Intel Core i5 3450

Prozessoren   |   Datum: 23.05.2012
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Intel Core i5 3450 im Test

Der günstigste Ivy-Bridge-Vierkerner

Im Test ist der Intel Core i5 3450 der bislang günstigste Ivy-Bridge-Prozessor, bietet aber trotzdem vier 3,1 GHz schnelle Kerne. Wir testen, was der Core i5 3450 in Spielen leistet.

Von Florian Klein |

Datum: 23.05.2012


Zum Thema » Intel-Historie Von 1968 bis heute » Intel Core i7 3770K im Test Die Ivy-Bridge-Generation » Intel Ivy-Bridge-Grafik HD 4000 Wie gut ist die integrierte Grafik? Intel Core i5 3450 ab 187,00 € bei Amazon.de Mit dem Intel Core i5 3450 haben wir den bislang günstigsten Prozessor aus Intels aktueller Ivy-Bridge-Generation im Test. Da es noch keine Dual-Core-CPUs mit Ivy-Bridge-Kern gibt (die sollen im Juni erscheinen), ist der Core i5 3450 mit seinen vier 3,1 GHz schnellen Rechenkernen und einem Preis von etwa 180 Euro das erschwinglichste Ivy-Bridge-Modell.

Die bekannte Turbofunktion integriert Intel ebenfalls, bei Auslastung von maximal zwei Kernen taktet der Core i5 3450 so mit bis zu 3,5 GHz, bei Belastung von drei oder vier Kernen sind bis zu 3,3 GHz von Intel vorgegeben. Wie häufig und wie dauerhaft der Turbo aktiv ist, hängt vom Stromverbrauch sowie der Wärmeentwicklung zum jeweiligen Zeitpunkt ab.

In unseren Benchmarks des Core i5 3450 arbeiteten die Kerne praktisch dauerhaft mit den maximalen Turbotaktraten, obwohl wir nur den mitgelieferten Boxed-Kühler von Intel verwenden. Unseren Erfahrungen nach ist das auch in den meisten, einigermaßen gut belüfteten PC-Gehäusen sowie bei den meisten CPU-Kühlern der Fall. Vor allem da Ivy-Bridge-CPUs dank der 22-Nanometer-Fertigung (Sandy Bridge: 32 nm) nochmals energieeffizienter arbeiten als die Vorgänger und Intel die Taktraten im Vergleich nicht oder nur geringfügig erhöht hat.

Intel Core i5 3450 : Der Vierkerner Core i5 3450 ist derzeit der günstigste Prozessor aus Intels aktueller Ivy-Bridge-Generation. Zumindest bis die Dual-Core-Modelle der i3-Baureihe erscheinen, wird das auch so bleiben. Der Vierkerner Core i5 3450 ist derzeit der günstigste Prozessor aus Intels aktueller Ivy-Bridge-Generation. Zumindest bis die Dual-Core-Modelle der i3-Baureihe erscheinen, wird das auch so bleiben.

Der Core i5 3450 im Detail

Die Core-i5-Serie unterstützt im Gegensatz zu den i7-Modellen kein Hyperthreading. Daher kann der Core i5 3450 auch nur vier statt acht Aufgaben (»Threads«) gleichzeitig bearbeiten, was in Spielen kein Nachteil ist, da die Engines in der Regel sowieso nur maximal vier Kerne nutzen. In Multimedia- und Render-Anwendungen bringt Hyperthreading dagegen einen Vorteil von bis zu 20 Prozent, da die entsprechenden Programme mittlerweile alle Kerne beziehungsweise Threads nutzen, die zur Verfügung stehen.

Dazu verkleinert Intel bei den Core-i5-CPUs den L3-Cache-Speicher gegenüber den i7-Prozessoren von 8,0 auf 6,0 MByte, was sich in Spielen aber auch nicht spürbar auswirkt, da die Entwickler die Spiele-Engines in der Regel auf kleinere Cache-Größen optimieren, um auch ältere CPUs nicht über Gebühr zu benachteiligen. Außerdem integriert Intel beim Core i5 3450 nur die langsamere HD-2500-Grafikeinheit mit sechs Ausführungseinheiten, die Core i7-Modelle sowie der Core i5 3570K besitzen die schnellere HD 4000 mit 16 Einheiten sowie minimal höherem Maximaltakt.

