SSD-Marktführer: Samsung SSD 850 Evo

Für die SSD 850 Evo spricht wie schon beim Vorgänger das gute Verhältnis von Euro-pro-GByte. Zusätzlich verbaut Samsung den 3D-V-NAND-Speicher der Pro-Serie und verlängert die Garantiezeit auf fünf Jahre.

Wirklich lohnend ist der Kauf einer der Anfang Dezember 2014 vorgestellten Samsung SSD 850 Evo für Umsteiger von HDDs oder älteren SATA2-Modellen - Besitzer eines der Vorgänger 840 Pro/Evo dürfen aber zugreifen, wenn Sie Ihren SSD-Speicher erweitern möchten. Ansonsten bringt der Umstieg auf den 3D-V-NAND-Speicher keine spürbaren Vorteile. Allerdings löst die SSD 850 Evo preislich den mittlerweile teureren 840-Evo-Vorgänger ab. Derzeit ist die Samsung SSD 850 Evo ab einer Kapazität von 120 GByte für rund 65 Euro zu haben und kostet in der 1.000 GByte-Variante nur noch rund 280 Euro, das sind billige 28 Cent pro Gigabyte. Außerdem bietet Samsung seit Mitte 2015 eine 2,0-TByte-Ausführung an, die bereits auf rund 600 Euro gesunken ist, das heißt für 30 Cent pro GByte verkauft wird. Die 250 GByte-Ausführung ist für 85 Euro erhältlich, die 500 GByte-Variante für rund 150 Euro und beide bieten wie alle Modelle der Serie fünf, statt der meist üblichen drei, Jahre Herstellergarantie.

» Samsung SSD 850 Evo im Preisvergleich

Samsung bietet die SSD 850 EVO wahlweise mit 120, 250, 500, 1.000 und mittlerweile sogar 2.000 GByte Speicherplatz an.

Bis zu 10 Jahre Garantie: Samsung SSD 850 Pro

Die SSD 850 Pro von Samsung verwendet als erste SSD den von Samsung als 3D-V-NAND bezeichneten Speicher, der sparsamer arbeitet als herkömmliche NAND-Speicherzellen und dabei sehr lange haltbar ist.

Mit der SSD 850 Pro ging Samsung einen neuen Weg: Statt wie bisher immer kleinere Speicherzellen herzustellen, hat sich der Aufbau der Chips stark geändert. Samsung ordnet die einzelnen Zellen nämlich nicht mehr wie bei herkömmlichen Chips nebeneinander an, sondern stapelt insgesamt 32 Zellen übereinander.

Da das Platz spart, kann Samsung bei den Zellen selbst die eigentlich schon veraltete 40-Nanometer-Fertigung nutzen. Gegenüber den mit 19 Nanometer Strukturbreite gefertigten Zellen verkraften die 40-nm-Zellen mehr Schreibzyklen. Um die Langlebigkeit der neuen Speicherzellen zu unterstreichen, gibt Samsung zehn Jahre Garantie auf die SSD 850 Pro bei einem täglichen Schreibvolumen von 40 GByte. Allerdings hat das alles seinen Preis und die SSD 850 Pro gehört zu den teuersten SSDs auf dem Markt.

Bereits die 128 GByte-Ausführung kostet 85 Euro, für 256-GByte werden 130 Euro fällig, also aktuell stattliche 66 Cent bzw. 51 Cent pro GByte. Bei den Speichergrößen darüber sinkt der Preis pro Einheit dann immerhin auf 42 bzw. 41 Cent. So kostet die 512 GByte-Platte rund 215, die 1,0-TByte-Version rund 405 Euro. Außerdem gibt es auch die 850 Pro mit 2,0 TByte Speicher, wobei der Preis derzeit auf ca. 860 Euro gefallen ist - das sind 43 Cent pro GByte.

» Samsung SSD 850 Pro im Preisvergleich

Laut dem Marktforschungsinstitut Gartner erwirtschaftete Samsung 2013 rund 30 Prozent des gesamten, weltweiten SSD-Umsatzes.

Geheimtipp: OCZ Trion

Die OCZ Trion entpuppt sich mit Preisen von 30 Cent und weniger pro Gigabyte als Geheimtipp, macht dabei aber Einschränkungen hinsichtlich der Lebensdauer.

Abseits vom Marktriesen Samsung gibt es auch leistungsstarke SSD-Festplatten anderer Hersteller. Als überraschender Geheimtipp geht die OCZ Trion für alle Sparfüchse an den Start, die lieber zu einem anderen Hersteller als Samsung greifen möchten. Die Trion setzt auf TLC Toggle von Toshiba mit der gängigen 19 Nanometer-Strukturbreite statt auf MLC-Speicherzellen und bietet daher zum Beispiel in der 240 GByte-Variante mit nur 60 TBW eine deutlich geringere Lebendsdauer als das Samsung-Modell mit den 3D-V-NAND-Zellen und 150 TBW. Außerdem gibt es nur die üblichen drei Jahre Herstellergarantie, dafür aber den kostenlosen Austauschservice von OCZ, sollte die SSD einmal defekt sein.

Auf der Ebene der Geschwindigkeit gibt es keinen Gewinner, beide Festplatten Lesen und Schreiben mit 550 MB/s bzw. 520 MB/s. Beim Speichervolumen dagegen ist die OCZ-SSD etwas weniger gut ausgestattet, denn die Trion hält wie ihr Vorgänger, die Vector 150, gegenüber der Samsung-Konkurrenz mehr Speicherzellen als Reserve zurück. So ist die Trion nur mit 120, 240, 480 und 960 GByte erhältlich. Der Preis jedoch macht die Trion zum unschlagbaren Geheimtipp: So kostet die 240 GByte-Version derzeit rund 75 Euro - das sind 31 Cent pro GByte - während das Modell mit 480 GByte Speicher bereits für 140 Euro erhältlich ist - also 29 Cent pro GByte. Für 960 GByte Speicher werden sogar lediglich 240 Euro fällig, der Preis bewegt sich damit bei günstigen 25 Cent pro Gigabyte. Lediglich das kleine Modell mit 120 GByte Speicherplatz fällt aus der Reihe: 50 Euro verlangen die Verkäufer für die SSD und damit 42 Cent pro GByte.

Unterm Strich bietet sich die OCZ Trion als theoretisch zwar etwas kurzlebigere, aber sehr günstige Alternative an. Den im Januar veröffentlichten Nachfolger, die Trion 150, empfehlen wir noch nicht. Der Preis liegt immer noch über dem der älteren Trion, wobei das neue Modell außer Speicherchips mit schmaleren 15 Nanometer Strukturbreite keine Unterschiede aufweist.

»OCZ Trion 120GB im Preisvergleich

»OCZ Trion 240GB im Preisvergleich

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»OCZ Trion 960GB im Preisvergleich

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Die OCZ Trion steht in Sachen Geschwindigkeit der Samsung 850 Pro in nichts nach.