AMD Ryzen 7 1700 : Der Ryzen 7 1700 im Test ist mit einem Preis von etwa 330 Euro AMDs günstigster Ryzen-Prozessor mit acht Kernen, allerdings taktet er dafür auch deutlich niedriger als die anderen Ryzen 7-CPUs. Der Ryzen 7 1700 im Test ist mit einem Preis von etwa 330 Euro AMDs günstigster Ryzen-Prozessor mit acht Kernen, allerdings taktet er dafür auch deutlich niedriger als die anderen Ryzen 7-CPUs.

Zum Thema » Core i5 7600K im Test Core i5 oder Ryzen 5? » Ryzen 7 1800X im Test Gelingt AMD das Comeback? » Kaufberatung Prozessoren CPUs für jedes Budget AMD hat in Form des Ryzen 7 1700 im Test einen vergleichsweise günstigen Achtkern-Prozessor mit moderner Zen-Architektur zu bieten. In unseren Spiele- und Anwendungs-Benchmarks muss er sich vor allem mit dem ähnlich teuren Core i7 7700K messen.

Die Intel-CPU i7 7700K verfügt zwar nur über halb so viele Kerne wie der R7 1700, dafür ist sie aber höher getaktet. Das beschert dem i7 7700K im Vergleich mit dem R7 1700 eine etwas höhere thermische Verlustleistung von 91 statt 65 Watt, beiden Prozessoren gemein ist dagegen ein freier Multiplikator, der einfaches Übertakten ermöglicht.

Aufgrund der geringen Taktraten des Ryzen 7 1700 ist das ein potenziell wichtiger Faktor, zumal er sich technisch nur in diesem Punkt nennenswert von den anderen Ryzen-7-CPUs unterscheidet. Sie sind allerdings auch etwa 60 Euro (Ryzen 7 1700X) beziehungsweise 185 Euro (Ryzen 7 1800X) teurer.

Technische Daten

Ryzen 7 1700

Core i7 7700K

Ryzen 7 1800X

Ryzen 7 1700X

Kerne / Threads

8/16

4/8

8/16

8/16

Standard-Takt

3,0 GHz

4,2 GHz

3,6 GHz

3,4 GHz

Turbo-Takt

3,7 GHz

4,5 GHz

4,0 GHz

3,8 GHz

Fertigung

14 nm

14 nm

14 nm

14 nm

L2-Cache

8 x 512 KByte

4 x 256 KByte

8 x 512 KByte

8 x 512 KByte

L3-Cache

2 x 8,0 MByte

8,0 MByte

2 x 8,0 MByte

2 x 8,0 MByte

PCI Express 3.0-Lanes

16 + 4 (SSD) + 4 (Chipsatz)

16

16 + 4 (SSD) + 4 (Chipsatz)

16 + 4 (SSD) + 4 (Chipsatz)

TDP

65 Watt

91 Watt

95 Watt

95 Watt

freier Multiplikator

Ja

Ja

Ja

Ja

ca. Preis

330 Euro

355 Euro

515 Euro

390 Euro

Testsystem

Wie unsere Tests und Nachtests zu Ryzen zeigen, haben relativ viele Faktoren Einfluss auf die (Spiele-)Leistung der neuen AMD-CPUs. Aus diesem Grund führen wir bei Ryzen-Tests häufig Zusatzmessungen durch, so auch im Falle des Ryzen 7 1700.

Grundsätzlich testen wir die CPU unter denselben Bedingungen wie alle anderen Ryzen-Modelle (siehe unter anderem den Test zum Ryzen 7 1700X). Hauptplatine ist also das Gigabyte GA-AX370 Gaming 5 in Kombination mit 16,0 GByte DDR4-2400-RAM und einer Geforce GTX 1080. Neu sind einerseits das BIOS (Version F5 mit Unterstützung von AMDs »Generic Encapsulated Software Architecture beziehungsweise AGESA 1.0.0.4) sowie das Creators Update für Windows.

Um zu überprüfen, ob diese Faktoren die Leistung der Ryzen-CPUs verbessern, haben wir den Ryzen 7 1700 zunächst mit der Vorgänger-BIOS-Version und der Anniversary Edition getestet und anschließend die Leistung mit dem neuesten BIOS sowie mit dem Creators Update ermittelt. Die Unterschiede bei den Messungen bewegen sich allerdings im Rahmen der Messgenauigkeit, daher führen wir sie hier nicht im Detail auf.

Anders sieht es bei den Faktoren Speichertakt und virtuelle Kernverdoppelung aus. Wie Sie im Nachtest des Ryzen 7 1800X sehen können, erhöht sich die Leistung der CPU mit höherem RAM-Takt und bei Deaktivierung der virtuellen Kernverdoppelung in Spielen teilweise deutlich. Um das zusätzliche Potenzial der Ryzen-CPUs zu zeigen, geben wir die entsprechenden Messergebnisse des Ryzen 7 1800X in den Benchmarks stets mit an.

Ein weiterer Aspekt spielt für unsere Tests dagegen keine Rolle: AMD hat inzwischen über seinen offiziellen Chipsatz-Treiber ein neues Energieprofil für Windows 10 mit dem Titel »AMD Ryzen Balanced« hinzugefügt. Es soll mögliche Leistungseinbußen durch das Core Parking zur Energieeinsparung verhindern, wir haben unsere Tests auf Anraten von AMD hin allerdings ohnehin stets mit dem Profil »Höchstleistung« durchgeführt, bei dem dieser Faktor nicht mehr ins Gewicht fällt. Kurze Gegentests mit dem neuen Energieprofil bestätigen, dass es in Sachen Leistung keinen Unterschied macht, in Zukunft führen wir aber stets alle Ryzen-Tests mit dem neuen Profil durch.

AMD Ryzen 7 1700 : Das Energieprofil AMD Ryzen Balanced ist mittlerweile Teil von AMDs Chipsatz-Treiber, es verhindert mögliche Leistungseinbußen durch das Core Parking.

Energieprofil AMD Ryzen Balanced
Das Energieprofil AMD Ryzen Balanced ist mittlerweile Teil von AMDs Chipsatz-Treiber, es verhindert mögliche Leistungseinbußen durch das Core Parking.