21. Jan 2012, 14:37
Sind die Arbeitsbedingungen in den Fabriken von Foxconn die für Intel, HP, Dell oder die Konsolenhersteller produzieren besser?
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Avatar »Dragoon«
»Dragoon«
#4 | 21. Jan 2012, 14:37
Bei 1.5 Milliarden Chinesen überrascht es nicht das so mancher abgehobene Manager anfängt Menschen als "Verbrauch-"Ressource anzusehen.
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Avatar Creeb
Creeb
#5 | 21. Jan 2012, 14:37
Zitat von Jan Itor:
Warum eigendlich "Apple"-Zuliferer? Foxconn fertigt für alle. -.-


Seh ich genauso! Hier springt Gamestar auf den "Apple News erzeugen Klicks" Zug auf. Der Einzige Grund warum Apple hier erwähnt wird ist nur blinder Aktionismus um wieder einmal seitenweise Kommentare zu generieren.
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Avatar Aiphares
Aiphares
#6 | 21. Jan 2012, 14:40
weil Apple im Titel Clicks bringt
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Avatar Hackt0r
Hackt0r
#7 | 21. Jan 2012, 14:43
Zitat von Creeb:


Seh ich genauso! Hier springt Gamestar auf den "Apple News erzeugen Klicks" Zug auf. Der Einzige Grund warum Apple hier erwähnt wird ist nur blinder Aktionismus um wieder einmal seitenweise Kommentare zu generieren.


Nicht Gamestar.

Nur Wieselsberger. Und bei ihm ist man es mittlerweile gewohnt.
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Avatar BaSe
BaSe
#8 | 21. Jan 2012, 14:45
Applekäufer sind also indirekt auch Mörder !
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Avatar Mondoshiva
Mondoshiva
#9 | 21. Jan 2012, 14:45
(Karpaltunnelsyndrom oder aber Carpaltunnelsyndrom wenn es denn sein muss)...Die Überschrift ist auch daneben...
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Avatar atheist2901
atheist2901
#10 | 21. Jan 2012, 14:45
Wer bei dieser Nachricht anfängt aufgrund der Formulierung und der Aufmachung an Gamestar rumzukritisieren hat den entscheidenden Punkt der Meldung nicht begriffen!
Wohlstand für den einen kann nur entstehen indem ein anderer ausgebeutet wird. Das war schon immer so. Und da es so weit weg ist, kann jeder sagen, dass es nicht in seiner Hand liegt und sich fein raus halten. Trotzdem hat jeder Blut an seinen Händen. Sitzt ja schließlich jeder an nem Computer. Es geht auch nicht darum, dass jetzt jeder einzelne anfängt was dagegen zu unternehmen. Es reicht schon wenn man sich bewusst ist, dass dafür dass wir etwas haben das für uns selbstverständlich ist, andere mit ihrem Leben bezahlen.
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