24-Zoll-Monitore mit 120 und 144 Hz

Monitore mit 120-Hertz-Technik sind besonders für passionierte Spieler interessant, die auch bei extrem schnellen Bewegungen eine flüssige Darstellung benötigen. Während der Unterschied zwischen 60- und 120-Hertz-Monitoren noch verhältnismäßig deutlich ausfällt, ist der Unterschied zwischen 120- und 144-Hertz-Monitoren sehr gering. Damit überhaupt ein Unterschied sichtbar wird, muss Ihr PC im jeweiligen Spiel aber auch 120 Bilder pro Sekunde erreichen. In modernen Titeln ist dafür meist eine sehr starke Grafikkarte nötig. Um die hohe Bildwiederholrate von 120 Hertz und mehr zu erreichen, wird in der Regel ein TN-Panel verwendet. Bislang einzige Ausnahme ist der Eizo Foris FG2421, der ein VA-Panel auf extreme 240 Hertz beschleunigt, dafür aber auch vergleichsweise viel kostet.

Preis-Tipp: AOC g2460Pqu

Der Einstieg in die Welt der extrem schnellen Spieler-TFTs mit 120 und 144 Hertz Bildwiederholrate beginnt bei etwa 280 Euro mit dem AOC g2460Pqu.

Um selbst bei sehr schnellen Bewegungen keine Unschärfe aufkommen zu lassen, verwendet AOC beim unaussprechlich benannten g2460Pqu ein TN-Panel mit einer maximalen Bildwiederholrate von 144 Hertz, was besonders in sehr schnellen Spielen rasante Bewegungen stabiler darstellt als gängige 60-Hz-Panels, allerdings nur wenn der PC im jeweiligen Spiel auch entsprechend viel fps liefert. Da die DVI-Schnittstelle in der traditionellen Single-Link-Variante nicht genug Bandbriete für Full HD und mehr als 60 fps besitzt, müssen Sie den AOC-TFT per beiliegendem Dual-Link-DVI-Kabel anschließen, ein HDMI- und ein Displayport-EIngang sind ebenfalls vorhanden, der 144-Hz-Betrieb klappt aber ausschließlich am DL-DVI-Eingang.

Bei den ergonomischen Einstellungen hat AOC bei dem g2460Pqu nicht gespart. Der Bildschirm kann geneigt, nach links und rechts gedreht, in der Höhe verstellt und per Pivot-Funktion sogar hochkant verwendet werden. Die Pivot-Funktion ist zwar ein nettes Extra, für Spieler aber meistens nutzlos. Abgerundet wird die gute Aus­stattung durch die solide Verarbeitung und die komfortable Bedienung über präzise Taster, dazu gibt es noch eine Steuer-Software für Windows-PCs.

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AOC G2460PQU

Preis-Leistungs-Tipp: BenQ XL2420T

Für 350 Euro bietet der BenQ XL2420T hervorragende Spieleleistung, vielseitige Anpassungsmöglichkeiten und 3D-Vision-Unterstützung.

Für knapp 70 Euro mehr als beim AOC g2460Pqu unterstützt der BenQ XL2420T Nvidias 3D Vision , um Spiele und Filme in stereoskopischem 3D wiederzugeben. Dafür benötigen Sie neben dem Monitor aber zusätzlich ein 3D-Vision-Kit der ersten oder zweiten Generation (etwa 130 Euro). Es gab ursprünglich auch die Variante XL2420TX mit im Gehäuse integrierten Infrarotsender und mitgelieferter 3D-Vision-Brille, diese Version des Monitors ist allerdings nicht mehr verfügbar.

Das TN-Panel des XL2420T stellt maximal 120 Bilder pro Sekunde dar, neuere Geräte wie der AOC g2460Pgu schaffen zwar 144 Hz, das bringt aber keinen sichtbaren Vorteil mehr. Für einen TN-TFT bietet der XL2420T zudem durchweg gute bis sehr gute Bildqualität: Die maximale Helligkeit ist sehr hoch, die Ausleuchtung gleichmäßig und auch die Schwarzdarstellung ist für ein TN-Panel respektabel, wenn auch nicht auf dem Niveau von VA- oder IPS-Panels.

Exzellent ist zudem die Ergongomie und die Bedienung des XL2420T. Angefangen beim sehr flexiblen, aber trotzdem sehr stabilen Standfuß mit Höhenverstellung und Pivot-Funktion bis über die komfortable Bedienung dank neben der jeweiligen Taste eingeblendeten Funktion gibt es nichts zu bemängeln. Der »Game Mode Loader« ermöglicht es zudem, die Einstellungen von Profispielern oder Freunden per Download auf den eigenen Monitor zu übertragen. Dazu gibt es eine Kabelfernbedienung zur einfachen Bedienung des Monitormenüs und dem schnellen Wechsel zwischen vordefinierten, herunter geladenen oder selbst erstellen Profilen. Wer noch etwa 50 Euro drauflegen kann, bekommt beim BenQ XL2720T aber praktisch den identischen Monitor in 27 Zoll, was das Preis-Leistungs-Verhältnis nochmals verbessert.


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Sie können den Benq XL2420T bis zu fünf Grad nach vorne oder bis zu 20 Grad nach hinten neigen, in der Höhe verstellen sowie um 90 Grad drehen.

Leistungs-Tipp: Eizo FG2421

Mit dem stolzen Preis von 500 Euro für nur 23,6 Zoll Diagonale verlangt Eizo für den Foris FG2421 enorm viel Geld – allerdings ist der FG2421 bislang der einzige TFT mit VA-Panel, der mehr als 60 Hertz schafft.

Eizos Foris FG2421 ist extrem teuer, aber auch momentan einzigartig auf dem Markt, denn er setzt statt der bei 120/144-Hz-TFTs bislang ausschließlich eingesetzten TN-Panels auf ein extrem beschleunigtes VA-Panel. Das VA-Panel erreicht zum einen eine Reaktionszeit von unter einer Millisekunde beim Wechsel von Schwarz zu Weiß und zurück. Zum anderen bietet es eine maximale Bildwiederholfrequenz von sogar 240 statt der üblichen 120/144 Hz. Im sogenannten »Turbo-Modus« nimmt der Foris FG2421 ein 120-Hz-Signal entgegen, allerdings leuchten die LEDs der Hintergrundbeleuchtung nur auf, wenn ein neues Bild angezeigt wird und schalten sich dazwischen ab (daher 240 Schaltvorgänge pro Sekunde statt nur 120). Dadurch verhält sich der Eizo mehr wie ein Röhrenmonitor, was Bewegungsunschärfe deutlich reduziert und in der Praxis einen sichtbaren Unterschied macht. Durch die Schwarzphasen zwischen den Bildern sinkt die Helligkeit zwar etwas, bleibt aber trotzdem auf einem guten Niveau.

Die Bedienung des Eizo fällt dank des vielseitigen Standfußes und der beiliegenden Sterungs-Software leicht. Um die Software nutzen zu können, muss lediglich ein USB-Kabel mit dem Monitor verbunden werden. Danach können Sie alle Parameter am Computer ändern.

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Eizo Foris FG2421