Schachbetrug per iPhone : Der Betrug per iPhone verärgert andere Schachspieler. (Bildquelle: Dubaichess.ae) Der Betrug per iPhone verärgert andere Schachspieler. (Bildquelle: Dubaichess.ae)

Zum Thema Apple iPhone 6 ab 49,88 € bei Amazon.de Wie die Washington Post schreibt, wurde der nationale Schachchampion Gaioz Nigalidze aus Georgien bei einem Turnier dabei erwischt, wie er ein verstecktes iPhone dazu nutzte, die aktuelle Partie zu analysieren und zu gewinnen. Seinem Gegner Tigran Petrosian aus Armenien war bei einem Schachturnier in Dubai aufgefallen, dass Nigalidze auf seine Züge schnell antwortete und dann stets zur gleichen Toilette rannte, obwohl es auch zwei andere unbelegte gab. Der armenische Großmeister beschwerte sich und nachdem Nigalidze die Toilette ein weiteres Mal verlassen hatte, wurde der Innenraum durchsucht.

Die Offiziellen fanden ein in Toilettenpapier eingewickeltes iPhone hinter der Toilette versteckt. Zwar stritt Nigalidze zunächst ab, dass es sich um sein iPhone handelte, doch das Smartphone war in ein soziales Netzwerk unter seinem Namen eingeloggt, außerdem lief eine App, die das aktuell laufende Schachspiel analysierte. Nigalidze wurde aus dem Schachturnier ausgeschlossen, doch nun steht seine gesamte Karriere auf dem Prüfstand. Erst vor kurzem hatte Nigalidze 11.000 US-Dollar auf einem ähnlichen Turnier gewonnen. Der zweifache nationale Meister aus Georgien war seit dem Jahr 2007 sprunghaft in den Ranglisten aufgestiegen - vielleicht nicht ganz zufällig das Jahr, in dem das erste iPhone auf den Markt kam.

Für andere Schachspieler ist diese Art Betrug sogar noch schlimmer als Doping, denn kein normal ausdauernder Mensch könne sich so dopen, dass er mit Spitzensportlern mithalten könne. Beim Schach könne quasi jeder, der die Schachregeln kennt, durch diese Art Betrug internationale Turniere gewinnen. Es gab allerdings schon früher Betrugsversuche, beispielsweise mit Funkübertragungen und versteckten Empfängern. Neu ist die Idee, hilfreiche Informationen auf der Toilette zu verstecken, ebenfalls nicht, wie manche Schüler oder Lehrer sicher wissen.

Quelle: Washington Post