iPhone 7 und Apple Watch Series 2 : Das Apple iPhone 7 wird auch in zwei schwarzen Varianten veröffentlicht. Das Apple iPhone 7 wird auch in zwei schwarzen Varianten veröffentlicht.

Zum Thema Apple iPhone 7 (Plus) ab 296,90 € bei Amazon.de Update: Hier noch die Preise für Deutschland. Die Apple Watch Series 2 ist ab 419 Euro zu haben. Das iPhone 7 kostet 759 Euro mit 32 GByte, 869 Euro mit 128 GByte und 979 Euro mit 256 GByte. Das größere iPhone 7 ist jeweils 140 Euro teurer und kostet daher mit gleichem Speicherausbau 899 Euro, 1.009 Euro und 1.119 Euro.

Bei beiden Modellen ist die Variante in glänzendem Diamantschwarz anscheinend kratzempfindlich, wie The Verge meldet. Nur bei diesem Modell gibt es im Kleingedruckten im Apple-Shop den Hinweis: »Die Oberfläche ist genauso hart, wie bei anderen eloxierten Apple Produkten. Dennoch können mit der Zeit winzige Abnutzungserscheinungen sichtbar werden. Um dem vorzubeugen, empfehlen wir, eines der vielen verfügbaren Cases zu verwenden, mit denen das iPhone geschützt werden kann.« Ein Foto mit erstem Kratzer gibt es bei The Verge ebenfalls schon zu sehen.

Quelle: The Verge

Apple iPhone 7

Originalmeldung: Der Event in San Francisco begann mit einem Video, in dem CEO Tim Cook zum Event gefahren wurde und dabei sogar singend im Auto zu sehen war. Das war der Einstieg für den ersten Punkt des Events, der sich um Apple Music und dessen neuen Inhalte drehte. Danach sprach Cook über den App-Store, bei dem Gaming mit 500.000 Spielen die wichtigste Kategorie ist. Als kleine Sensation dürfte man wohl bewerten, dass dann Mario-Vater Shigeru Miyamoto von Nintendo die Bühne betrat und ankündigte, dass Super Mario nun mit Super Mario Run auch auf iOS angeboten wird.

Das erste Hardware-Produkt des Abends war die Apple Watch, allerdings zunächst nur im Zusammenhang mit dem neuen watchOS 3 und dessen neue Funktionen wie Instant Launch und Scribble. Auch hier hatte Apple eine Überraschung parat: Pokémon Go wird für die Apple Watch veröffentlicht. Danach wurde die neue Apple Watch "Series 2" vorgestellt, die nun so wasserfest ist, dass sie beim Schwimmen oder Surfen getragen werden kann und sogar Wassertiefen von 50 Metern verträgt. Das Feature wurde ausführlich in Simulationen getestet. Schwimmer können nun auch ihren Kalorienverbrauch berechnen lassen.

Der neue S2-Prozessor ist laut Apple bis zu 50 Prozent schneller, der Grafikkern soll sogar doppelt so schnell sein wie bei der ersten Apple Watch. Der Bildschirm ist mit 1000 nits das hellste Display, das Apple jemals in einem Produkt verbaut hat. Ganz neu ist der GPS-Sensor, der eine schnelle Verbindung zu den Satelliten aufbauen soll. Die Apple Watch kann dann beispielsweise in einer neuen App für Wanderer namens ViewRanger auch Routen-Informationen anzeigen und warnen, wenn die geplante Route verlassen wird.

Eine neue weiße Version der Smartwatch wird mit einem Keramik-Gehäuse ausgestattet sein. In Zusammenarbeit mit Nike wird es eine spezielle Version für Jogger geben, die Apple Watch Nike+. Die Smartwatch soll durch Nachfragen wie "Laufen wir heute" für Motivation sorgen. Die Apple Watch Series 2 soll ab 369 US-Dollar erhältlich sein. Die erste Apple Watch wird ebenfalls mit dem neuen S2-Prozessor ausgestattet und soll dann als Apple Watch Series 1 ab 269 US-Dollar angeboten werden.

Tim Cook sprach dann über das Thema iPhone und die inzwischen über einer Milliarde verkaufter Geräte. iOS 10 soll viele neue Features bieten, beispielsweise Siri für Apps von Drittanbietern, eine neue Maps-Apps und Funktionen für ein automatisiertes Zuhause über Home-Kit. Home Kit wird laut Cook von so gut wie jedem Hersteller entsprechender Geräte unterstützt. Danach wurde das iPhone 7 vorgestellt.

Etwas ungewöhnlich für das sonst so verschwiegene Apple war, dass es schon vor der Vorstellung des neuen iPhone 7 offizielle Informationen im Web gab. Amazon stellte kurz vor der Veranstaltung eine Zubehör-Seite online, aus der sich viele Details schließen ließen. Apple selbst kündigte bei Twitter das Smartphone an und nannte Details, lange bevor es auf der Bühne tatsächlich vorgestellt wurde. Die ersten Nachrichten, die Apple jemals bei Twitter veröffentlicht hat, waren somit ein Leak, der schnell und doch zu spät wieder gelöscht wurde.

