Intel Core i3 4330

Prozessoren   |   Datum: 20.09.2013
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Intel Core i3 4330 im Test

Wie schnell sind die Haswell-Dual-Cores?

Nach den Quad-Core-Varianten haben wir mit dem Intel Core i3 4330 nun eine Dual-Core-CPU mit Intels aktueller Haswell-Mikroarchitektur im Test. Sind die günstigen Zweikerner für Spieler eine preiswerte Alternative zu den populären Vierkernern?

Von Florian Klein |

Datum: 20.09.2013


Intel Core i3 4330 : Der Intel Core i3 4330 gehört zu den ersten Zweikern-Prozessoren, die die bei den Quad-Core-CPUs bereits vor einigen Monaten eingeführte Haswell-Architektur nutzen. Der Intel Core i3 4330 gehört zu den ersten Zweikern-Prozessoren, die die bei den Quad-Core-CPUs bereits vor einigen Monaten eingeführte Haswell-Architektur nutzen.

Einige Monate nach den Vierkernmodellen tauchen nun auch die Dual-Core-Varianten von Intels aktuellen Haswell-Prozessoren bei den Händlern auf. Mit dem Intel Core i3 4330 haben wir den zweitschnellsten Haswell-Zweikerner im Test, der ab 130 Euro zu haben ist. Dafür bekommen Sie zwei Kerne mit 3,5 GHz Takt und Hyperthreading sowie eine integrierte HD-4600-Grafikeinheit mit Unterstützung für DirectX 11.1, die für (auch nur etwas anspruchsvollere) Spieler aber nicht schnell genug ist.

Zum Thema » Intel Core i7 4770K im Test Intels vierte Core-i-Generation »Haswell« » Intel Core i5 4670K im Test Die beste Haswell-CPU für Spieler? » Haswell-Grafik HD 4600 im Test Spielen ohne Grafikkarte? Intel Core i3 4330 ab 126,99 € bei Amazon.de Als Basis nutzen die Core-i3s die bekannte Sockel-1150-Plattform mit den Chipsätzen von Intels aktueller 8x-Serie. Zum Start der Dual-Cores mit Haswell-Innenleben bringt Intel drei Modelle als Core i3 4340, Core i3 4330 und Core i3 4130 auf den Markt, dazu kommen zwei (noch nicht erhältliche) Stromsparvarianten, die am angehängten »T« zu erkennen sind (siehe unten stehende Modellübersicht). Intel gibt den T-Varianten zwar die gleiche Modellnummer wie den regulären Versionen, diese sind im Grunde genommen aber eigenständige CPUs, da sie sich nicht nur beim Stromverbrauch, sondern auch beim Takt von den regulären Modellen unterscheiden.

Der Core i3 4330 im Detail

Standardmäßig taktet der Core i3 4330 mit 3,5 GHz und - anders als von Core i5 und i7 gewohnt - bleibt es auch dabei, da Intel den Core-i3-CPUs keine Turbofunktion spendiert. Nur in Ruhephasen sinkt der Takt auf 800 MHz, um Energie zu sparen. Dafür stattet Intel die Core-i3-Prozessoren aber wie die Core-i7-Verwandten mit Hyperthreading aus, sodass der Core i3 4330 vier Aufgaben (»Threads«) gleichzeitig bearbeiten kann. Hyperthreading dient dazu, die Rechenwerke der beiden Kerne in Szenarien besser auszulasten, wo die CPU mehr als zwei Aufgaben gleichzeitig berechnen muss. Im Idealfall holt Hyperthreading bis zu zwanzig Prozent mehr Leistung heraus, ohne dass Intel dafür doppelte Ausführungseinheiten in einen Kern stecken muss.

Modell

Kerne/Threads

Takt (Turbo)

L3-Cache

TDP

freier Multi

Preis

Core i3 4340

2/4

3,6 GHz (-)

4,0 MByte

54 Watt

nein

140 Euro

Core i3 4330

2/4

3,5 GHz (-)

4,0 MByte

54 Watt

nein

130 Euro

Core i3 4330T

2/4

3,0 GHz (-)

4,0 MByte

35 Watt

nein

k. A.

