Intel Skylake ohne Verzögerung : Intel hatte auf dem IDF 2014 Skylake bereits vorgeführt.(Bildquelle: Intel) Intel hatte auf dem IDF 2014 Skylake bereits vorgeführt.(Bildquelle: Intel)

Zum Thema Intel Core i7 4790K ab 353,99 € bei Amazon.de Intel hatte mit dem Haswell-Nachfolger Broadwell, der erst vor einigen Wochen vor allem für mobile Geräte veröffentlicht wurde, unerwartet viele Probleme. Unüblich für Intel verzögerte sich diese Prozessorgeneration um rund ein Jahr, weil die Ausbeute bei der Herstellung im 14-Nanometer-Verfahren deutlich schlechter war als erwartet. Intel hat nun diese Probleme in den Griff bekommen, doch laut den Planungen steht noch im 2. Halbjahr 2015 eine komplett neue CPU-Architektur namens Skylake an. Viele Analysten hatten erwartet, dass Intel die Einführung von Skylake verschiebt, da Broadwell ansonsten extrem schnell abgelöst werden würde.

Doch diese Spekulationen hat CEO Brian Krzanich laut Kitguru gegenüber Investoren dementiert. »Wir werden Skylake nicht verlangsamen. Wir haben gesagt, dass es in der zweiten Hälfte dieses Jahres soweit sein wird. Ich will das nicht verlangsamen, weil damit viel Innovation und viele neue Fähigkeiten in den Markt kommen«, so Krzanich. Zu den neuen Skylake-Prozessoren gehört auch der Intel-100-Chipsatz, der beispielsweise SATA Express für noch schnellere SSD-Laufwerke und den neuen Arbeitsspeicherstandard DDR4 unterstützt, während mobile Geräte durch drahtloses Aufladen der Geräte und Gigabit-WLAN (WiGig, 802.11ad mit bis zu 7 Gbit/s) schneller und komfortabler werden sollen.

Skylake wird wie Broadwell das 14-Nanometer-Verfahren bei der Herstellung nutzen, das nun zuverlässig funktioniert. Allerdings müssen sich viele PC-Hersteller nun fragen, ob es sich lohnt, für ein paar Monate Produkte mit Broadwell-Prozessoren auf den Markt zu bringen, die nach der Veröffentlichung von Skylake schon wieder veraltet sind. Bisher gibt es aber noch keine Informationen zur tatsächlichen Leistungssteigerung von Skylake im Vergleich zu aktuellen Prozessoren. Intel sprach allerdings bislang immer von »signifikanten« Verbesserungen. Das bislang teure DDR4-Speicher dürfte mit dieser neuen CPU-Generation den Durchbruch schaffen, es soll aber laut Gerüchten auch DDR3 noch unterstützt werden.

Intel 4004 (1971)
Der erste wirklich universelle Mikroprozessor war der Intel 4004, den die Ingenieure für das japanische Unternehmen Busicom entwickelten und sich die Rechte an dem Chip für nur 60.000 US-Dollar selbst sicherten. Busicom selbst ging in Konkurs, ohne je ein Produkt mit dem Intel 4004 auf den Markt gebracht zu haben.