Grafikkarten über 300 Euro

Am meisten Leistung bieten Karten über 300 Euro, die brauchen Sie aber nur für das Spielen auf mehreren Monitoren, in sehr hohen Auflösungen und/oder in stereoskopischen 3D. Grafikkarten mit zwei Grafikchips auf einer Platine liefern zwar oft die höchste Leistung, sie können aber aufgrund der fehlenden Unterstützung durch die Entwickler und Treiber nicht in allen Spielen ihr volles Potenzial ausspielen. Zudem sind der unverhältnismäßig hohe Stromverbrauch und das Mikroruckler-Problem trotz großer Fortschritte in den letzten Jahren noch immer Kritikpunkte an Multi-GPU-Lösungen, deshalb empfehlen wir diese hier nicht.

Preis-Leistungs-Tipp Geforce GTX 970

Für rund 320 Euro ist die Geforce GTX 970 trotz der VRAM-Problematik unser Preis-Leistungs-Tipp für Spieler und liefert mehr Spieleleistung als die Radeon R9 290 oder die deutlich teurere Geforce GTX 780 Ti.

Mit Erscheinen der »Maxwell«-GPUs hat Nvidia die Karten im High-End-Bereich neugemischt und bietet mit der Geforce GTX 970 eine wesentlich günstigere Alternative zum Spitzenmodell Geforce GTX 980, die aber in der von uns empfohlenen Variante von MSI dank Übertaktung fast an die Leistung der Geforce GTX 980 herankommt. Daher können wir die GTX 970 trotz des Wirbels um falsche technische Spezifikationen (54 statt 62 ROPs und 1,8 statt 2,0 MByte L2-Cache) noch immer als sehr gute Grafikkarte empfehlen. Nvidias falsche Angaben haben zwar (zurecht) für einen gehörigen Image-Schaden gesorgt, wirken sich aber erst spürbar auf die Performance aus, wenn ein Titel mehr als 3,5 GByte Videospeicher benötigt — was bislang nur in wenigen Spielen und mit extremen Kantenglättungsmodi (8xMSAA) oder in 4K-Auflösung der Fall ist.

Dabei sind Modelle wie die Asus Geforce GTX 970 Strix DC2OC oder die Palit Geforce GTX 970 Jetstream im Desktop-Betrieb häufig sogar komplett lautlos und bleibt auch in anspruchsvollen Spielen sehr leise. Egal ob Multi-Desktop-Setup oder Auflösungen über Full HD mit mehrfacher Kantenglättung - die GTX 970 bietet auch für extrem anspruchsvolle Titel ausreichend Leistung und arbeitet dabei sehr energieeffizient.

Als AMD-Alternative können wir die 330 Euro teure Radeon R9 390 empfehlen. Sie besitzt stolze 8,0 GByte (voll angebundenen) GDDR5-Videospeicher, basiert auf der Hawaii-GPU der ehemaligen Radeon-Flaggschiffe Radeon R9 290(X) und verfügt somit selbst für hohe Auflösungen über ausreichend 3D-Leistung. Allerdings heizt sich der Hawaii-Grafikchip stark auf und verbraucht viel Strom, entsprechend wuchtig fallen die Kühlsysteme der Hersteller aus. Im Hinblick auf die Energieeffizienz und Lautstärke unter Last können es die meisten Modelle der Radeon R9 390 nicht mit den GTX-970-Pendants aufnehmen.

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Nvidia Geforce GTX 970

Leistungs-Tipp Geforce GTX 980

In unserem Test bietet die Geforce GTX 980 mit einem Rechenkern fast dieselbe Leistung wie die Zwei-Kern-Geforce GTX 690 und ist für vergleichsweise günstige 500 Euro zu haben.

Auf dem Game24-Event kündigte Nvidia den neuen »Maxwell«-Chip GM204 an und schickte die Geforce GTX 980 zusammen mit der Geforce GTX 970 auf den Markt. Durch die neue Architektur arbeitet der Maxwell-Chip wesentlich effizienter und erzeugt dadurch mehr Spieleleistung für weniger Strom. Dabei liefert die Geforce GTX 980 in unserem Performance-Rating teilweise identische Ergebnisse zur Dual-GPU-Karte Geforce GTX 690.

Selbst in Auflösungen jenseits von Full-HD und mehrfacher Kantenglättung lässt sich die Leistung der Geforce GTX 980 kaum ausreizen. Ohne anspruchsvolle Bildverbesserungen besitzt das Nvidia-Flaggschiff sogar genug Power für das Spielen in 4K-Auflösung und bleibt dabei im Leerlauf kaum hörbar und selbst unter Volllast angenehm leise. Die TDP bleibt dabei mit nur 165 Watt sogar geringer als bei den Vorgängerserien, sodass die das neue Spitzenmodell auch nur zwei 6-Pin-Stromanschlüsse benötigt.

Das Referenzmodell mit einem Takt von bis zu 1.216 MHz und 4,0 GByte RAM ist ab 500 Euro erhältlich - übertaktete Partnerkarten wie die Asus Geforce GTX 980 Strix DC2OC oder die Palit Geforce GTX 980 Super Jetstream mit alternativen Kühlern und noch höherer 3D-Leistung fallen entsprechend teurer aus.

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Die Geforce GTX 980 ist das neue Flaggschiff der Geforce 900-Serie von Nvidia.

Enthusiasten-Tipp Geforce GTX 980 Ti

Wer auch in 4K-Auflösung aktuelle Titel flüssig spielen will, der braucht enorm viel 3D-Leistung. Genau die bietet die Geforce GTX 980 Ti – zum stolzen Preis.

Nvidias Geforce GTX 980 Ti (670 Euro) nutzt wie die 1.000 Euro teure Geforce GTX Titan X den GM200-Grafikkern, auf Basis der Maxwell-Architektur. Im Vergleich zur TitanX verfügt sie jedoch über weniger Shader (2.816 statt 3.072) und auch der Videospeicher wurde von 12,0 GByte auf immer noch stolze 6,0 GByte halbiert.

In unserem Spiele-Benchmarks muss sich die GTX 980 Ti zwar knapp der TitanX geschlagen geben, allerdings gewinnt die GTX 980 Ti in den übrigen Test-Kategorien. Neben dem günstigeren Preis gibt es die GTX 980 Ti auch flüsterleise. Denn Nvidia verbietet es den Herstellern (im Gegensatz zur Titan X) nicht, GTX-980-Ti-Modelle mit eigenen Kühllösungen auf den Markt zu bringen - die oft deutlich leiser zu Werke gehen als die Referenzdesigns.

Im Vergleich zu AMDs Flaggschiff der Radeon R9 Fury X (700 Euro) arbeitet die GTX 980 Ti in Full HD und WQHD rund zehn Prozent schneller und liegt in 4K mit ihr gleichauf. Diese Werte beziehen sich jedoch auf das Referenzdesign von Nvidia, übertaktete Hersteller-Modelle wie Zotacs Geforce GTX 980 Ti AMP Extreme, EVGAs Geforce GTX 980 Ti SC+ oder MSIs Geforce GTX 980 Ti Gaming 6G setzen sich nochmals deutlicher ab. Außerdem arbeiten diese Karten auch unter Last sehr leise und überzeugen angesichts der extremen Performance mit einer guten Energieeffizienz.

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Zotac Geforce 980 Ti AMP Extreme