Core i3 4130

2/4

3,4 GHz (-)

3,0 MByte

54 Watt

nein

115 Euro

Core i3 4130T

2/4

2,9 GHz (-)

3,0 MByte

35 Watt

nein

k. A.

Bei den Vierkern-CPUs der Core-i7-Serie nutzt Hyperthreading in Spielen in der Regel nichts, da Spiele sowieso nur in Ausnahmefällen von mehr als vier Kernen beziehungsweise Threads profitieren. Bei Dual-Core-CPUs wie dem Core i3 4330 bringt Hyperthreading dagegen auch in Spielen, die (mittlerweile) häufig mehr als zwei Kerne beziehungsweise Threads nutzen, mehr Leistung. Teilweise ist der Vorteil durch Hyperthreading bei einer Dual-Core-CPU sogar größer als erwartet. Im Test mit Anno 2070 etwa sinkt die Leistung des Core i3 4330 ohne Hyperthreading um annähernd 30 Prozent, dasselbe passiert bei F1 2011 . Der Stromverbrauch für das gesamte Testsystem geht dabei aber ebenfalls um 20 Watt zurück, ein Hinweis auf die schlechtere Auslastung der Recheneinheiten.

Da der Core i3 4330 mit deaktiviertem Hyperthreading eigentlich über praktisch die gleiche Rechenleistung pro Kern verfügt wie ohne, liegt der Leistungsrückgang in den entsprechenden Spielen vermutlich an schlechter Aufgabenverteilung an die vorhandenen Ausführungseinheiten, wenn nur zwei statt vier Threads (trotz identischer CPU-Hardware) zur Verfügung stehen. Spielen Sie mit einer Dual-Core-CPU wie dem i3 4330 daher auf jeden Fall mit aktiviertem Hyperthreading.

Testssystem

Intel Core i3 4330 : Bei den Boxed-Versionen mit Lüfter fällt die Herstellergarantie länger aus als bei den nackten »Tray«-Varianten. Bei den Boxed-Versionen mit Lüfter fällt die Herstellergarantie länger aus als bei den nackten »Tray«-Varianten. Die CPU-Leistung des Core i3 4330 im Test ermitteln wir mit fünf beliebten Spielen. Mit dabei sind Anno 2070 , Batman: Arkham City , F1 2011 , H.A.W.X. 2 sowie Skyrim . Damit die Messergebnisse möglichst wenig von der eingesetzten Nvidia Geforce GTX 680 verzerrt werden, verzichten wir auf Bildverbesserungen wie Kantenglättung oder anisotrope Texturfilterung. Allerdings testen wir die CPU-Leistung stets in hohen Grafikdetails und in den gängigen Auflösungen 1680x1050 und 1920x1080. Mit Minimalgrafik treten zwar die Unterschiede zwischen den CPUs stärker hervor, alltagsrelevant wären die Messungen dann aber kaum mehr.

Spiele-Benchmarks

In den Spiele-Benchmarks schlägt sich der Core i3 4330 dank seiner 3,5 GHz Takt sowie der leistungsfähigen Haswell-Architektur, die viel Leistung pro Kern bietet, durchweg gut und erreicht stets absolut flüssig spielbare Bildwiederholraten. Vom Core i3 3220 als Repräsentant der Dual-Core-Vorgänger mit Ivy-Bridge-Architektur kann sich der Core i3 4330 im Test ein gutes Stück absetzen, was auch dem Taktvorteil von 200 MHz geschuldet ist. Gegenüber den eigenen Vierkern-Verwandten machen sich aber die fehlenden zwei Kerne bemerkbar und der Core i3 4330 zieht trotz 400 MHz mehr Takt selbst gegenüber dem Core i5 3450 (3,1 GHz, vier Kerne) der Vorgängergeneration knapp den Kürzeren – ein weiterer Beleg dafür, dass Spiele mittlerweile fast durchweg von mehr als zwei Kernen profitieren. Auf AMD-Seite muss sich der Core i3 4330 meist nur dem aktuellen Topmodell AMD FX 8350 geschlagen geben, kann diesen aber in F1 2011 mit 75 zu 64 fps (1920x1080) einmal relativ deutlich überholen.

