Grafikkarten über 300 Euro

Am meisten Leistung bieten Karten über 300 Euro, die brauchen Sie aber nur für das Spielen auf mehreren Monitoren, in sehr hohen Auflösungen und/oder in stereoskopischen 3D. Grafikkarten mit zwei Grafikchips auf einer Platine liefern zwar oft die höchste Leistung, sie können aber aufgrund der fehlenden Unterstützung durch die Entwickler und Treiber nicht in allen Spielen ihr volles Potenzial ausspielen. Zudem sind der unverhältnismäßig hohe Stromverbrauch und das Mikroruckler-Problem trotz großer Fortschritte in den letzten Jahren noch immer Kritikpunkte an Multi-GPU-Lösungen, deshalb empfehlen wir diese hier nicht.

Preis-Leistungs-Tipp Geforce GTX 970

Für nur rund 320 Euro ist die Geforce GTX 970 unser neuer Preis-Leistungs-Tipp für Spieler und liefert mehr Spieleleistung als die Radeon R9 290 oder die deutlich teurere Geforce GTX 780 Ti.

Mit Erscheinen der neuen »Maxwell«-GPUs mischt Nvidia die Karten im High-End-Bereich neu und bietet mit der Geforce GTX 970 eine wesentlich günstigere Alternative zum Spitzenmodell Geforce GTX 980 , die aber in der von uns empfohlenen Variante von MSI dank Übertaktung fast an die Leistung der Geforce GTX 980 herankommt.

Dabei sind Modelle wie die Asus Geforce GTX 970 Strix DC2OC oder die Palit Geforce GTX 970 Jetstream im Desktop-Betrieb häufig sogar komplett lautlos und bleibt auch in anspruchsvollen Spielen sehr leise. Egal ob Multi-Desktop-Setup oder Auflösungen über Full HD mit mehrfacher Kantenglättung - die GTX 970 bietet auch für extrem anspruchsvolle Titel ausreichend Leistung und arbeitet dabei sehr energieeffizient.

Bis auf die Geforce GTX 980 gibt es aktuell keine Grafikkarte mit einem Rechenkern, die mehr Leistung für Spiele bietet und vor allem im Vergleich zu Radeon-Karten im High-End-Bereich so leise und stromsparend arbeitet.

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Nvidia Geforce GTX 970

AMD-Alternative Radeon R9 290X

Mindestens 320 Euro werden für das AMD-Flaggschiff Radeon R9 290X fällig, die zwar nicht ganz an die Leistung der Geforce GTX 970 herankommt, aber aktuell die einzige Radeon-Alternative im High-End-Bereich darstellt. Die Leistung und vor allem auch die Lautstärke der R9 290X ist abhängig davon, welche der beiden Bios-Einstellungen aktiv ist.

Die Radeon R9 290X kann es in unseren Benchmarks selbst mit Nvidias 850 Euro teurer Geforce GTX Titan Black aufnehmen, allerdings schwankt die Leistung je nach gewählter Bios-Einstellung. Im »Uber Mode« taktet die Radeon-Karte mit bis zu 1.000 GHz und nimmt für das Erreichen der maximalen Performance keine Rücksicht auf Stromverbrauch und Lautstärke. Dementsprechend hoch fallen hier die Messwerte aus: Der Lüfter brüllt mit bis zu 8,5 Sone unter Last, der Grafikchip erreicht bis zu 94 Grad Temperatur und der Stromverbrauch steigt stark.

Ist ihnen das zu laut und stromhungrig, können Sie den kleinen Bios-Schalter an der Seite der Platine umlegen und die Karte so im »Quiet«-Modus betreiben. Zwar erreicht die Radeon R9 290X dann durch die gedrosselten Lüfter schneller das Temperatur- und somit auch Taktlimit, verbraucht allerdings auch 100 Watt weniger Strom und dreht mit maximal 3,4 Sone deutlich leiser auf. Insgesamt ist das Referenzmodell durch den Kühler dennoch nicht zu empfehlen, zu hoch sind Temperatur und Lautstärke.

Wie bei der günstigeren Radeon R9 290 sind von der 290X aber ebenfalls Partnerlösungen erhältlich, allerdings mit Aufpreis im Vergleich zur Referenzversion. Hier erhalten Sie etwa mit der rund 330 Euro teuren Sapphire Radeon R9 290X Tri-X eine Grafikkarte mit sehr hoher Spieleleistung, relativ niedrigen Temperaturen und leisem Kühlsystem. Günstigere, aber auch unter Last lautere Partnerkarten von MSI, XFX oder Powercolor sind ab 320 Euro erhältlich.

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AMD Radeon R9 290X

Leistungs-Tipp Geforce GTX 980

Als aktuell schnellste Grafikkarte mit einem Rechenkern bietet die neue Geforce GTX 980 in unserem Test fast dieselbe Leistung wie die Zwei-Kern-Geforce GTX 690 und ist für vergleichsweise günstige 520 Euro zu haben.

Auf dem Game24-Event kündigte Nvidia den neuen »Maxwell«-Chip GM204 an und schickte die Geforce G TX 980 zusammen mit der Geforce GTX 970 auf den Markt. Durch die neue Architektur arbeitet der Maxwell-Chip wesentlich effizienter und erzeugt dadurch mehr Spieleleistung für weniger Strom. Dabei lässt die Geforce GTX 980 in Sachen Leistung sogar das bisherige Spitzenmodell Geforce GTX 780 Ti hinter sich und liefert in unserem Performance-Rating teilweise identische Ergebnisse zur Dual-GPU-Karte Geforce GTX 690 .

Selbst in Auflösungen jenseits von Full-HD und mehrfacher Kantenglättung lässt sich die Leistung der Geforce GTX 980 kaum ausreizen. Selbst für 4K-Auflösung besitzt das Nvidia-Flaggschiff genug Power und bleibt dabei im Leerlauf kaum hörbar und selbst unter Volllast angenehm leise. Die TDP bleibt dabei mit nur 165 Watt sogar geringer als bei den Vorgängerserien, sodass die das neue Spitzenmodell auch nur zwei 6-Pin-Stromanschlüsse benötigt.

Das Referenzmodell mit einem Takt von bis zu 1.216 MHz und 4,0 GByte RAM ist ab 520 Euro erhältlich - übertaktete Partnerkarten wie die Asus Geforce GTX 980 Strix DC2OC mit alternativen Kühlern und noch höherer 3D-Leistung fallen entsprechend teurer aus.

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Die Geforce GTX 980 ist das neue Flaggschiff der Geforce 900-Serie von Nvidia.