Bewegungssteuerung
Digitaler Software-Vertrieb
Immer mehr Entwickler und Publisher treiben den digitalen Vertrieb von Spielen und kostenpflichtigen Zusatzinhalten voran. 2010 setzt sich dieser Trend weiter fort und nimmt noch an Fahrt auf. Die stetig wachsende Internetbandbreite eröffnet der Spielebranche viele neue Möglichkeiten, die 2010 deutlich stärker als bisher genutzt werden. Der Verkauf von Spielen über Download-Plattformen wie Steam, Direct to Drive oder Games for Windows Live spart Kosten (Datenträger, Verpackung) und ermöglicht durch Kontenbindung einen besseren Schutz vor Raubkopien und eine (nicht ganz koschere) Kontrolle des Gebrauchtmarkts.
Vorbild und Vorreiter: Steam verhalf Online-Vertriebsplattformen zum Durchbruch. Das größte Umsatzwachstum werden im neuen Jahr herunterladbare Zusatzinhalte (DLCs) verzeichnen. Schon jetzt sind solche Mini-Addons für Top-Titel wie
Dragon Age,
Modern Warfare 2 und
Assassin’s Creed 2 angekündigt. Einen Schritt weiter geht der Dienst OnLive in den USA. OnLive soll Spielen per Stream möglich machen. Die Berechnungen werden also von einem zentralen Server durchgeführt und die Bilder an den Spieler geschickt – eine Entfernung zum Server von maximal 1.600 Kilometern vorausgesetzt. Ein leistungsstarker Rechner wird so überflüssig. Sogar schwache Netbooks sollen für flüssiges Spielen grafisch anspruchsvoller Titel ausreichen. Dafür verlangt der Anbieter eine monatliche Grundgebühr sowie Miet- oder Kaufpreise pro Spiel. Abhängig vom Erfolg dieses neuen Ansatzes wäre das später, wohl nicht mehr 2010, auch in Europa denkbar.