Anno 2070 hohe Details, DX11
1680x1050
1920x1080
Core i7 4960X 3,6 GHz, 6C/12T, S2011
118
108
Core i7 4770K 3,5 GHz, 4C/8T, S1150
117
105
Core i7 3770K 3,5 GHz, 4C/8T, S1155
114
103
Core i5 4670K 3,4 GHz, 4C/4T, S1150
111
103
Core i5 4430 3,0 GHz, 4C/4T, S1150
106
100
Core i5 3570K 3,4 GHz, 4C/4T, S1155
104
95
Core i7 2700K 3,5 GHz, 4C/8T, S1155
104
96
Core i5 2500K 3,3 GHz, 4C/4T, S1155
102
92
Core i5 3470 3,2 GHz, 4C/4T, S1155
101
91
Core i5 3450 3,1 GHz, 4C/4T, S1155
99
90
Core i3 4330 3,5 GHz, 2C/4T, S1150
91
85
Core i3 3220 3,3 GHz, 2C/4T, S1155
82
76
FX 8350 4,0 GHz, 8C/8T, AM3+
82
78
FX 8150 3,6 GHz, 8C/8T, AM3+
79
75
FX 4170 4,2 GHz, 4C/4T, AM3+
71
68
Phenom II X4 980 BE 3,6 GHz, 4C/4T, AM3
70
68
FX 6200 3,8 GHz, 6C/6T, AM3+
70
67
FX 8120 3,1 GHz, 8C/8T, AM3+
69
65
Phenom II X6 1100T 3,3 GHz, 6C/6T, AM3
69
66
FX 6300 3,5 GHz, 6C/6T, AM3+
68
66
FX 6100 3,3 GHz, 6C/6T, AM3+
65
62
FX 4100 3,6 GHz, 4C/4T, AM3+
64
61
Core 2 Quad Q6600 2,4 GHz, 4C/4T, S775
50
43
Core 2 Duo E6600 2,4 GHz, 2C/2T, S775
29
27
0
24
48
72
96
120
Gemessen in fps. Je höher, desto schneller. Unter 30 fps ruckelt es.

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Avatar bigdaddy13
bigdaddy13
#1 | 21. Sep 2013, 00:27
Wirklich erstaunlich, wie starke Dual Cores immer noch meist flüssiges Spielen ermöglichen!
Gespannt bin ich in der Hinsicht aber auch die günstigsten CPUs mit Haswell Architektur, nämlich die Celeron und Pentiumn Modelle, wo dann auch das Hyperthreading (heißt das nicht mittlerweile SMT?) und die Hälfte und mehr an Cache wegrationalisiert wurd, analog zur Sandy- und Ivy Bridge Generation.
Und in wie weit das Featureset beschnitten wird. Stichwort AES-NI uns co.

