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Die besten SSDs für Spieler

Kaufberatung SSDs September 2014

Neben Grafikkarte und Prozessor bringt keine andere Komponente solch einen Leistungsschub wie eine SSD. Wir haben die besten Vertreter in drei Preisbereichen für Sie zusammengestellt.

Von Jan Purrucker, Lucas Manhardt |

Datum: 05.09.2014


Die besten SSDs für Spieler : Kaum eine Komponente beschleunigt das System gefühlt so sehr wie eine Solid State Disk. Kaum eine Komponente beschleunigt das System gefühlt so sehr wie eine Solid State Disk.

Die Zeiten, in denen Solid State Disks ein quasi unbezahlbares Statusobjekt waren sind längst vorbei: Der Preisverfall hält stetig an, einige Modelle fallen bereits unter 40 Cent pro Gigabyte. Ihr Geld ist hier zudem sehr gut investiert, vor allem wenn Grafikkarte und CPU schon auf aktuellem Stand sind und bislang nur herkömmliche Festplatten in Ihrem PC zum Einsatz kommen, lohnt sich der Kauf einer SSD. Die tägliche Arbeit mit dem Betriebssystem sowie Anwendungen werden stark beschleunigt und auch die Ladezeiten von Spielen schrumpfen meist deutlich.

Zum Thema » Daten auf SSDs richtig löschen Anders als bei herkömmlichen Platten » SSD-Festplatte einbauen Schritt-für-Schritt-Anleitung » SSD-Festplatten Wissenswertes über den Flash-Speicher Bei der Schnittstelle setzen die meisten Modelle auf SATA 3, was in der Praxis maximale Datenraten von ungefähr 520 MByte pro Sekunde ermöglicht. Da ein Großteil der verfügbaren SSDs bereits an diesem Limit kratzt, unterscheiden sich SATA-3-SSDs in der Praxis nur sehr wenig voneinander. Gewichtigere Unterschiede sind heutzutage dagegen eher bei Preis, Ausstattung und Garantie zu finden, diese Faktoren geben deshalb oft den Ausschlag für unsere Empfehlungen. Aufgrund ihrer mehrkanaligen Speicheranbindung arbeiten SSDs einer Modell-Reihe mit höherer Kapazität übrigens meist schneller als kleinere Modelle, aber auch das macht sich in der Praxis kaum bemerkbar.

Um die Geschwindigkeitsbegrenzung durch SATA 3 zu umgehen, sind Hersteller wie OCZ oder Plextor bereits vor längerer Zeit teilweise auf PCI Express ausgewichen, womit theoretisch Übertragungsraten von 1.000 MByte pro Sekunde und mehr möglich sind. Diese vor allem bei Grafikkarten übliche Schnittstelle machen sich auch die neuen Standards SATA Express und M.2 (Nachfolger von mSATA) zu Nutze. Erste passende Modelle sind bereits vereinzelt verfügbar, ein M.2-Beispiel ist Samsungs SSD XP941 mit 256 GByte. Sie erreicht laut Hersteller beim Lesen 1.080 MByte und beim Schreiben 800 MByte pro Sekunde und damit ungefähr doppelt so viel, wie mit SATA 3 maximal möglich ist.

Unsere Tests mit PCI Express-SSDs wie der Plextor M6e machen allerdings deutlich, dass momentan nur die wenigsten Praxis-Anwendungen spürbar von einer noch schnelleren Datenübertragung als mit SATA 3 profitieren, außerdem sind die ersten richtig flotten M.2- und SATA-Express-SSDs mit Preisen von einem Euro pro Gigabyte und mehr alles andere als Schnäppchen. Sie können deshalb auch auf längere Sicht problemlos weiter die SATA-3-Modelle aus unseren Empfehlungen nutzen, der Umstieg zu einem Mainboard mit SATA Express/M.2 lohnt sich nur für Technik-Enthusiasten und nicht wegen Geschwindigkeitsvorteilen, die im Alltag wirklich spürbar sind.

SSDs ab 120 GByte:

Preis-Tipp: SanDisk Ultra Plus Notebook 128 GByte

Bereits ab etwa 55 Euro können Sie mit der SanDisk Ultra Plus in die Welt des schnellen Flash-Speichers einsteigen.

