Alienware M17x R4

Notebooks   |   Datum: 09.06.2012
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Alienware M17x R4 im Test

Spiele-Notebook so schnell wie Desktop-PC

Mit den derzeit schnellsten Notebook-Bauteilen hat Alienware sein M17x modernisiert. Im Test erreicht das M17x R4 mit Core-i7-CPU und Radeon HD 7970M neue Benchmark-Rekorde.

Von Daniel Visarius, Florian Glaser (Notebookcheck.com) |

Datum: 09.06.2012


Zum Thema » Notebook-Tuning Was lässt sich aufrüsten? » Windows-7-Mobilitätscenter Einfache Notebook-Konfiguration » Notebook-Grafikschummelei Wie AMD und Nvidia tricksen Ab 1.500 Euro verkauft Alienware sein neues 17,3-Zoll-Notebook Alienware M17x R4 . Dafür gehören dann der 2,3 GHz schneller Ivy-Bridge-Vierkerner Core i7 3610QM, 6,0 GByte Arbeitsspeicher und eine Geforce GTX 660M sowie eine 500 GByte große Festplatte und ein Display mit 1600x900 Pixeln zum Lieferumfang.

Im Online-Konfigurator lässt sich das M17x R4 aber kräftig aufrüsten, was den Preis schneller in die Höhe treibt als sie klicken können. Unser Testgerät mit Radeon HD 7970M, 8,0 GByte Arbeitsspeicher, zusätzlicher SSD und Full-HD-Display kostet knapp über 2.100 Euro. Mit dem maximal möglichen Hardwareausbau durchbricht das M17x R4 die 5.000-Euro-Marke! Allerdings nur, weil Alienware absolute Mondpreise aufruft. 16,0 statt 6,0 GByte RAM beispielsweise sollen 240 statt 100 Euro Euro kosten.

Aber bereits mit der uns vorliegenden Konfiguration dürfte das M17x R4 zu einem der bisher schnellsten Spiele-Notebooks überhaupt aufsteigen, gegen das mancher Desktop-PC alt aussieht. Wirklich mobil ist das M17x R4 aufgrund seines hohen Gewichts von über fünf Kilo inklusive Netzteil allerdings nicht.

Alienware M17x R4 : Mit der richtigen Konfigurationsvariante dringt das Alienware M17x R4 in Leistungsregionen vor, die bisher Desktop-PCs vorbehalten waren. An absolute High-End-Rechner kommt aber auch dieses Notebook naturgemäß nicht heran. Mit der richtigen Konfigurationsvariante dringt das Alienware M17x R4 in Leistungsregionen vor, die bisher Desktop-PCs vorbehalten waren. An absolute High-End-Rechner kommt aber auch dieses Notebook naturgemäß nicht heran.

Gehäuse

Im Vergleich zum direkten Vorgängermodell Alienware M17x R3 bleibt das gefällige, futuristische Design so gut wie unangetastet. Wie gehabt ist das Notebook wahlweise in mattem Schwarz (als »Stealth Black« bezeichnet) oder in Rot (»Nebula Red«) erhältlich. Einzig zusätzliche Lüftungsgitter im Gehäuseboden hat der Hersteller der vierten Revision des M17 spendiert.

Alienware M17x R4 : Die Oberfläche hat der Hersteller mit einem hochwertigen Softtouch-Material überzogen. Die Oberfläche hat der Hersteller mit einem hochwertigen Softtouch-Material überzogen. Entsprechend ordentlich fällt auch die Verarbeitung aus. Von einigen wenigen, unsauber geschnitten Kanten abgesehen wirkt das M17x R4 im Test ausgesprochen solide und stabil. Die Gummierung von Displaydeckel und Handballenauflage empfinden wir als angenehm. Offensichtliche Fingerabdrücke verhindert die matte Oberfläche zumindest an der Basis zuverlässig. Dagegen verdreckt das Display sehr schnell, was durch die fehlende Entspiegelung besonders stark ins Auge fällt.

Prozessor & Grafikkarte

Als Prozessoren verwendet Alienware für das M17x R4 ausschließlich Intel-Quad-Core-CPUs aus der Ivy-Bridge-Generation, die im modernen 22-nm-Prozess entstehen (zu erkennen an der 3000er-Modellnummer). Im Online-Shop zur Wahl stehen derzeit der Core i7 3610QM (2,3 GHz), der i7 3720QM (2,6 GHz) sowie der 3820QM (2,7 GHz). Je nach Auslastung können die Chips ihre Taktfrequenz auf bis zu 3,3, 3,6 beziehungsweise 3,7 GHz steigern. Alle drei unterstützen Hyperthreading, und können deshalb acht Aufgaben gleichzeitig bearbeiten. In Spielen bringt das kaum einen Vorteil, in Multimediaanwendungen wie beim Umwandeln von Videos allerdings schon. In unserem Testgerät steckt der mehr als ausreichend schnelle Core i7 3610QM.

