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Grafikkarten-Zeitraffer

Das Shader-Zeitalter von DirectX 8 bis 11

Im Jahr 2001 änderte sich die Grafikkartenwelt drastisch. Der ehemalige Branchenprimus 3dfx hatte am 15. Dezember 2000 seine letzte Presseerklärung verfasst und alle Rechte an Nvidia verkauft. Mit dem am 12. November 2000 veröffentlichten DirectX 8.0 stand eine neue Schnittstelle zur Verfügung, die erstmals programmierbare Pixel- und Vertex-Shader unterstützte und die dazu passende Hardware des Jahres 2001 ermöglichte bis dahin ungesehene Effekte in Spielen. Neben dem neuen Platzhirsch Nvidia machte ein Konkurrent namens ATI auf sich aufmerksam.

Von Georg Wieselsberger |

Datum: 14.10.2008


Grafikkarten-Zeitraffer :

DirectX 8

Die im März 2001 erschienene GeForce 3 sichert Nvidia einen Platz in den Geschichtsbüchern, denn die darauf eingesetzte NV20-GPU war der erste DirectX-8-Grafikchip mit programmierbaren Pixel- und Vertex-Shadern.

Grafikkarten-Zeitraffer : NV20 auf der GeForce 3 Ti 200 NV20 auf der GeForce 3 Ti 200

Die GeForce 3 war eine AGP-4x-Karte mit 64 MB Speicher, der mit 460 MHz betrieben wurde. Der Grafikchip lief mit 200 MHz und besaß vier Textur-Pipelines. Nvidia veröffentlichte im Oktober 2001 noch zwei weitere Modelle, die etwas langsamere GeForce 3 Ti 200 und eine deutlich schnellere GeForce 3 Ti 500.

Grafikkarten-Zeitraffer :

Spiele wie Morrowind nutzten die Möglichkeiten beispielsweise für realistischere Darstellungen von Wasser und waren für viele Spieler ein Grund, sich eine der neuen Grafikkarten zu kaufen. Konkurrenten wie Matrox mit dem G400/450 oder auch PowerVR mit dem Kyro/Kyro 2 konnten mit den neuen Karten nicht mithalten.

ATI konnte erst im Oktober 2001 mit einer eigenen Karte zur GeForce 3 aufschließen, dafür beherrschte die Radeon 8500 mit R200-Grafikchip bereits das neue DirectX 8.1.

Grafikkarten-Zeitraffer :

Das mit DirectX 8.1 mögliche Shader-Model 1.4 stellte eine deutlichere Verbesserung zu den von Nvidia unterstützten Möglichkeiten dar. Spiele nutzten jedoch die neuen Fähigkeiten kaum, da diese auf der weiter verbreiteten GeForce 3 nicht darstellbar waren. Nvidia selbst veröffentlichte im April 2002 die GeForce 4, eine weiter entwickelte DirectX-8.1-Version der GeForce 3, die auch die Radeon 8500 klar übertraf. Doch auch die GeForce 4 unterstützte nur Pixel-Shader 1.3 und Vertex-Shader 1.1 und verurteilte damit als Marktführer das Shader-Model 1.4 zu einer Randerscheinung.

Für Verwirrung sorgte Nvidia mit der GeForce-4-MX-Serie. Trotz des Namens waren die deutlich günstigeren Grafikkarten eigentlich Modelle aus der Zeit von GeForce 2 und DirectX 7 und besaßen keine programmierbaren Shader. Spiele-Entwickler John Carmack riet sogar öffentlich vom Kauf dieser Karten ab, sofern man Doom 3 spielen wolle. ATI gab sich vorerst geschlagen und stellte die Entwicklung des GeForce-4-Konkurrenten Radeon 8500 XT ein, denn mit DirectX 9 stand ein neuer Standard in den Startlöchern.

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Avatar Atze-Peng
Atze-Peng
#1 | 14. Okt 2008, 15:01
Netter Artikel aber es wäre wohl sinnvoll gewesen für die Leute mit weniger Ahnung Begriffe wie Shader zu erklären.
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Avatar DanTheManX2
DanTheManX2
#2 | 14. Okt 2008, 15:44
Gut gemacht Gamestar

