Intel Core i5 4430

Prozessoren   |   Datum: 22.07.2013
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Intel Core i5 4430 im Test

Lohnt sich der günstigste Haswell-Vierkerner?

Der Core i5 4430 mit vier Kernen und einem Takt von 3,0 GHz ist der günstigste Quad-Core-Prozessor aus Intels neuer Haswell-Generation – passt die Leistung im Test oder kaufen Sie besser ein etwas teureres Modell?

Von Florian Klein |

Datum: 22.07.2013


Intel Core i5 4430 : Zehn Euro günstiger als der 170 Euro teure Core i 4750, aber mit 200 MHz weniger Basistakt: Der Core i5 4430 markiert den Einstieg in die Haswell-Welt mit vier Rechenkernen. Zehn Euro günstiger als der 170 Euro teure Core i 4750, aber mit 200 MHz weniger Basistakt: Der Core i5 4430 markiert den Einstieg in die Haswell-Welt mit vier Rechenkernen.

Zum Testzeitpunkt ist der Intel Core i5 4430 ab einem Preis von 160 Euro zu haben und damit die günstigste Haswell-CPU (günstigere Dual-Core-Varianten sind noch nicht erhältlich). Der Preis von 160 Euro für den Core i5 4430 gilt sowohl für die nackte Tray-CPU ohne Verpackung als auch für die Boxed-Variante inklusive Standardkühler von Intel. Zwar bieten die meisten Händler beide Versionen an, greifen Sie beim Prozessorkauf aber immer zu der Boxed-Version. Denn die (teils zwar ein paar Euro teurere) Boxed-Version bringt im Gegensatz zur Tray-Version eines Core-i-Prozessors immer auch eine erweiterte Herstellergarantie von Intel mit sich.

Zum Thema » Intel Core i7 4770K im Test Intels vierte Core-i-Generation »Haswell« » Intel Core i5 4670K im Test Die beste Haswell-CPU für Spieler? » AMD FX 8350 im Test 4,0-GHz-Piledriver mit acht Bulldozer-Kernen Intel Core i5 4430 ab 171,84 € bei Amazon.de Der beim Core i5 4430 (boxed) mitgelieferte Standardkühler verrichtet seinen Dienst zwar zuverlässig und im Leerlauf auch leise, nach etwas längerem Spielen und abhängig von der Gehäusebelüftung kann er aber hörbar aufdrehen. Als leisere und leistungsstärkere Kühler für den Core i5 4430 eignen sich trotz des neuen Sockel 1150 auch die Kühler-Modelle der Sockel-1155-Generation (und sogar des noch älteren Sockel 1156), da die Befestigungsbohrungen bei allen drei Sockelgenerationen identisch geblieben sind.

Aufgrund des Sockel 1150 ist allerdings ein neues Mainboard für den Core i5 4430 fällig. Günstige Haswell-Mainboards nutzen den H87-Chipsatz ohne Übertaktungsfunktionen und mit eingeschränkter Crossfire- oder SLI-Tauglichkeit. Für etwas Aufpreis erhalten Sie beides bei den etwas kostspieligeren Z87-Platinen.

Intel Core i5 4430 im Detail

Das Standardtakt des Intel Core i5 4430 beträgt 3,0 GHz. Die bei allen Core-i-CPUs integrierte Turbofunktion erhöht die Arbeitsgeschwindigkeit des Core i5 4430 automatisch auf bis zu 3,2 GHz, allerdings nur, wenn nicht mehr als zwei Kerne unter Last stehen. Bei drei belasteten Kernen steigt der Takt noch auf 3,1 GHz und bei vier Kernen erhöht der Turbo des Core i5 4430 den Takt gar nicht mehr. Das ist deutlich weniger als bei den teureren Haswell-CPUs wie dem Core i5 4670K oder dem Core i7 4770K , die selbst bei vier ausgelasteten Kernen noch bis zu 200 MHz über dem Standardtakt erreichen. Bei Last auf nur einem oder zwei Kernen sind bei diesen CPUs sogar 400 MHz Taktaufschlag drin. Und selbst der nur knapp zehn Eure teurere Core i5 4570 (3,2 GHz) erreicht bis zu 3,6 GHz - offensichtlich hat Intel den Core i5 4430 in Sachen Turbo gegenüber den teureren Haswell-Vierkernern deutlich eingeschränkt. Auch eine »K«-Version mit freiem Multiplikator, der das Übertakten erheblich vereinfacht, gibt es nicht. Aufgrund der stark eingeschränkten Turbofunktion fällt auch dieser Umweg für ein paar Hundert MHz mehr Standardtakt beim Core i5 4430 weg.