Bevor jetzt wieder welche mit AMD Bashing beginnen, eine kleine Aufklärung: AMDs Bulldozer Architektur wurde für Server entwickelt - es ist eine reine Server CPU! das hat AMD auch immer gesagt. Da sie aber auf einigen Umsatz verzichten würden, brachte man das ganze auch auf dem Desktop, wo ganz andere Anforderungen herrschen. Nämlich möglichst hohe Single Thread Performance bei möglichst niedrigem Stromverbauch.
Für Server ist aber in erster Linie die Anzahl an Recheneinheiten wichtig, und dass diese optimal ausgelastet werden. Darum sind die FX CPUs auch die ersten, die nicht mehr die Selbe Anzahl an Integer "Kerne" wie Gleitkommaeinheiten (FPU = Floating Point Unit) besitzt.
Bisher bestand eine x-Kern CPU immer aus x Integer Cores und x FPUs.
Also 1 Kerner (zB Pentium 1-4 und älter , Athlon, Athlon XP, Athlon 64 und älter) aus einem Integer Core und einer FPU, ein 2 Kerner aus dem Doppelten (2Int/2FPU), ein 4 kerner wieder aus den Doppelten (4Int/4FPU) usw.
Die FX CPUs besitzen erstmals 2 Int Cores pro FPU, also die FX8000er 8Int/4FPU.
das bringt im Serverbereich und auch in stark parallelisierten Desktopanwendungen (siehe x264 HD Benchmark 4, 4% schneller als i7-3770K!) ein deutliches Leistungsplus, im 0815 Office Betrieb und in Spielen, wo eine starke FPU und eine möglichst hohe Single Thread Performance gefragt ist, verheizt die CPU durch ihren hohen Takt nur unnötig Strom, ohne dabei wesentlich schneller als die zu Ende optimierten Phenom II X4 CPUs zu sein.
Warum?
Weil die Architektur bei weitem nicht ausgelastet wird!
Zudem führt der hohe takt, für den die CPUs konzipiert sind, zu einem erhöhtem Stromverbrauch.
Um dennoch Kunden zum Kauf zu bewegen musste der Preis gesenkt werden.
Immerhin ist der hohe Takt und die Anzahl an Integer Kernen werbewirksam (zB ultraschnelle 8 Kern CPU mit 4Ghz (für 175,-) hört sich besser an als 4 Modul Server Prozessor oder im Vergleich zu Intel 4 Kern CPU mit 3,5Ghz (i7-3770K/4770K)).

Mittlerweile hat AMD offen viele Fehlentscheidungen, meist um die CPUs öffentlich zugegeben und rückt wieder eine stärkere Single Thread Performance bei gleichzeitig reduzierter Leistungsaufnahme in den Vordergrund.
Mit der nächsten Generation FX CPUs, "Steamroller" (die beiden bisherigen lautetetn "Zambesi" und "Piledriver"), soll wieder ein Schritt Richtung Intels High End CPUs machen.

Schlussendlich darf man niemals vergessen, dass auch die FX CPUs - auch wenn sie absolut gesehen in Spielen und Office Anwendungen langsamer als Intels Core i5 und i7 sind - schnell genug für alle Spiele sind!
Wenn also der Anschaffungspreis eine Rolle spielt, kann man sich ruhigen Gewissens eine AM3+ Plattform kaufen und ist in Spielen nur noch der Limitierung der Grafikkarte ausgesetzt.

Ich hoffe ich konnte etwas aufklären.

Danke fürs Lesen


MfG
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Avatar bigdaddy13
bigdaddy13
#2 | 21. Sep 2013, 00:31
Kleiner Nachtrag:

Wenn die Architektur des FX mal besser ausgelastet wird, ist der auch in Spielen so schnell wie die wesentlich teureren i7 CPUs!
Hier zB Crysis 3:

http://www.pcgameshardware.de/Crysis-3-PC- 235317/Tests/Crysis-3-Test-CPU-Benchmark-10565 78/
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Avatar bigdaddy13
bigdaddy13
#3 | 21. Sep 2013, 01:00
Nachtrag 2:

Mit günstigen Haswell Dualcores für Office meine ich zB den bereits erhältlichen Pentium G3220, 2x 3.00GHz, 2Cores/2Threads, 54W TDP, 2x256KB L2 cache, 3MB L3 Cache, 1333MHz RAM, usw.