Intel Core i5 3450 : Den größten Fortschritt bei Ivy Bridge gegenüber den Sandy-Bridge-Vorgängern sieht Intel bei der integrierten Grafikeinheit – ein Ersatz für eine separate Grafikkarte ist aber weder die schnellere HD 4000 noch die im Core i5 3450 eingesetzte, langsamere HD 2500. Den größten Fortschritt bei Ivy Bridge gegenüber den Sandy-Bridge-Vorgängern sieht Intel bei der integrierten Grafikeinheit – ein Ersatz für eine separate Grafikkarte ist aber weder die schnellere HD 4000 noch die im Core i5 3450 eingesetzte, langsamere HD 2500.

Bis auf die durch ein »S« oder »T« am Ende des Produktnamens gekennzeichneten Stromspar-Modelle (siehe Intel Core i7 3770K im Test), gibt Intel die maximale Wärmeabgabe »TDP« (Thermal Design Power) der Ivy-Bridge-Vierkerner mit 77 Watt an. So auch beim Core i5 3450, obwohl der nur mit 3,1 GHz (Turbo bis 3,5 GHz) statt 3,5 GHz (Turbo bis 3,9 GHz) wie das Topmodell Core i7 3770K arbeitet und zudem kein Hyperthreading unterstützt. In der Praxis liegt der Verbrauch des Core i5 3450 bei Volllast aber merklich unter dem des Core i7 3770K.

Wie alle Ivy-Bridge-CPUs benötigt auch der Core i5 3450 ein Mainboard mit dem Sockel 1155. Das kann entweder eine Platine mit den neu vorgestellten Intel-Chipsätzen der 77er-Serie sein. Die meisten Sockel-1155-Mainboards der älteren Sandy-Bridge-Generation mit einem Chipsatz der 60er-Serie eignen sich aber ebenfalls, solange der Hersteller ein für Ivy Bridge passendes Bios-Update bereitstellt. Die Vorteile der neuen 70er-Chipsätze liegen darin, dass sie zwei native USB-3.0-Ports ohne zusätzlichen Controller-Chip auf dem Mainboard unterstützen. Außerdem beherrschen die neuen Chipsätze in Kombination mit einer Ivy-Bridge-CPU PCI Express 3.0 statt 2.0, was die zur Verfügung stehende Bandbreite zu einer PCI-Express-3.0-Grafikkarte wie der AMD Radeon HD 7950 oder der Nvidia Geforce GTX 670 verdoppelt. Allerdings werden auch aktuelle High-End-Grafikkarten wie die Geforce GTX 680 nicht vom älteren PCI-Express-2.0-Standard in ihrer Leistung eingeschränkt.

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Kaimanic
#1 | 23. Mai 2012, 18:06
Wirklich gut für den Preis.
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Avatar musixx
musixx
#2 | 23. Mai 2012, 18:20
Dieser Kommentar wurde ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht.
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Robert81
#3 | 23. Mai 2012, 18:33
Der 2500K ist Dreck. Wenn du den auf 5Ghz taktest hast etwa die Leistung vom Ivy @ 4.5ghz und deutlich mehr Verbrauch und Hitze - das gilt für Spiele. In Anwendungen rennt der Ivy davon und die RAM Bandbreite ist auch höher (1666 statt 1333). Die pro MHZ Ausbeute ist beim Ivy halt höher.

Beim Neukauf gibt es absolut keinen Grund den 2500K zu nehmen.
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Avatar IJOJOI
IJOJOI
#4 | 23. Mai 2012, 18:36
Zitat von Robert81:
Der 2500K ist Dreck. Wenn du den auf 5Ghz taktest hast etwa die Leistung vom Ivy @ 4.5ghz und deutlich mehr Verbrauch.


Dafür lebst du billiger als mit Ivy. (3570K)und du bist um einiges schneller als @stock
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Avatar Robert81
Robert81
#5 | 23. Mai 2012, 18:39
Zitat von IJOJOI:

Dafür lebst du billiger als mit Ivy. (3570K)und du bist um einiges schneller als @stock


? Das sind 20€ Unterschied...
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Avatar Teralios
Teralios
#6 | 23. Mai 2012, 19:16
Zitat von musixx:


Der 2500k ist die bessere Alternative, für 190€ auch nicht teurer.
Aber sonst schneidet er ganz gut ab, gefällt mir!

