Die besten SSDs
Kaufberatung Solid State Disks Mai 2013
Neben Grafikkarte und Prozessor bringt keine andere Komponente solch einen Leistungsschub wie eine SSD-Festplatte. Wir haben die besten Vertreter in drei Preisbereichen zusammengestellt.
Von
Jan Purrucker
|
Datum:
17.05.2013
Kaum eine Komponente beschleunigt das System gefühlt so sehr wie eine Solid State Disk.
Die Zeiten, in denen Solid State Disks ein quasi unbezahlbares Statusobjekt waren, sind endgültig vorbei. Der Preisverfall hat sich in den letzten Wochen und Monaten noch beschleunigt, die meisten Modelle kosten mittlerweile weniger als einen Euro pro Gigabyte. Falls Grafikkarte und CPU in Ihrem System schon auf aktuellem Stand sind, lohnt die Investition in eine SSD am meisten. Besonders die tägliche Arbeit mit dem Betriebssystem und Anwendungen wird so stark beschleunigt, aber auch die Ladezeiten von Spielen schrumpfen meist deutlich.
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Wissenswertes über den Flash-Speicher
Beim Kauf einer Solid State Disk gibt es aber einige Kleinigkeiten zu beachten. Vor allem ältere Gehäuse bieten keine Einbauschächte in dem bei SSDs üblichen 2,5-Zoll-Format (Notebook-Format). Zwar gibt es einige wenige SSDs, die wie die meisten herkömmlichen Festplatten in 3,5-Zoll-Schächte passen, allerdings verschwinden diese Modelle mehr und mehr vom Markt. Falls Ihr Gehäuse also nicht »SSD-ready« ist, wie es manche Hersteller bewerben, achten Sie darauf, dass der Wunschfestplatte ein passender Adapter beiliegt oder Sie einen enstsprechenden Adapterrahmen separat dazu kaufen.
Der SSD-Markt ist dicht gedrängt und unübersichtlich. Die Geschwindigkeitsunterschiede zwischen den unterschiedlichen Modellen sind in den meisten Fällen in den Benchmarks zwar messbar, aber in der Praxis so gut wie nie spürbar. Das gilt aber in erster Linie für SSDs gleicher Größe, denn aufgrund ihrer mehrkanaligen Speicheranbindung arbeiten SSDs mit höherer Kapazität meist schneller (vor allem beim Schreiben) als kleinere Modelle der gleichen Serie.
SSDs bis 100 Euro: Preis-Tipp A-Data SSD Premier Pro SP900 64 GByte
Wer sparen möchte, muss auf den Geschwindigkeitsvorteil von Flashspeicher gegenüber traditionellen Festplatten nicht verzichten. Auf der bereits ab 60 Euro erhältlichen Adata SSD Premier Pro SP900 finden sowohl Betriebssystem als auch einige Programme Platz; Start- und Ladezeiten werden so deutlich verringert.
Wie alle modernen SSDs unterstützt die Adata SSD Premier Pro SP900 auch »Trim«. Der Trim-Befehl (automatisch ab Windows 7) sorgt dafür, dass gelöschte Datenblöcke erkannt und zum Wiederbeschreiben freigegeben werden. Ohne diese Funktion verlangsamen sich mit zunehmender Einsatzdauer die Zugriffszeiten der SSD, wenn Sie Trim nicht manuell ausführen. Die meisten SSDs beherrschen für ältere Betriebssysteme aber auch eine ähnliche interne Funktion (»Garbage Collection«). Die SSD Premier Pro liefert gute Lese- sowie Schreibwerte und zeichnet sich vor allem durch das sehr gute GByte-pro-Euro-Verhältnis aus. Der Preis für die 64 GByte große Festplatte liegt derzeit bei rund 60 Euro.
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Preis-Leistungs-Tipp Samsung SSD 840 Series 120 GByte
Im Gegensatz zu älteren SSDs nutzt die jetzige Generation fast ausschließlich die SATA3-Schnittstelle. Das ermöglicht theoretisch die Übertragung von bis zu 600 MByte pro Sekunde, also der doppelten Datenmenge im Vergleich zu SATA2. Die bereits ab 85 Euro erhältliche
Samsung SSD 840 Series
mit 120 GByte nutzt das schnelle SATA3-Interface. Als Controller kommt Samsungs eigener Triple-Core MDX zum Einsatz, der auch in der teureren SSD 840 Pro-Variante verbaut ist. Allerdings nutzt Samsung bei der SSD 840 erstmals günstigen TLC-Speicher aus hauseigener Fertigung. Der speichert im Gegensatz zur 840 Pro pro Zelle drei statt der bei den üblichen MLC-Chips zwei Bits, was zum einen den Preis senkt, zum anderen aber die Langlebigkeit der Zellen etwas verringert.
Die sehr gute Ausstattung mit 3,5-Zoll-Rahmen sowie umfangreichem Wartungs- und Klon-Tool entspricht der teureren Pro-Variante, die Garantie beträgt aber nur die üblichen drei statt fünf Jahre. Unterm Strich bietet die SSD 840 für 80 Euro viel Geschwindigkeit und Ausstattung pro Euro.
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Leistungs-Tipp SanDisk Ultra Plus 128 GByte
Sandisk nutzt bei der Ultra Plus SSD die aus eigener Produktion stammenden MLC-NAND-Chips. Diese werden mit winzigen 19 Nanometer Strukturbreite gefertigt. Als SSD-Controller kommt der Marvell SS889175 zum Einsatz, der gute Arbeit leistet: Große Dateien liest die Ultra Plus SSD mit 484,5 MByte/s und auch beim sequentiellen Schreiben arbeitet sie mit 423,5 MByte/s blitzschnell. Die Ladezeiten von Spielen sind ebenfalls gut, allerdings arbeiten alle SSD-Modelle (auch etwas ältere) hier fast gleich schnell.
Das Modell mit 120 GByte gibt's schon für 95 Euro. Jedoch spart Sandisk etwas an der Ausstattung. Neben drei Jahren Garantie gehört lediglich ein 3,5-Zoll-Einbaurahmen zum Lieferumfang. Eine Klon-Software zum Übertragen der bisherigen Windows-Partition fehlt ebenso wie weiteres Zubehör.
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