Bei SSDs mit einer Kapazität von 64 GByte oder weniger liegen die Preise pro Gigabyte bei 60 Cent oder mehr, da Sie zudem neben dem Betriebssystem nur sehr wenig Platz für Spiele bieten, beginnen wir unsere Empfehlungen erst bei Modellen mit einer Größe von mindestes 120 GByte. Der aktuelle Preis-Tipp in diesem Bereich ist die SanDisk Ultra Plus Notebook für knapp 55 Euro, was einem Preis pro Gigabyte von etwa 40 Cent entspricht. Es gibt die Ultra Plus auch als Desktop-Variante inklusive SATA-Kabel und einem Einbaurahmen, um die 2,5-Zoll-Festplatte in einem 3,5-Zoll-Slot zu montieren, dafür zahlen Sie allerdings zehn Euro Aufpreis. Wenn Sie noch ein SATA-Kabel übrig haben und ein modernes Gehäuse mit 2,5-Zoll-Befestigungsmöglichkeit besitzen, können Sie bedenkenlos zur günstigeren Notebook-Version greifen.

» SanDisk Ultra Plus Notebook 128 GByte im Preisvergleich

Die Speicherchips werden mit winzigen 19 Nanometer Strukturbreite gefertigt.

Preis-Leistungs-Tipp: OCZ Vertex 460 120 GByte

Für etwa 70 Euro bekommen Sie mit der OCZ Vertex 460 eine sehr schnelle SSD, die zudem mit guter Ausstattung glänzt.

OCZ wurde Ende 2013 von Toshiba übernommen, produziert aber weiterhin SSDs unter eigenem Namen. Ein großer Vorteil der Übernahme besteht darin, dass OCZ jetzt auf »hauseigenen« NAND-Flash von Toshiba zurückgreifen kann, was die Produktionskosten senkt. Da OCZ Anfang 2011 seinerseits mit Indilinx einen Controller-Hersteller übernommen hat, kann die Vertex 460 damit praktisch komplett aus einer Hand produziert werden. Dadurch gelingt es der SSD für etwa 70 Euro, unser Preis-Leistungs-Tipp bei den Modellen mit 120/128 GByte zu sein, zumal der faire Preis mit hoher Leistung und guter Ausstattung gepaart wird. Im Lieferumfang ist nicht nur eine Lizenz für die Klon-Software Acronis True Image HD, sondern auch ein Adapterrahmen enthalten, mit dem Sie die SSD in den Schacht einer normalen 3,5-Zoll-Festplatte fixieren können. Die Garantiezeit fällt mit drei Jahren zwar nicht sonderlich hoch aus, das Gesamtpaket der Vertex 460 stimmt aber dennoch.

» OCZ Vertex 460 120 GByte im Preisvergleich

Wie bei allen modernen SSDs von OCZ verwendet auch die Vertex-460-Serie Toshiba-Speicherchips mit 19 Nanometer Strukturbreite.

Leistungs-Tipp: Plextor M5 Pro 128 GByte

Plextor verlangt für die M5 Pro mit 85 Euro etwas mehr als viele Konkurrenten, bietet dafür aber auch fünf Jahre Garantie und eine umfangreiche Zusatzsoftware.

Da der Geschwindigkeitsunterschied zwischen SSDs in der Praxis meist vergleichsweise klein ausfällt, ist die Garantielänge mitunter einer der wichtigsten Faktoren, der die Kaufentscheidung beeinflussen kann. Anstatt den standardmäßigen zwei bis drei Jahren bietet Plextor bei der M5 Pro gleich fünf Jahre Garantie. Genau wie beim Preis-/Leistungstipp gehört eine praktische Klon-Software zur Ausstattung, mit der Sie leicht von einer Festplatte auf die SSD umziehen können, die Größe der M5 Pro ist mit 128 GByte aber etwas üppiger als bei der Vertex 460. Die 19-nm-Speicherchips stammen ebenfalls von Toshiba, als Controller kommt aber statt Indilinx-Hardware ein ähnlich bewährtes Marvell-Modell zum Einsatz.

» Plextor M5 Pro 128 GByte im Preisvergleich

Die Plextor M5 Pro kann besonders bei der Ausstattung punkten, denn sie wird mit einem umfangreichen Software-Paket und fünf Jahren Garantie ausgeliefert.
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Avatar Razortec
Razortec
#1 | 18. Mai 2013, 10:05
Ich bin mit der Samsung SSD 840 Pro Series 256 GByte sehr zufrieden und möchte nichts anderes mehr haben und die 5 Jahre Garantie, waren auch ein Kaufkriterium.
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Avatar Vögelchen
Vögelchen
#2 | 18. Mai 2013, 10:05
Zitat von :

Kaum eine Komponente beschleunigt das System gefühlt so sehr wie eine Solid State Disk.