Wichtiger als der Prozessor ist für Spieler aber die Grafikkarte. Das Alienware M17x R4 kann als eines der ersten Notebooks AMDs neue Radeon HD 7970M 2,0 GByte aufnehmen, die im aktuellen 28-nm-Prozess entsteht und auf der gleichen, Graphics Core Next genannten Architektur basiert wie die aktuellen Grafikkarten für Desktop-PCs. Technisch ähnelt die HD 7970M bis auf den von 1.000 auf 860 MHz reduzierten Chiptakt einer ausgewachsenen AMD Radeon HD 7870 , die derzeit ab rund 300 Euro erhältlich ist und alle aktuellen Spiele bis zu einer Auflösung von 1920x1080 mit vierfacher Kantenglättung flüssig auf den Monitor bringt. Folglich beschleunigen die 1.280 Shader-Einheiten das Alienware M17x R4 im Test deutlich über das Niveau des Asus G75VW mit Geforce GTX 670M hinaus. Für ein Notebook eine beeindruckende Vorstellung!

Alienware M17x R4 : Zwar hat die Radeon HD 7970M fast die technischen Daten und damit auch die hohe Leistung der hier gezeigten Desktop-Grafikkarte Radeon HD 7870, aber ein Etikettenschwindel bleibt das trotzdem – eine richtige HD 7970 ist noch mal um einiges schneller. Zwar hat die Radeon HD 7970M fast die technischen Daten und damit auch die hohe Leistung der hier gezeigten Desktop-Grafikkarte Radeon HD 7870, aber ein Etikettenschwindel bleibt das trotzdem – eine richtige HD 7970 ist noch mal um einiges schneller.

Für Schwierigkeiten sorgt allerdings AMDs dynamische Umschaltung zwischen der in der CPU integrierten HD-4000-Grafik und der Radeon. Vor allem die dürftige automatische Anwendungserkennung sorgt in rund 60 Prozent von 19 geprüften Spielen dafür, dass statt der Radeon HD 7970M die HD 4000 als Grafikkarte anspringt, entsprechend müde die Performance. Händisch müssen wir dann das jeweilige Spiel im Treiber der Radeon zuweisen – einfach so über eine Taste funktioniert das nicht. Außerdem leistet die Radeon HD 7970M unverständlicherweise weniger, wenn die automatische Grafikumschaltung überhaupt aktiv ist. Erst wenn wir etwa mit Fn+F7 die Umschaltung komplett abschalten und das Notebook neustarten, entfaltet das Alienware M17x R4 seine volle Leistung.

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Avatar Cd-Labs: Radon Project
Cd-Labs: Radon Project
#1 | 09. Jun 2012, 11:05
Alienware regt mich immer unglaublich auf!
Wie kann man nur ein HIGHEND-NOTEBOOK mit Hochglanz-Display als einzige Wahlmöglichkeit anbieten?!
Ich habe seit über zwei Jahren mit einem solchen Display gearbeitet und gespielt und tagsüber muss man ständig die Gardinen vorlassen, um irgendetwas lesen/erkennen zu können!
Von der Arbeit im Freien mal ganz abgesehen.

Dazu kommen noch die unverschämten Preise!

Damit meine ich nicht den Basispreis, sondern die unverschämten Preise für Upgrades:
von 500GB HDD auf 512 GB SSD: 920€ Die beste SSD, die Samsung 830, kostet auf Amazon nur 550€ als Upgrade-Kit mit Unmengen an Extras zur Montage. Alienware verlangt damit fast den Preis von 2 SSDs für eine!

Oder ein Blu-Ray LAUFWEK (Kein Brenner): 110€! Da würde man bei Firmen wie Schenker schon einen Brenner+ eine Killer WLAN-Karte erhalten!


Es ist ja nicht so, dass ichnicht einsehe, dass Design und Verarbeitungsqualität etwas kosten sollten.
Aber das sollte sich in einem hohen Grundpreis und nicht in abnormalen Preisen für Aufrüstungen kennzeichnen!
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Avatar Cd-Labs: Radon Project
Cd-Labs: Radon Project
#2 | 09. Jun 2012, 11:20
Zitat von Bildunterschrift:
Zwar hat die Radeon HD 7970M fast die technischen Daten und damit auch die hohe Leistung der hier gezeigten Desktop-Grafikkarte Radeon HD 7870, aber ein Etikettenschwindel bleibt das trotzdem – eine richtige HD 7970 ist noch mal um einiges schneller.

Das ist KEIN Ettikettenschwindel!
Was sollten denn sonst schon AMD und Nvidia machen?
Die High-End-Desktop-Chips passen einfach nicht in ein Notebook!
Wollt ihr etwa, dass es keine GTX 680m/7970m mehr gibt, sondern nur noch GTX660m/HD 7850?
Das hätte überhaupt keinen Sinn, die stärkste Karte erhält den höchsten Namen und alle anderen werden diesem Nivea angepasst.