Intel Core i5 4430 : Große Teile des Core i5 4430 werden von der integrierten Grafik in Beschlag genommen (links). Große Teile des Core i5 4430 werden von der integrierten Grafik in Beschlag genommen (links). Die restlichen Eckdaten des Core i5 4430 entsprechen den teureren Core-i5-Verwandten: Hyperthreading wird im Gegensatz zu den Core-i7-CPUs nicht unterstützt, weshalb der Core i5 4430 pro Kern nur eine Aufgabe (»Thread«) gleichzeitig ausführen kann. Dazu besitzen die Core-i5-CPUs lediglich 6,0 statt 8,0 MByte L3-Cache-Speicher. Beide Einschränkungen bringen aber in der Regel nur bei entsprechend angepasster Multimedia-Software einen Vorteil, in Spielen ist eine Core-i5-CPU bei gleichem Takt in etwa genauso schnell wie ein i7-Prozessor.

Testsystem

Die Spieleleistung des Core i5 4430 ermitteln wir im Test mit Benchmark-Durchläufen von fünf Spielen unterschiedlicher Genres wie Anno 2070 , Batman: Arkham City , F1 2011 , H.A.W.X. 2 sowie Skyrim . Damit die Grafikkarte Nvidia Geforce GTX 680 die Benchmarks nicht zu stark beeinflusst, schalten wir Bildverbesserungen wie Kantenglättung oder anisotrope Texturfilterung ab. Allerdings testen wir alle Spiele in hohen bis maximalen Details und in den populären Auflösungen 1680x1050 und 1920x1080. Mit minimalen Details und niedrigeren Auflösungen treten zwar die Unterschiede zwischen den Prozessoren stärker hervor, haben dann aber nahezu nichts mehr mit den im Alltag verwendeten Einstellungen der meisten Spieler zu tun.

Spiele-Benchmarks

In den Spiele-Benchmarks schlägt sich der Core i5 4430 zunächst sehr gut und liegt in Anno 2070 sogar nur zwischen drei und fünf Prozent hinter dem teureren Core i5 4670K – ein besseres Ergebnis, als wir ihm aufgrund des eingeschränkten Turbotaktes zugetraut haben. In Batman: Arkham City, F1 2011 und den weiteren Titeln vergrößert sich der Rückstand des Core i5 4430 auf den teureren Verwandten aber auf etwa zehn Prozent.

In Relation zu den eigenen Ivy-Bridge-Vorgängern bietet der Core i5 4430 im Test wenig Überraschungen. Mit seinen 3,0 GHz Standardtakt rechnet er minimal schneller als der Ivy-Bridge-Vorgänger Core i5 3450 mit 3,1 GHz, die Leistung pro MHz ist damit etwas höher. Allerdings liegt die Verbesserung zwar im messbaren, aber nicht im spürbaren Bereich.

Anno 2070 hohe Details, DX11
1680x1050
1920x1080
Core i7 4770K 3,5 GHz, 4C/8T, S1150
117
105
Core i7 3770K 3,5 GHz, 4C/8T, S1155
114
103
Core i5 4670K 3,4 GHz, 4C/4T, S1150
111
103
Core i5 4430 3,0 GHz, 4C/4T, S1150
106
100
Core i5 3570K 3,4 GHz, 4C/4T, S1155
104
95
Core i7 2700K 3,5 GHz, 4C/8T, S1155
104
96
Core i5 2500K 3,3 GHz, 4C/4T, S1155
102
92
Core i5 3470 3,2 GHz, 4C/4T, S1155
101
91
Core i5 3450 3,1 GHz, 4C/4T, S1155
99
90
Core i3 3220 3,3 GHz, 2C/4T, S1155
82
76
FX 8350 4,0 GHz, 8C/8T, AM3+
82
78
FX 8150 3,6 GHz, 8C/8T, AM3+
79
75
FX 4170 4,2 GHz, 4C/4T, AM3+
71
68
Phenom II X4 980 BE 3,6 GHz, 4C/4T, AM3
70
68
FX 6200 3,8 GHz, 6C/6T, AM3+
70
67
FX 8120 3,1 GHz, 8C/8T, AM3+
69
65
Phenom II X6 1100T 3,3 GHz, 6C/6T, AM3
69
66
FX 6100 3,3 GHz, 6C/6T, AM3+
65
62
FX 4100 3,6 GHz, 4C/4T, AM3+
64
61
Core 2 Quad Q6600 2,4 GHz, 4C/4T, S775
50
43
Core 2 Duo E6600 2,4 GHz, 2C/2T, S775
29
27
0
24
48
72
96
120
Gemessen in fps. Je höher, desto schneller. Unter 30 fps ruckelt es.