Vergleich mit dem i3-4330:
http://geizhals.at/?cmp=993710&cmp=993701# xf_top


Unterschiede Pentium G3220 --> i3-4330:
(auf der Intel Seite verglichen)

* Threads: 2 --> 4
* Takt: 3,00Ghz --> 3,50Ghz
* Cache: 3MB --> 4MB
* Embedded Modell erhältlich: No --> Yes
* Empfohlener Kundenpreis (Box): 64 --> 147 Dollar
* Grafik: HD --> HD4600
+ alles was da dazu gehört
* Hyper-Threading: No --> Yes (Threads 2 --> 4)

Danach ist selbst im Intel Datenblatt des i3-4330 nicht eingetragen, welche Features jetzt genau unterstützt werden und welche nicht.
http://ark.intel.com/de/products/77769/

Im Datenblatt des G3220 ist hingegen mehr eingetragen:
http://ark.intel.com/de/products/77773/

Trotzdem, für DEN Preis... rauf auf ein günstiges Board, 4 oder 8GB DDR3 RAM im Dual Channel Modus, fertig ist der günstige Office PC.
Ne SSD rein und Win 7 drauf --> der Traum einer jeden Sekretärin lol.
Die PC einer bekannten Kanzlei laufen noch mit Athlon 64 X2 CPUs und uralten, langsamen 160GB Festplatten und Win XP. Die ganze Zeit muss man nach Eingaben warten und darf der Festplatte beim "Brodeln" zuhören. Echt ätzend. Aber immerhin sind die beiden ältestens PCs weg. Das waren nämlich noch ein Athlon XP 1800+ und ein Pentium D.
Als reiner Offline PC mit leerer HDD, Office 2003 und guter Peripherie wärs ja vl ok, aber in einem Netztwerk, mit allen möglichen Programmen, dem AntiVirus, vielen Autostarteinträgen usw samt der uralten Müll-Festplatte, steht die Kisten immer für mehrere Sekunden!
Aja, und da nur 256MB (Athlon XP) und 512MB (Pentium D) RAM, ist die Festplatte auch noch im Dauereinsatz.
Absolute Katastrophe!

Und damals haben wir uns alle gefreut als wir den neuesten PC mit Athlon XP CPU hatten, der die Pentium 4 CPUs das Fürchten lehrten hehe.
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Avatar BigBossPony
BigBossPony
#4 | 21. Sep 2013, 12:32
Zitat von bigdaddy13:
Wirklich erstaunlich, wie starke Dual Cores immer noch meist flüssiges Spielen ermöglichen!
Gespannt bin ich in der Hinsicht aber auch die günstigsten CPUs mit Haswell Architektur, nämlich die Celeron und Pentiumn Modelle, wo dann auch das Hyperthreading (heißt das nicht mittlerweile SMT?) und die Hälfte und mehr an Cache wegrationalisiert wurd, analog zur Sandy- und Ivy Bridge Generation.
Und in wie weit das Featureset beschnitten wird. Stichwort AES-NI uns co.

Bevor jetzt wieder welche mit AMD Bashing beginnen, eine kleine Aufklärung: AMDs Bulldozer Architektur wurde für Server entwickelt - es ist eine reine Server CPU! das hat AMD auch immer gesagt. Da sie aber auf einigen Umsatz verzichten würden, brachte man das ganze auch auf dem Desktop, wo ganz andere Anforderungen herrschen. Nämlich möglichst hohe Single Thread Performance bei möglichst niedrigem Stromverbauch.
Für Server ist aber in erster Linie die Anzahl an Recheneinheiten wichtig, und dass diese optimal ausgelastet werden. Darum sind die FX CPUs auch die ersten, die nicht mehr die Selbe Anzahl an Integer "Kerne" wie Gleitkommaeinheiten (FPU = Floating Point Unit) besitzt.
Bisher bestand eine x-Kern CPU immer aus x Integer Cores und x FPUs.
Also 1 Kerner (zB Pentium 1-4 und älter , Athlon, Athlon XP, Athlon 64 und älter) aus einem Integer Core und einer FPU, ein 2 Kerner aus dem Doppelten (2Int/2FPU), ein 4 kerner wieder aus den Doppelten (4Int/4FPU) usw.
Die FX CPUs besitzen erstmals 2 Int Cores pro FPU, also die FX8000er 8Int/4FPU.
das bringt im Serverbereich und auch in stark parallelisierten Desktopanwendungen (siehe x264 HD Benchmark 4, 4% schneller als i7-3770K!) ein deutliches Leistungsplus, im 0815 Office Betrieb und in Spielen, wo eine starke FPU und eine möglichst hohe Single Thread Performance gefragt ist, verheizt die CPU durch ihren hohen Takt nur unnötig Strom, ohne dabei wesentlich schneller als die zu Ende optimierten Phenom II X4 CPUs zu sein.
Warum?
Weil die Architektur bei weitem nicht ausgelastet wird!
Zudem führt der hohe takt, für den die CPUs konzipiert sind, zu einem erhöhtem Stromverbrauch.
Um dennoch Kunden zum Kauf zu bewegen musste der Preis gesenkt werden.
Immerhin ist der hohe Takt und die Anzahl an Integer Kernen werbewirksam (zB ultraschnelle 8 Kern CPU mit 4Ghz (für 175,-) hört sich besser an als 4 Modul Server Prozessor oder im Vergleich zu Intel 4 Kern CPU mit 3,5Ghz (i7-3770K/4770K)).