Hat richtig Spaß gemacht beim durchlesen und das zurückdenken in den alten Zeiten =D
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Avatar Adecius
Adecius
#3 | 14. Okt 2008, 16:03
Tomshardware hat auch einen ähnlichen Artikel erst vor ein paar Tagen online gestellt :)
Sowas les ich gerne :)
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Avatar KingOfTheNordicTwilight
KingOfTheNordicTwilight
#4 | 14. Okt 2008, 17:07
Hab erst Freitag mit einem Arbeitskollegen über die derzeitigen Grafikkarten geredet und gemerkt, wie viel ich verpasst habe.
Habe seit meiner aktuellen GraKa (Geforce 6800GT) den kompletten Hardwaremarkt nicht mehr verfolgt und wusste gar nicht mehr, wie viele Grafikkartengenerationen ich seitdem verpasst habe :D
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Avatar montitan
montitan
#5 | 14. Okt 2008, 17:19
Toller artikel!
aber dass die GTX280 die teuerste Grafikkarte ist, muss ich doch heftigst widerlegen; im Vergleich zu früher sind die high-end grakas ziemlich billig, kann mich noch gut erinnern als die X800 von ATI so an die 800€ gekostet hat, und so viel unterschied kann man wohl nicht einmal der inflation in die schuhe schieben ;-)
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Avatar Adecius
Adecius
#6 | 14. Okt 2008, 17:32
800euro?? Glaub ich irgendwie nicht so wirklich. Es gab mal irgendwelche Geforce mit WaKü für über 800Euro, aber so weit ich mich erinnere keine die für so einen "normal" preis verkauft wurde.
Hach, meine gute alte Erazor X hat mal nur ca 400DM gekostet und war ne Zeit lang das beste aufm markt :)
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Avatar Freischwimmer
Freischwimmer
#7 | 14. Okt 2008, 17:51
Netter Artikel nur das Alky Projekt zur Portierung von DirectX10 auf XP, ist nicht an der Portierung gescheitert, sondern wurde juristisch eingebremst.
lauffähige Betas die aber noch nicht alle Funktionen unterstützten gab es schon nach wenigen Wochen.
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Avatar Georg Wieselsberger
Georg Wieselsberger
#8 | 14. Okt 2008, 17:56
Zitat von Atze-Peng:
Netter Artikel aber es wäre wohl sinnvoll gewesen für die Leute mit weniger Ahnung Begriffe wie Shader zu erklären.


Das Problem ist nur, dass ein solcher Artikel voller Fachbegriffe steckt und wenn ich die alle erklären wollte, hätte ich ein Buch schreiben müssen. Shader sind kleine spezialisierte Recheneinheiten, Pixelshader berechnen Pixel und Farbe, Vertexshader können die Geometrie von Polygonen ändern. Theoretisch müsste ich nun erklären, was Pixel und Polygone sind :)

Wasser war der erste Effekt, der die Vorteile von Shadern jedem darlegte. Es war im Grunde der erste beinahe photorealistische Effekt in Computerspielen.

Zitat von montitan:
Toller artikel!
aber dass die GTX280 die teuerste Grafikkarte ist, muss ich doch heftigst widerlegen;


Das steht so auch nicht im Artikel :) Der GT200 ist aufgrund seiner enormen Anzahl von Transistoren und der 65nm-Bauweise der in der Herstellung teuerste Grafikchip, den es je gegeben hat. Wobei die Grafikkarten bei Erscheinen nun auch nicht gerade billig waren, aber die Aussage im Artikel bezieht sich alleine auf den GT200 selbst.
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Avatar Georg Wieselsberger
Georg Wieselsberger
#9 | 14. Okt 2008, 18:15
Zitat von Freischwimmer:
Netter Artikel nur das Alky Projekt zur Portierung von DirectX10 auf XP, ist nicht an der Portierung gescheitert, sondern wurde juristisch eingebremst.
lauffähige Betas die aber noch nicht alle Funktionen unterstützten gab es schon nach wenigen Wochen.


Die letzte Meldung des Programmierers sagt nur, dass sie nicht in der Lage waren, ihr Ziel zu erreichen. Wenn dahinter rechtliche Probleme stecken würden, wäre es doch seltsam, dass sie dann den Source-Code veröffentlichen dürfen.
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Avatar DarthBubi
DarthBubi
#10 | 14. Okt 2008, 18:46
Also ich kann nur sagen super Artikel! So was solltet ihr öfter auf euere Seite setzen. Zu den Karten kann ich nur sagen, dass ich immer noch eine Geforce 7950 GT mit 512MB im Rechner habe und damit immer noch alle neuern Spiele in Mittleren bis Hohen Details zocken kann! So wie es im Moment aussieht werde ich bei einer neuen Karte wohl gleich eine mit DX 11 kaufen. Die Neuerung, die der bringen wird, sehen sehr interessant aus.
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