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Comerz
#1 | 22. Jul 2013, 17:50
ist doch super oder? nur ein tick zu teuer.
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Avatar Xclipse
Xclipse
#2 | 22. Jul 2013, 18:13
Interessanter Test, vor allem weil (für mich) ersichtlich ist, warum man durchaus zu einem billigeren Prozessor greifen kann und nicht unbedingt zu einem 4670k greifen muss, wenn man einen guten FPS Wert erreichen will.

@Kehool stimmt, das trifft wohl eher zu
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Kehool
#3 | 22. Jul 2013, 18:15
Zitat von Comerz:
ist doch super oder? nur ein tick zu teuer.


von der gebotenen leistung passt er sehr gut ins bestehende preisgefüge

ein paar euro günstiger als der ungefähr ebenbürtige i5 3450 ist er

sehe da ehrlichgesagt kein problem mit dem preis, allerdings ist der leistungsunterschied zur vorgängergeneration pro takt doch eher enttäuschend

Zitat von Xclipse:
Ein Kontrapunkt wurde falsch gesetzt und sollte positiv sein: Schneller als sein Vorgänger


da soll stehen "nicht merklich schneller als sein vorgänger" was ja auch stimmt

da wurde wohl ein minus symbol zu viel gesetzt
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kidow
#4 | 22. Jul 2013, 18:18
Was soll immer dieser Kontrapunkt "mangels Hyperthreading langsamer als i7-Modelle", natürlich ist er das, die CPU ist ja auch ne ganze Ecke billiger als ein i7 Modell?!
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Cernan02
#5 | 22. Jul 2013, 18:20
Dieser Kommentar wurde ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht.
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Kehool
#6 | 22. Jul 2013, 18:26
Zitat von kidow:
Was soll immer dieser Kontrapunkt "mangels Hyperthreading langsamer als i7-Modelle", natürlich ist er das, die CPU ist ja auch ne ganze Ecke billiger als ein i7 Modell?!


ach die punkte sind doch ohnehin absolute brühe

da wird als positivpunkt aufgeführt dass die CPU 4 kerne hätte.. gleich mehrmals

zum einen gibt es mittlerweile schon programme die mit 6 und mehr threads arbeiten können, wodurch 4 kerne nicht übermäßig zukunftssicher sind (auch nicht für spiele da in den kommenden konsolen 8-kerner verbaut sind) und zum anderen sagt die zahl der kerne einer CPU beinahe nichts über die tatsächliche leistung aus
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Avatar buuh
buuh
#7 | 22. Jul 2013, 18:32
Wird auch noch der i5 4570 von euch getestet?
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Avatar Petesteak
Petesteak
#8 | 22. Jul 2013, 18:44
Meinem i5 2500k und mir geht das nach wie vor alles am Arsch vorbei. ;)
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Avatar Kehool
Kehool
#9 | 22. Jul 2013, 18:49
Zitat von Petesteak:
Meinem i5 2500k und mir geht das nach wie vor alles am Arsch vorbei. ;)


kann ich verstehen

bis auf die leistungsaufnahme hat sich seitdem wirklich nicht viel getan :3
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Avatar zukunftsmusik
zukunftsmusik
#10 | 22. Jul 2013, 18:50
Gamestar, warum lasst ihr die HArdwaretests nicht einfach sein? Eure Benchmarks sind einfach totaler Müll, sorry. Wo sind die Angaben zum Testsystem? Und CPUs testet man auch nicht mit 1650x1050 oder gar 1080p (wie dumm ist denn das bitte?) :megafacepalm:. So wisst ihr überhaupt nicht ob die CPU von der GPU limitiert wird. Für Aussagekräftige Ergebnisse nutzt 1280x720 mit den Qualitätseinstellungen, die die CPU fordern.
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