Aus dem "kaum eine" kann man ohne Probleme ein "keine" machen. Wenn man erst einmal eine SSD hat, dann merkt man was einen da eigentlich immer begrenzt hat.
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Avatar mike81
mike81
#3 | 18. Mai 2013, 10:29
Hab seit Anfang des Jahres die 840 Pro 256GB und die ist quasi das Herzstück meines Rechners geworden. Pfeilschnell :)

Hatte vorher ne OCZ Vertex 2, war auch immer sehr zufrieden, die Vertex 4 ist mir dann aber nach nem halben Jahr abgeraucht. Seitdem die Samsung und super zufrieden :)
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Avatar JulianTB
JulianTB
#4 | 18. Mai 2013, 10:57
Könntet ihr vielleicht mal einen Artikel zum Thema RAID und SSD machen?
Da gibt es sicher interessante Möglichkeiten - grade auch was Geschwindigkeit und dennoch Datensicherheit angeht.
Ich selbst habe seit ein paar Monaten ein RAID-0 mit 2 Samsung 840 120GB laufen. Der Unterschied ist allerdings erschreckend gering. Ich hatte mir gerade deutlich geringere Ladezeiten in WoW erhofft - bin dahingehend aber massivst enttäuscht worden. Dafür startet jedes Programm aus der Windowsoberfläche quasi instant.
Aber es gibt sicher einige Dinge, die man beachten sollte bei RAID Systemen. Angefangen dabei, dass die Samsung eigene SSD Software zB dann keine Platten mehr erkennt. Oder: Funktioniert TRIMM dennoch? - Meines Wissens ja, jedenfalls erkennt Windows nach wie vor ein SSD Drive. usw...
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Avatar Tscheff
Tscheff
#5 | 18. Mai 2013, 11:04
Zitat von Razortec:
Ich bin mit der Samsung SSD 840 Pro Series 256 GByte sehr zufrieden und möchte nichts anderes mehr haben und die 5 Jahre Garantie, waren auch ein Kaufkriterium.


Das unterschreibe ich so. Die selbe SSD arbeitet jetzt seid 2 Monaten ohne Probleme in meinem Rechner und das wirklich wahnsinnig schnell. Habs nicht bereut.
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Avatar brainpinker
brainpinker
#6 | 18. Mai 2013, 11:53
Bilde ich mir das nur ein oder werden ssds nicht wirklich billiger, der Artikel kommt mir genauso vor wie der letzte.
Man möge mir meine Unwissenheit verzeihen aber ich hab überhaupt keine Ahnung von ssds.
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Avatar P@InKiLLeR
P@InKiLLeR
#7 | 18. Mai 2013, 12:07
Zitat von Razortec:
Ich bin mit der Samsung SSD 840 Pro Series 256 GByte sehr zufrieden und möchte nichts anderes mehr haben und die 5 Jahre Garantie, waren auch ein Kaufkriterium.



Genau die habe ich auch,256GB sollte man schon haben in den heutigen Zeiten!

64 oder 128GB wären mir Persönlich viel zu klein,ein paar Progs und Spiele und die platten wäre sehr schnell voll!
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Avatar t-6
t-6
#8 | 18. Mai 2013, 12:14
Die Überschrift ist ziemlicher Müll. Von allen relevanten Komponenten ist die SSD/HDD die Komponente, die den geringsten Einfluss auf die Spieleleistung (im Sinne von fps) hat.
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Avatar Cernan02
Cernan02
#9 | 18. Mai 2013, 12:41
Dieser Kommentar wurde ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht.
Avatar JulianTB
JulianTB
#10 | 18. Mai 2013, 12:58
Zitat von t-6:
Die Überschrift ist ziemlicher Müll. Von allen relevanten Komponenten ist die SSD/HDD die Komponente, die den geringsten Einfluss auf die Spieleleistung (im Sinne von fps) hat.

Gut, dass "im sinne von fps" nirgends in der Überschrift steht und sie damit vollkommen richtig ist.
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