Ettikettenschwindel sind meiner Meinung nach eher diese bescheuerten Rebrandings:
Aus der GTX 580m wurde ein GTX 675m und aus der HD 6650 wurde OHNE Änderungen eine HD 7670m! In der Regel werden sie auch zu Preisen verkauft, dass man denken könnte, es wären wirklich "neue" Karten.
Das ist Betrug, verdammt noch mal, und keiner der beiden Anbieter hat sich dabei noch nicht seine Hände schmutzig gemacht!

Euren Einwand halte ich hingegen für absolut überflüssig, denn jeder weiss, dass man eine HD 7970 nicht in ein Notbook quetschen kann!
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Avatar Flashpoint1986
Flashpoint1986
#3 | 09. Jun 2012, 13:45
Falls wer mit dem Gedanken spielt sich ein Alienware Notebook zu holen, rate ich erstmal auf http://dell.awardspace.info/alienware_gutschei n_rabatt_e-value.php gucken was es für Angebote gibt.
Da kommt man meist ein ganzes Stück billiger als wenn man die Upgrades im Konfigurator vornimmt. (100 - 200 Euro Ersparnis)
Und generell würde ich bei AW nichts ab Werk upgraden, das man später ganz leicht selbst machen kann (Festplatte, Ram,...)
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Avatar Woschl
Woschl
#4 | 10. Jun 2012, 00:56
Lieber ein Schenker-Notebook kaufen. Man zahlt weniger und bekommt mehr fürs Geld
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Avatar Mantelhuhn
Mantelhuhn
#5 | 10. Jun 2012, 01:27
Nach 4 Stunden ist dann da aber der Akku leer, dann muss er an die Steckdose... lohnt sich ein Destop mehr
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Avatar morti
morti
#6 | 10. Jun 2012, 01:54
Dieser Kommentar wurde ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht.
Avatar DerThomas
DerThomas
#7 | 10. Jun 2012, 02:28
Zitat von Cd-Labs: Radon Project:
Alienware regt mich immer unglaublich auf!
Wie kann man nur ein HIGHEND-NOTEBOOK mit Hochglanz-Display als einzige Wahlmöglichkeit anbieten?!
Ich habe seit über zwei Jahren mit einem solchen Display gearbeitet und gespielt und tagsüber muss man ständig die Gardinen vorlassen, um irgendetwas lesen/erkennen zu können!
Von der Arbeit im Freien mal ganz abgesehen.

Dazu kommen noch die unverschämten Preise!

Damit meine ich nicht den Basispreis, sondern die unverschämten Preise für Upgrades:
von 500GB HDD auf 512 GB SSD: 920€ Die beste SSD, die Samsung 830, kostet auf Amazon nur 550€ als Upgrade-Kit mit Unmengen an Extras zur Montage. Alienware verlangt damit fast den Preis von 2 SSDs für eine!

Oder ein Blu-Ray LAUFWEK (Kein Brenner): 110€! Da würde man bei Firmen wie Schenker schon einen Brenner+ eine Killer WLAN-Karte erhalten!


Es ist ja nicht so, dass ichnicht einsehe, dass Design und Verarbeitungsqualität etwas kosten sollten.
Aber das sollte sich in einem hohen Grundpreis und nicht in abnormalen Preisen für Aufrüstungen kennzeichnen!

Klasse Beispiel für "First World Problems"^^

Aber stimmt schon, Alienware ist ziemlich überteuert.
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Avatar Alex_McCall
Alex_McCall
#8 | 10. Jun 2012, 05:36
Trotzdem zu teuer ;)
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Avatar Depredator
Depredator
#9 | 10. Jun 2012, 05:52
2100,- Euro und dann ein spiegelendes Display. Geht ja mal garnicht. Und dann diese überzogenen Upgradepreise.
Da gibts die gleiche Konfiguration bei schon angesprochenen Anbietern 400-500 Euro günstiger. Naja...
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Avatar Hatschi18
Hatschi18
#10 | 10. Jun 2012, 07:06
Zitat von Cd-Labs: Radon Project:
Alienware regt mich immer unglaublich auf!
Wie kann man nur ein HIGHEND-NOTEBOOK mit Hochglanz-Display als einzige Wahlmöglichkeit anbieten?!


Weil jemand der ein HIGHEND-NOTEBOOK kauft, dieses auch gepflegt drinnen am Stromkreisanschließt und so der erneute Aufpreis eines entspiegelten Displays nicht nötig ist.

Nein sagst du? Na dann frage ich dich wie du mit den Akkulaufzeiten im freien Spielen willst. Wer auf Mobilität wert legt, der kauft sich ein 15Zoll mit 8 Stunden oder gleich ein Tablet.

Ich kauf mir doch ein kein Ferrari oder Porsche und beschwere mich dann, wenn der Spritverbrauch in 30ziger Zonen höher ist, als der von anderen Autos.
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