3D-Grafik im Wandel der Zeit, Teil 15
Himmel in Spielen
Ein Blick nach oben ist beispielsweise in Skyrim eine Offenbarung. Um eine dichte Atmosphäre zu erzeugen, legen aber auch einige andere Entwickler Wert auf schöne Skyboxen.
Von
Florian Kaindl, Tom Loske
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Datum:
14.07.2012
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Physik in Spielen
Wie es um unsere Stimmung steht, bestimmen viele Faktoren: Stehen wir zum ersten Mal vor diesem Endgegner oder zum fünfzigsten Mal? Gab es heute Schnitzel zu Mittag oder Spinat? Und auch das Wetter hat manchmal großen Einfluss auf unsere Gemütslage. Je nach unserem Charakter macht etwa strahlender Sonnenschein gute Laune, verregnete Nachmittage eher weniger und Gewitter empfinden viele gar als bedrohlich.
Spieleentwickler haben schon früh angefangen, den virtuellen Himmel so zu gestalten, dass er die Stimmung des Spiels unterstreicht oder ihr eine ganz eigene Note gibt. Doom 2 zum Beispiel wäre mit eitel Sonnenschein nur halb so gruslig gewesen, und Base-Jumping in
Just Cause 2
machte ohne vorbeirauschende Wolken keinen Spaß. Zudem ist ein Tag-Nacht-Wechsel aus modernen Rollenspielen kaum wegzudenken. Solche Features lassen die Spielwelt glaubwürdiger erscheinen und ermöglichen es uns, tiefer darin einzutauchen. Darum würdigen wir mit diesem Artikel den oft zu Unrecht wenig beachteten Himmel in Spielen, und betrachten seine Entwicklung im Wandel der Zeit.
Bei einer solch prachtvollen Aurora Borealis fröstelts uns selbst im heimischen Spielezimmer.
Strike Commander (1993)
Origins Strike Commander führt uns praktisch zurück in die Zukunft, die Kampagne des Kampfflugzeugsimulators spielt nämlich im Jahr 2011. Die einstigen Großmächte der Welt sind zerfallen, viele Militärstreitkräfte ersetzt mit Söldnertruppen. In die Rolle eines solchen Söldners nehmen wir Aufträge an, die wir in die verschiedensten Ecken der Welt führen. Neben der sorgfältig inszenierten Story und dem guten Gameplay verschaffte sich Strike Commander damals auch mit der detaillierten Grafik Höchstwertungen. Präsentierten andere Spiele zu dieser Zeit den Himmel oft als einfarbige Tapete, sorgte die RealSpace-Engine mithilfe farblicher Abstufungen zum Horizont und für damalige Verhältnisse toll ausmodellierten Landschaften für ein luftiges Freiheitsgefühl. Um auf modernen Rechnern in den Genuss des Spiels zu kommen, benötigen Sie eine Emulationssoftware wie etwa DOSBox.
Doom 2 (1994)
Wie sein Vorgänger, der schon grafische Maßstäbe setzte, macht auch der First-Person-Shooter Doom 2 Gebrauch von drei verschiedenen Himmelstexturen. Zwar lässt sich die Kamera nur horizontal und nicht vertikal drehen. Das, was trotzdem vom Himmel zu sehen ist, beeinflusst maßgeblich die düstere Atmosphäre des Spiels. So bedrohlich wie der Doom-2-Himmel mit seinen detailreich gestalteten Wolkentürmen und stimmungsvollen Farben wirkt 1994 kaum ein anderer.