Mittlerweile hat AMD offen viele Fehlentscheidungen, meist um die CPUs öffentlich zugegeben und rückt wieder eine stärkere Single Thread Performance bei gleichzeitig reduzierter Leistungsaufnahme in den Vordergrund.
Mit der nächsten Generation FX CPUs, "Steamroller" (die beiden bisherigen lautetetn "Zambesi" und "Piledriver"), soll wieder ein Schritt Richtung Intels High End CPUs machen.

Schlussendlich darf man niemals vergessen, dass auch die FX CPUs - auch wenn sie absolut gesehen in Spielen und Office Anwendungen langsamer als Intels Core i5 und i7 sind - schnell genug für alle Spiele sind!
Wenn also der Anschaffungspreis eine Rolle spielt, kann man sich ruhigen Gewissens eine AM3+ Plattform kaufen und ist in Spielen nur noch der Limitierung der Grafikkarte ausgesetzt.

Ich hoffe ich konnte etwas aufklären.

Danke fürs Lesen


MfG


Schöner Text. Habe mir vor ein paar Wochen einen neuen Pc mit fx 6300, MSI-China Board und gtx 660TI für ~500€ zum zocken gekauft. Und was soll ich sagen? Alle Spiele laufen perfekt in hohen-maximalen Einstellungen flüssig und mehr als spielbar. Zu sagen, FX CPUs seien ungeeignet zum Spielen, ist deswegen meiner Meinung nach unangebracht. Für Zocker mit geringem Budget super Teile.
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Avatar Pu244
Pu244
#5 | 21. Sep 2013, 12:37
Zitat von bigdaddy13:

Wenn also der Anschaffungspreis eine Rolle spielt, kann man sich ruhigen Gewissens eine AM3+ Plattform kaufen und ist in Spielen nur noch der Limitierung der Grafikkarte ausgesetzt.


Jein,
die FX 4000er werden von den i3 vernichtet und kosten beide etwa das gleiche. Bei den FX 8000ern gibt es mit den Xeon CPUs sehr harte Konkurrenz für nur 200€, da sind die 30-40€ wirklich am falschen Ende gespart. Lediglich die FX 6000er haben für ihre 100€ keine echten Gegenstücke, sind also etwas für Multicoregläubige oder Leute die extrem auf Mehrkernanwendungen setzen.


Zitat von bigdaddy13:

Wenn die Architektur des FX mal besser ausgelastet wird, ist der auch in Spielen so schnell wie die wesentlich teureren i7 CPUs!
Hier zB Crysis 3:


Crysis 3 ist extrem auf den FX optimiert und garnicht auf den Intel, das hat Crytec auch zugegeben, offenbar wollten sie Intel eins auswischen. Ob das jemals wieder vorkommen wird ist fraglich da Intel einen Marktanteil von über 75% hat würde jedes vernünftige unternehmen darauf optimieren.

