Hardware - Schwerpunkte

Mehr Leistung fürs Geld

Die GTX 260 ist nicht mehr empfehlenswert.Die GTX 260 ist nicht mehr empfehlenswert. Wenn Sie Ihr System aufrüsten, auf lange Sicht aber möglichst wenig Geld investieren wollen, greifen Sie am besten zur Hardware mit dem rentabelsten Preis-Leistungs-Verhältnis. Diese bleibt vergleichsweise lange aktuell bei gleichzeitig relativ niedrigem Preis. Für Grafikkarten gilt da die Faustregel: Wählen Sie ein Modell der gehobenen Mittelklasse aus der aktuellen Generation. Über die letzten Jahre waren das bei Nvidia die Karten mit der Endziffer 60 (aktuell: Geforce GTX 260), bei ATI die Modelle mit einer 850am Ende (aktuell: Radeon HD 5850). Zudem sollten Sie darauf achten, nach der Veröffentlichung einer neuen Baureihe einige Monate zu warten, bis die anfangs überhöhten Preise gesunken sind. Momentan macht Ati mit den DirectX-11-Karten Radeon HD 5850 und Radeon HD 5770 die besten Angebote. Nvidia dagegen hat mittlerweile die Produktion der Geforce-GTX-200-Serie eingestellt. Weil diese zudem technisch nicht mit aktuellen ATI-Karten mithalten können, raten wir vom Kauf ab.

Als Prozessor empfehlen wir eine Vierkern-CPU, es sei denn, Sie wollen für das gesamte System nicht mehr als 500 Euro ausgeben. Dann eignen sich auch AMDs Dreikerner Phenom II X3 oder Intels hochgetaktete Core- 2-Duo-Modelle. Die Benchmark- Ergebnisse im neuen Dirt 2 und dem deutlich älteren Far Cry 2 zeigen, dass die Mehrkernoptimierung erheblich besser wird. Das sorgt für große Leistungsreserven und herausragende Zukunftssicherheit bei aktuellen Vierkern-Prozessoren. Achten Sie beim Kauf eines AMD-Prozessors darauf, eine CPU für den aktuellen und moderneren AM3-Sockel zu kaufen. Das erleichtert späteres Aufrüsten, weil der Vorgänger AM2 schon jetzt nicht mehr gepflegt und mit neuer Hardware versorgt wird.

Die Spitzenklasse

Für Grafik-Enthusiasten ist die bestmögliche Bildqualität ein Muss. Damit der Rechner große Auflösungen samt aktivierter Kantenglättung und anisotroper Filterung in aktuellen und kommenden Spielen flüssig darstellt, benötigen Sie eine extremschnelle Grafikkarte. Für maximale Rechenleistung sorgen Dual-Grafikkarten mit zwei verbauten Grafikchips auf einer Platine. Solche Karten gehen aber mit den von Crossfire und SLI bekannten Problemen einher: sehr hoher Stromverbrauch, nervige Mikroruckler und exorbitant hohe Preise. Zudem packt selbst eine einzelne Radeon HD 5870 alle aktuellen Spiele in maximalen Details – auch in 2560x1600 Bildpunkten.

High-End-Komponenten wie die Kombination einer Radeon HD 5970 mit einem Intel Core-i7-Prozessor lohnen sich nur für absolute Framerate-Jäger. Alle anderen investieren das viele Geld besser über mehrere Jahre zum mehrmaligen Aufrüsten mit Hardware aus der gehobenen Mittelklasse.

Was kommt?

Ende März veröffentlicht Nvidia seine ersten DirectX-11-Grafikkarten GTX 480 und GTX 470. Damit will Nvidia auf den Konkurrenten ATI aufholen und sich die Leistungskrone sichern. Für die zweite Jahreshälfte plant ATI den Konter mit einer, verbesserten Auflage der Radeon HD 5000, und Nvidia dürfte weitere GTX-400-Modelle im High-End- und Budgetbereich auf den Markt bringen. Die mit den Neuveröffentlichungen verbundenen Preiskämpfe dürften Aufrüstern wohl das ein oder andere Schnäppchen einbringen, wenn sie zur richtigen Zeit zuschlagen.

Wesentlich ruhiger geht es bei den CPUs zu. Sowohl Intel als auch AMD stellen erste Sechskern-Prozessoren vor und veröffentlichen vereinzelte kleinere Modelle mit vier Kernen. Das alles bringt die Technik zwar voran, spielt für Spieler aber erst einmal nur eine untergeordnete Rolle: Aktuelle Vierkerner haben bei weitem genug Leistung für kommende Spiele.

» Aufrüsten in der Praxis: FAQ
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