Und, da kann man noch mal 10 - 20,- investieren und gleich zum 3570K greifen.

Der IvyBridge ist für die 10,- weniger oder 10,- bis 20,- die bessere Wahl aktuell. Zwar ist die Leistung bei gleichem Takt nur minimal besserm, aber der Turbo greift dafür deutlich besser bei gleicher Kühlung.
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Avatar Klatsch
Klatsch
#7 | 23. Mai 2012, 19:29
Zitat von Robert81:
Der 2500K ist Dreck. Wenn du den auf 5Ghz taktest hast etwa die Leistung vom Ivy @ 4.5ghz und deutlich mehr Verbrauch und Hitze - das gilt für Spiele. In Anwendungen rennt der Ivy davon und die RAM Bandbreite ist auch höher (1666 statt 1333). Die pro MHZ Ausbeute ist beim Ivy halt höher.

Beim Neukauf gibt es absolut keinen Grund den 2500K zu nehmen.

#

2500k Dreck? Ich würde dir empfehlen mal dein Wissen außerhalb von Gamestar zu erweitern. Der 3570k ist 10% schneller kostet aber auch 10% mehr. Beim übertakten siehts anders aus. Der 2500k ist problemlos bei 4,5Ghz unter Luft zu betreiben, wohingegen beim 3570k bei 4,2Ghz Schluss sein "sollte", höchstens 4,3Ghz, da sonst die Temps zu hoch gehen unter Luft, und er aufgrund der kleineren Fertigung vor allem nicht so viel Volt sehen sollte. Schuld ist hier einfach das Intel bei Ivy Bridge den Heat Spreader nicht verlötet hat sondern ne billige Paste aufgetragen hat. Um die Temps in den Griff zu bekommen hilft nur köpfen, Garantie verlieren, und Flüssigmetall aufzutragen. Auf solche News trifft man hier aber nicht, da sollte man schon auf anderen Hardware Seiten nachsehen.

Edit: Hier nochmal der Beweis, dass die Sache mit dem HeatSpreader stimmt. (leerzeichen entfernen) http://www.hardwareluxx.de/community/f139/ ivy-gekoepft-erfahrungen-ueber-ivy-cpus-ohne-h s-bzw-mit-gewechselter-wlp-891243.html

Über 10°C (teilweise gar über 20°C) Temperaturverbesserung gegenüber der Wärmeleitpaste von Intel. Mit Lot wären die Temps locker auf Sandy Bridge Niveau, aber so trauert man dem verschenkten Potenzial nach, sofern man nicht die Garantie verlieren möchte.
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Avatar Robert81
Robert81
#8 | 23. Mai 2012, 21:02
Bullshit. Gute Luftkühler packen 4.5Ghz@1.2v locker mit 70°C.
Meine Wakü schafft in sommerlichen Temperaturen das Ding auf 50-55°C unter Last zu halten.

Brabbeln alle was von 5Ghz beim 2500k, als ob irgendeiner davon dauerhaft mit 90°C fährt. Das mit Köpfen macht lediglich einen Unterschied von 4.9 auf 5.0 ghz - am Rest ändert sich nix.

Wer solch ein extrem OC betreibt der hat wie ich eine externe Wakü, die 4.8Ghz mit 70°C packt. Köpfen oder nicht ist hier nicht das Problem, sondern einfach dass die neue Sandy Revision nicht weiter takten kann. Was erwartet ihr auch? +1.5Ghz OC als Standard mit Luft? Viel Spaß dabei, wenn ihr feststellt dass euer 2500k das auch nicht kann :D
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Avatar patze86
patze86
#9 | 23. Mai 2012, 22:31
ich hab bis jetzt einen intel core 2 quad Q6600. selbst der ist doch bei deen momentanen spielen nichtmal richtig gefordert, warum sollte ich überhaupt aufrüsten? wenn man mit einem monitor spielt, musste man seid 2-3 Grafikkartengenerationen auch nicht mehr wirklich aufrüsten. und ram stagniert zu zeit bei ca 4GB. also warum? für konsolenports? und für den pc gut programmierte games, sehen atemberaubend aus und kosten trotzdem kaum mehr leistung, siehe witcher 2.
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Avatar Semael
Semael
#10 | 23. Mai 2012, 22:37
Kurze Frage: Es macht Sinn einen 2500K auf 5GHz zu takten, weil...???
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