Dementsprechend war vor der Vorstellung bereits bekannt, dass das iPhone 7 von Apple vor Wasser geschützt ist, eine neue 12-Megapixel-Kamera, Stereo-Lautsprecher sowie eine längere Akku-Laufzeit bietet, ungefähr so aussieht wie die Vorgänger und auch in Schwarz existiert. Als Apple-Designer Jony Ive das iPhone 7 in einem Video vorstellte, wurde das im Grunde ziemlich ähnliche Design als "Evolution" bezeichnet und einige neue Fertigungsprozesse vorgestellt, die beispielsweise für eine glänzende Oberfläche sorgen. Danach sprach Phil Schiller über das iPhone 7 und kündigte eine glänzende schwarze Variante namens Jet Black und eine normal schwarze Version sowie Varianten in Gold, Silber und Roségold an.

Die Antennenbänder befinden sich nun weniger sichtbar an den Kanten und der neue drucksensitive Homebutton kann nun über eine API von Apps angesprochen werden. Entgegen mancher Gerüchte ist das iPhone 7 nur nach IP67-Standard vor Wasser und Staub geschützt. Die rückseitige Kamera des iPhone 7 ist mit einem neuen 12-Megapixel-Sensor ausgestattet, der 60 Prozent schneller und 30 Prozent energieeffizienter ist. Der Blitz bietet vier LEds und ein von Apple entwickelter Signalprozessor soll bei jeder Aufnahme 100 Milliarden Operationen ausführen.

Mehr Farben, bessere Geräuschunterdrückung und Bildstabilisierung machen die Kamera laut Schiller zur bisher besten iPhone-Kamera. Die Frontkamera bietet nun 7-Megapixel. Das 5,5 Zoll große iPhone 7 Plus ist gleich mit zwei 12-Megapixel-Kameras ausgestattet, eine mit Weitwinkel- und eine mit Teleobjektiv. Zoom ist optisch 2x und in Software bis zu 10x möglich. Mit den zwei Kameras zusammen kann das iPhone 7 Plus ein Bild einscannen und Tiefeninformationen erkennen, die dann für Unschärfe des Hintergrunds verwendet wird. Auch das Vorschaubild zeigt das Ergebnis bereits an. Allerdings wird es die entsprechende Software für das iPhone 7 Plus erst im Laufe des Jahres als kostenloses Update geben.

Das neue Display das iPhone 7 ist 25 Prozent heller, bietet einen größeren Farbraum und unterstützt 3D-Touch. Danach bestätigte Apple die erwarteten Stereo-Lautsprecher und sprach darüber, wie gut der Lightning-Anschluss für Kopfhörer ist. Ein Adapter für Standard-Kopfhörer liegt den neuen Smartphones bei, ebenso neue Earpods mit Lightning-Anschluss. Der Umstieg auf Lightning sei ein mutiger Schritt in die Zukunft, so Phil Schiller. Das gilt laut seinen Worten auch für die drahtlose Verbindung mit den neuen Airpods, drahtlosen In-Ohr-Kopfhörern mit Geräuschunterdrückung. Die Verbindung mit dem iPhone oder Apple Watch ist über einer App mit einem einzigen Schritt möglich. Auch von Beats wird es neue drahtlose Kopfhörer mit der gleichen Technik geben.

Das letzte neue Feature des iPhone 7 ist der neue A10-Fusion-Prozessor mit vier Kernen. Zwei davon bieten eine 40 Prozent schnellere Leistung als der A9, die anderen beiden benötigen nur ein Fünftel der Energie der anderen Kerne. Ein spezieller Controller erkennt, welche Kerne für welche Aufgabe verwendet werden sollen. Der neue Grafikkern ist laut Apple 50 Prozent schneller als der A9 und benötigt dabei nur zwei Drittel der Energie. Sogar F1 2016 von Codemasters soll für das iPhone 7 erscheinen, weil die Leistung nun Konsolenniveau erreicht hat. Auch Adobe Lightroom wird mit Desktop-Funktionen erscheinen.

Trotz der höheren Leistung reicht eine Akkuladung des iPhone 7 für durchschnittlich zwei Stunden mehr, beim iPhone 7 Plus immerhin noch eine Stunde mehr als beim direkten Vorgängermodell. Vorbestellungen des iPhone 7 sollen ab dem 9. September möglich sein, der Verkaufsstart ist für den 16. September 2016 geplant. Beide Modelle werden mit 32, 128 und 256 GByte angeboten. Das iPhone 7 ist ab 649 US-Dollar erhältlich, das iPhone 7 Plus ab 769 US-Dollar. Die deutschen Preise werden wir in einem Update nachreichen.