SSD-Festplatten für Spieler
Kaum eine Komponente bringt so viel gefühlten Geschwindigkeitszuwachs für Ihren PC wie eine SSD-Festplatte. Wir haben acht aktuelle Modelle im Test.
Inhaltsverzeichnis
» SSD-Grundlagen
» SSD-Probleme
» Problemlösung: Trim
» Benchmarks
» Die richtige SSD
» Das Testfeld
Wer seinen PC aufrüsten will, denkt in der Regel zuerst an Prozessor, Arbeitsspeicher und Grafikkarte. Einen bislang häufig unterschätzter Aufrüstweg bieten aber auch die zunehmend verbreiteten SSD-Festplatten, die auf Flash-Speicherchips statt auf rotierende Magnetscheiben setzen. Zwar wirken die typischen SSDs mit Speichergrößen zwischen 30 und 256 GByte gegenüber herkömmlichen Festplatten mit bis zu zwei Terabyte Speicher winzig, allerdings arbeiten SSD-Festplatten in fast allen Situationen sehr viel schneller als die traditionellen Laufwerke. Der Geschwindigkeitszuwachs, den eine SSD Ihrem PC beschert, lässt sich mit Benchmarks zwar nur teilweise ausdrücken. Wer es einmal erlebt hat, möchte die enorm gestiegene Reaktionsgeschwindigkeit seines Systems aber nicht mehr missen.
Nach anfänglichen Kinderkrankheiten sind die meisten SSDs mittlerweile durchaus ausgereift. Grund genug, Ihnen Hintergrundinformationen zur Technik zu liefern sowie acht aktuelle SSD-Festplatten auf Spiele- und Alltagstauglichkeit zu testen. SSD-Grundlagen
SSD-Probleme



Ohne Gehäuse erkennen Sie gut die Speicherchips (rechteckig) sowie den Controller-Chip (quadratisch). Nach einiger Zeit intensiver Nutzung ist eine SSD also komplett gefüllt, entweder mit aktuellen oder mit bereits zum Löschen freigegebenen Daten. Wenn das Betriebssystem dann eine neue Datei auf die SSD schreiben will, muss der Controller-Chip der SSD den zwar als frei markierten, aber noch nicht wirklich gelöschten Bereich erst einlesen, verändern und dann mit den neuen Daten zurück in die Speicherzellen schreiben. Das kostet spürbar mehr Zeit als bei einer fabrikneuen SSD, die Daten direkt in freie Speicherzellen schreiben kann. Dazu kommt, dass sich die Speicherbereiche aufgrund technischer Gegebenheiten nur in ganzen Blöcken von 512 KByte löschen lassen. Selbst wenn Sie also nur eine winzige Datei von einem KByte speichern wollen, muss die SSD zunächst die gesamten 512 KByte (gefüllt sowohl mit aktuellen als auch zum Löschen freigegebenen Dateien) des entsprechenden Speicherblocks lesen, die alten Daten löschen, die neue Datei hinzufügen und dann den gesamten Block zurückschreiben. Daher brach die Leistung der ersten SSDs nach einiger Zeit deutlich ein.
Abhilfe schafften zunächst speziell vom Hersteller entwickelte Reinigungsprogramme, die alle vom Betriebssystem gelöschten Daten auch wirklich von der SSD entfernten. Der Controller der SSD selbst hatte nämlich keine Möglichkeit zu erkennen, welche Daten nun aktuell und welche vom Betriebssystem zum Löschen freigegeben waren -- die Funktionalität war bei herkömmlichen Festplatten schlichtweg nie nötig.