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3D-TFT-Monitore mit 120 Hz im Test

Wer auf den 3D-Zug aufspringen möchte, hat mittlerweile die Auswahl zwischen einigen 120-Hertz-TFTs, die sogar abseits der 3D-Darstellung Vorteile für Spieler besitzen.
3D-interessierte PC-Spieler bietet momentan nur Nvidia ein einigermaßen ausgereiftes System an. Neben dem etwa 130 Euro teuren 3D Vision Kit, bestehend aus Shutter-Brille und zugehörigem Infrarot-Sender, benötigen Sie dafür auch einen Monitor (oder Beamer), der 120 Bilder pro Sekunde darstellen kann. So bekommt jedes Auge 60 Bilder pro Sekunde zu sehen – das 3D-Bild erscheint stabil und flimmert nicht. Grundvoraussetzung ist zudem mindestens eine Geforce 8800 GT oder höher. Beachten Sie allerdings, dass die Performance im 3D-Modus um knapp die Hälfte sinkt, da die Grafikkarte ja jede Szene aus zwei leicht unterschiedlichen Blickwinkeln berechnen muss. Planen Sie für einen eventuellen Kauf also Reserven bei der 3D-Leistung ein.
Obwohl das erste Modell bereits Anfang 2009 erschienen ist, gibt es noch nicht viele 120-Hertz-TFTs auf dem Markt. Nach und nach werden es aber mehr.
Obwohl das erste Modell bereits Anfang 2009 erschienen ist, gibt es noch nicht viele 120-Hertz-TFTs auf dem Markt. Nach und nach werden es aber mehr.
Für den 3D-Modus müssen die 120-Hz-TFTs über DVI angeschlossen werden. Nur ein Dual-Link-DVI-Kabel (liegt allen TFTs im Test bei) liefert momentan die nötige Bandbreite für 120 Bilder pro Sekunde. Zwar besitzen einige der Testkandidaten auch HDMI-Eingänge, allerdings unterstützen diese nicht den für die 120-Hertz-Übertragung notwendigen Standard HDMI 1.4 und eignen sich so nur zum Einspielen eines gängigen 60-Hertz-Signals, etwa von einem DVD-Player oder einer Spielkonsole.

Wichtig für einen 120-Hertz-TFT sind vor allem blitzschnelle Reaktionszeiten, damit bei den 120 Umschaltvorgängen pro Sekunde im 3D-Modus kein Bild nachleuchtet und so den 3D-Effekt zerstört. Außerdem sollten die Displays viel Leuchtkraft und eine sehr hohe maximale Helligkeit erreichen. Denn durch die Shutter-Brille geht unheimlich viel Helligkeit verloren und das 3D-Bild wirkt schnell zu dunkel (siehe Foto).
Eine hohe Leuchtkraft hilft, den Helligkeitsverlust durch die Shutter-Brille auszugleichen.
Eine hohe Leuchtkraft hilft, den Helligkeitsverlust durch die Shutter-Brille auszugleichen.
Aber selbst wenn Sie sich momentan noch nicht für das Spielen in 3D interessieren oder aber eine Radeon-Grafikkarte besitzen, könnte ein 120-Hertz-TFT bei einem baldigen Neukauf für Sie in Betracht kommen. Denn die 120-Hertz-Technik bringt auch beim Spielen ohne 3D-Brille merkliche Vorteile: Sie können alle Titel mit 120 Bildern pro Sekunde spielen, so fern Ihre Grafikkarte genug Leistung liefert. Im Gegensatz zu gängigen TFTs mit nur 60 Bildern pro Sekunde wirkt das Geschehen vor allem in schnellen Szenen mit einem 120-Hertz-TFT spürbar flüssiger. In schnellen Shootern wirken flotte Schwenks und abrupte Drehungen um die eigene Achse subjektiv deutlich flüssiger und stabiler. Zudem treten Zeilenverschiebungen (»Tearing«) aufgrund deaktivierter vertikaler Synchronisation erst wesentlich später und weniger störend auf.
Nvidias 3D Vision Kit ist momentan die einzig empfehlenswerte 3D-Technik für PC-Spieler.Nvidias 3D Vision Kit ist momentan die einzig empfehlenswerte 3D-Technik für PC-Spieler. Selbst auf dem Windows-Desktop macht sich die doppelte Bildwiederholrate beim Verschieben von Fenstern und Programmen durch flüssigere Animationen und erhöhte Darstellungsruhe bemerkbar. Übrigens: Auch Radeon-Besitzer dürften bald von einem 120-Hertz-TFT profitieren, da eine entsprechende Shutter-Brille für Grafikkarten von AMD bereits in Arbeit ist. Allerdings ist noch nicht bestätigt, mit welchen der getesteten 120-Hertz-TFTs die Technik dann letztendlich funktionieren wird. Abseits der für die 3D-Darstellung spezifischen Eigenheiten gelten für die 120-Hertz-Monitore aber die gleichen Kriterien, wie für alle TFTs: Bildqualität, Ausstattung und Ergonomie bestimmen die Endnote.

3D-Monitore im Test

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