Außerdem ist das ganze sehr mau, 4% Vorsprung bei niedrigen Details, 1280x720 aber einer super Graka, wer fährt bitteschön Crysis mit solchen Einstellungen? Ja, ich weiß, erst da kommt die CPU richtig zur Geltung, allerdings hat Intel bei unzähligen Spielen einen Vorsprung im zweistelligen Prozentbereich und das mit hohen Einstellungen.

Wie eine Spezialoptimierung richtig aussieht hat Skyrim gezeigt, das auf Nvidiakarten 50% schneller lief. AMD konnte zwar schon mit dem nächsten Patch den Abstand auf 25 % verringern, da war es jedoch schon zu spät und die GTX 680 (dank Skyrim) zum Sieger gekürt.
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Avatar nastyboy
nastyboy
#6 | 21. Sep 2013, 16:21
Kindergartentest ?? Völlig unbrauchbar für einen potentiellen Käufer, hier wurde nur der CPU-Anteil getestet und komplett drauf verzichtet mittels QuickSync (HD4600) einen Film mit x264 umzuwandeln - Schwaches Bild und leider auch traurig das man diesen ziemlich schnellen Decoder nicht mittestet.

Wer CPUs so benutzt wie hier getestet, der sollte noch einen mit nem dicken Vorschlaghammer vor die Rübe bekommen, unglaublich schlecht !

Cinebench basiert mittlerweile auf eine über drei Jahre alte Version von Cinema4D, eine aktuelle Version davon kostet weit über 3000€, mit einigen Programm-Zusätzen noch weitaus mehr - Damit soll die Multimediafähigkeit getestet werden ? Wer damit produktiv Arbeitet, wird mit Sicherheit keine CPUs für 200€ benutzen, Time is Cash, Time is Money .

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen, der Tester hier bencht nur 2/3 der CPU, unglaublich unfähig :D

Was noch viel lustiger ist, dass es einige dumme gibt, die dieses Schwachsinn auch noch finanziell unterstützen - Na gut, Dumme gibt es wie Sand am Meer :D

P.S. Der komische User "bigdaddy13" scheint auch ein merkwürdiges Problem mit seiner grenzenlosen Lieb zu AMD zu haben, so sick ^^
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Avatar se7en_gbsk
se7en_gbsk
#7 | 22. Sep 2013, 08:58
Was mich hier mehr wundert, ist das der (gute alte) Q6600 immer noch alles flüssig zeigt. Selbst im Original zustand mit 2,4Ghz.
Den hab ich damals 2007 mit meinen ersten Lehrlingslohn gekauft.
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Avatar Mr.Blade
Mr.Blade
#8 | 22. Sep 2013, 09:41
Zitat von se7en_gbsk:
Was mich hier mehr wundert, ist das der (gute alte) Q6600 immer noch alles flüssig zeigt. Selbst im Original zustand mit 2,4Ghz.
Den hab ich damals 2007 mit meinen ersten Lehrlingslohn gekauft.

Bei mir im Rechner leistet der Q9300 noch heute seine treuen Dienste. Ich will mich irgendwie noch nicht trennen. :D
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Avatar bonedaddy
bonedaddy
#9 | 22. Sep 2013, 09:43
Florian Klein, an welcher Stelle hast du bemerkt, dass das Arbeiten flüssiger vonstatten geht mit einem Quadcore? Wie habt ihr das gemessen?

Ich stimme zwar der Kernaussage zu, aber kann es sein, dass ihr hier einfach irgendwelches Marketing Geblubber wiedergebt? Sowohl die i5 Quadcores als auch die i3 Dualcores zeigen sich dem Betriebssystem gegenüber als Quadcores (der i3 eben als Dualcore mit Hyperthreading, somit ein virtueller Quadcore). Das Problem mit Singlecores war früher, dass ein Thread (z.B. das formatieren einer Diskette) den einen Kern so verstopft hat, dass sonst nichts mehr ging. Mit Hyperthreading auf Singlecore (virtueller 2 Kerner) war das Problem damals im Grunde schon gelöst.
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Avatar Monatskarte
Monatskarte
#10 | 22. Sep 2013, 10:47
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