Einen 24-Zoll-Monitor für 200 Euro? 26 oder gar 27 Zoll für knapp 300 Euro? Wer genügend Platz auf und einen potenten Rechner unter dem Schreibtisch hat, kommt heutzutage günstig wie nie an riesige Flachbildschirme. In diesem Schwerpunkt Test vergleichen wir zehn Monitore von 24 bis 27 Zoll und stellen vor allem eines fest: Langsame Reaktionszeiten, Schlieren oder fiese Kantenunschärfen sind passé – mit allen TFTs können Sie problemlos spielen, wenn auch nicht immer die schnellsten Shooter. Im GameStar-Labor untersuchen wir mit teuren Messgeräten die Helligkeit, den Kontrast sowie die Schaltzeiten der Monitore. Doch nicht nur die gemessene, sondern auch die subjektive Bildqualität zählt in unserem Test.

Der Sparzwang bei den günstigen Riesen wirkt sich auf die Bildqualität aus. Sämtliche Monitore setzen ein günstiges TN-Panel ein, weil die blickwinkelstabileren und kontraststärkeren IPS- oder MVA-Panels zu viel kosten. Auch bei der Ergonomie hapert es oft: Nur bei der Hälfte des Testfeldes können Sie die Höhe des Monitors verstellen. Vor allem wenn Sie länger vor dem Rechner sitzen, zum Beispiel bei Schlachtzügen in Online-Rollenspielen, sollten Sie auf derartige Details achten und die TFTs mit anderen Hilfsmitteln auf die gewünschte Höhe bringen. Denn nur mit einem optimal ausgerichteten Monitor sitzen Sie wirklich entspannt.

Deutlicher als bei der Spieleleistung fallen die Unterschiede bei der Ausstattung, der Technik und dem Design auf. Die NEC-Modelle üben sich beispielsweise in Understatement, Acer lechzt mit orangenem Fuß dagegen nach Aufmerksamkeit.

Ein nerviger Trend des letzten Jahres scheint wieder abzuebben. Lediglich ein Testgerät hat noch ein spiegelndes Display, alle anderen verwenden matte Oberflächen. In der Spielepraxis wirken die Farben dann zwar nicht so knallig wie mit einem spiegelnden Display, dafür stören aber keine Reflexionen das Bild und die Rollläden dürfen auch mal oben bleiben. Beim Bildformat ist sich das Testfeld meist einig. Fast alle Monitore lösen mit der Full-HD-Einstellung von 1920x1080 auf. Nur die NEC-TFTs nutzen die 16:10-Auflösung 1920x1200 mit mehr Platz in der Höhe, und Acers B273HU hat eine ungewöhnliche Auflösung von 2048x1152 Pixeln (16:9).

Bevor Sie einen großen Monitor mit Full-HD-Auflösung kaufen, denken Sie an die durch die höhere Auflösung steigenden Anforderungen an die Grafikkarte. Im Vergleich zu den 1680x1050 eines 22-Zoll-Modells muss Ihre Grafikkarte rund ein Viertel mehr leisten.

Das richtige Seitenverhältnis

16:10-Auflösungen helfen vorrangig beim Arbeiten, weil sie in der Höhe mehr Platz bieten. Anhand von Battlefield: Bad Company 2 und einem Ausschnitt unserer Server Down Show (jeden Mittwoch auf GameStar.de) zeigen wir Ihnen, wie sich das Bildschirmverhältnis auswirkt und warum Spieler zu einem 16:9-Monitor greifen sollten.

Spieletaugliche Monitore ab 24 Zoll : 16:10: Im Vergleich zu 16:9 haben Sie die gleichen Höheninformationen, können aber die Hütte am linken Bildschirmrand nicht vollständig erfassen. Auch den Baum am rechten Rand des Blickfeldes übersehen Sie im 16:10-Format.

16:10
16:10: Im Vergleich zu 16:9 haben Sie die gleichen Höheninformationen, können aber die Hütte am linken Bildschirmrand nicht vollständig erfassen. Auch den Baum am rechten Rand des Blickfeldes übersehen Sie im 16:10-Format.

Die 10 TFTs im Test

» 1. Platz: Samsung SyncMaster P2770H
» 2. Platz: Asus VK246H
» 3. Platz: NEC MultiSync EA261WM
» 4. Platz: Samsung SyncMaster 2494HM
» 5. Platz: Acer GD245HQ
» 6. Platz: HP Pavilion 2509m
» 7. Platz: LG W2486L
» 8. Platz: Iiyama ProLite B2712HDS
» 9. Platz: Acer B273HU
» 10. Platz: BenQ G2420HDBL

Samsung SyncMaster 2494HM