Samsung Google Nexus S

Smartphones   |   Datum: 17.09.2011
Seite 1 2 3   Wertung

Google Nexus S im Test

Googles Version von Android

Mit dem Nexus S hat Google seine eigenen Ideen in ein Smartphone gegossen, und das Gerät ist inzwischen günstig zu haben. Grund genug, es mit den aktuellen Top-Konkurrenten zu vergleichen.

Von Moritz Jäger |

Datum: 17.09.2011


Zum Thema » Vergleich: Welche Android-Oberfläche ist die beste? » Android-Rooting: Mehr Freiheit für Smartphones » Vergleich: Android Market gegen Apple App Store Wer ein High-End-Smartphone und gleichzeitig ein Schnäppchen sucht, der sollte einen Blick auf das Nexus S werfen. Obwohl es technisch zur Oberklasse gehört, wird es ohne Vertrag bereits unterhalb von 300 Euro verkauft. Grund genug, sich das Smartphone im Test vorzunehmen und zu klären, ob man für das Geld auch anständige Leistung erhält. Denn im Inneren findet sich durchaus aktuelle Hardware: Ein vier Zoll großer Touchscreen für Eingaben, HSUPA, HSDPA und WLAN nach dem n-Standard für den Zugriff auf Netzwerk und Web sowie 16,0 GByte integrierter Speicher. Das Nexus S war außerdem das erste Android-Smartphone, das die Nahfunktechnik NFC unterstützt.

Google Nexus S : Samsung Google Nexus S. Samsung Google Nexus S.

Das Nexus S ist das zweite Smartphone, dessen Spezifikationen direkt von Google mitbestimmt wurden. Gebaut wird es von Samsung, nicht wie der Vorgänger von HTC. Eine weitere Besonderheit: Die Nexus-Geräte von Google sind normalerweise die ersten, die eine neue Version von Android erhalten. Google kann diese Updates deutlich schneller ausliefern, da die sonst üblichen und teils langwierigen Freigaben von Geräteherstellern und Mobilfunkprovidern umgangen werden. Auf dem Nexus S läuft Android außerdem in der Rohform. Anders als etwa HTC oder LG überarbeitet Google den Launcher (das grafische Benutzerinterface) nicht, sondern verwendet direkt die Android-UI.

Hardware

Das Nexus S ist bereits ein wenig älter, das macht sich auch bei der Hardware bemerkbar. Statt einem Dual-Core arbeitet darin lediglich ein Einkernprozessor von ARM, der mit 1,0 GHz getaktet ist. Ihm zur Seite stehen 512 MByte RAM. Für die Grafikberechnung setzt Samsung im Nexus S auf den SGX540 vom Hersteller PowerVR. Ähnliche Ausführungen des Chips finden sich übrigens auch in diversen Apple-Produkten oder im Motorola Droid. Das Nexus S liegt also bei der theoretischen Leistung hinter Smartphones wie dem Samsung Galaxy S II oder dem HTC Desire S, in der Praxis merkt man das aber kaum. Das Smartphone reagiert schnell auf Eingaben, lediglich beim Surfen im Web hätten wir uns ab und zu mehr RAM gewünscht.

Für Daten bietet das Nexus S intern 16,0 GByte fest verdrahteten Speicherplatz. Ungewöhnlich ist, dass Google keinen zusätzlichen Slot für Micro-SD-Karten integriert hat. Auch wenn der Platz für die meisten Nutzer ausreichend ist, wiederspricht dies doch der offenen Idee, die Google gerne für Android zitiert. Der Speicher ist in zwei Bereiche aufgeteilt. Knapp 1,0 GByte stehen dem Betriebssystem und Kernanwendungen zur Verfügung, Nutzerdaten wie Musik oder Filme landen in der knapp 15,0 GByte großen Zweitpartition.

Auf das mobile Internet kann das Nexus S per UMTS, HSDPA und HSUPA zugreifen, je nach Netzausbau sind im Download theoretisch bis zu 7,2 MBit/s und im Upload bis zu 5,76 MBit/s möglich, ein normaler Wert für aktuelle Handys. Im WLAN unterstützt das Nexus S Netzwerke mit 802.11 b/g/n, allerdings nur im oftmals dicht bevölkerten 2,4 GHz-Band, nicht in Netzwerken auf Basis von 5 GHz.

Ein Novum ist der integrierte NFC-Chip. Diese drei Buchstaben stehen für »Near Field Communication«, eine Nahfunktechnik zum Austausch von Daten. Das Nexus S kann entsprechende Tags auslesen oder eine vom Nutzer definierte Visitenkarte kontaktlos auf ein anderes kompatibles Smartphone übertragen. NFC gilt als Zukunftstechnologie, mit der etwa das Handy eine Kreditkarte ersetzen kann, praktische Anwendungen fehlen aber noch. Dazu kommen die üblichen Module wie GPS, Gyroskop, Beschleunigungsmesser oder digitaler Kompass.

Display

Im Nexus S ist ein 4,0 Zoll großes Multi-Touch-Display verbaut, welches eine leichte Krümmung aufweist. Das sieht durchaus stylish aus und sorgt für den Namen Countour-Display. Dieses soll laut Google für besonders starken Kontrast sorgen. In der Praxis haben wir keinen Unterschied zwischen flachem und geschwungenem Display bemerkt - außer, dass es anders aussieht. Als Bildschirmtyp verwenden Google und Samsung in den meisten europäischen Modellen ein Super LCD. Dieses zeigt Inhalte zwar scharf und deutlich an, allerdings kann es nicht mit dem Super AMOLED-Display mithalten, das Samsung beispielsweise im Galaxy S II und den US- und UK-Modellen des Nexus S verbaut. Warum der größte Teil Europas andere Bildschirme erhält, ist nicht bekannt. Eine mögliche Erklärung sind mangelnde Produktionskapazitäten.

Software

Wie bereits erwähnt, ist das auf dem Nexus S installierte Android die von Google entwickelte Grundversion ohne Verbesserungen wie Wetter-Widgets oder angepasste Tastaturen. Das bietet den großen Vorteil, dass Nexus-Nutzer relativ schnell auf neue Versionen aktualisieren können. Das Smartphone im Test lief bereits mit Android 2.3.4, in Kürze soll ein Update auf 2.3.6 erfolgen (2.3.5 war lediglich für LTE-basierte Geräte verfügbar).

Steckt man das Smartphone am PC oder Mac an, steht es nach der Installation der Treiber als separates USB-Laufwerk zur Verfügung. Dateien werden einfach in die entsprechenden Ordner kopiert, eine Software zum Abgleich bietet Google nicht. Wer aber beispielsweise seine Musik auf dem Handy per PC verwalten will, der kann zu Programmen wie Winamp oder DoubleTwist greifen, die beherrschen sogar einen Abgleich per WLAN, was eine USB-Verbindung überflüssig macht.

Bild 1 von 7
« zurück | weiter »
Samsung Google Nexus S

INHALTSVERZEICHNIS

Seite 1
Seite 2
Seite 3
Wertung
Diesen Artikel:   Kommentieren (18) | Drucken | E-Mail
FACEBOOK:
TWITTER:
 
WEITERE NETZE: Weitersagen
Sagen Sie Ihre Meinung (» alle Kommentare)
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten!
» Zum Login

Sie sind noch nicht in der GameStar-Community angemeldet?
» Zur kostenlosen Anmeldung
Erster Beitrag  |  » Neuester Beitrag
Avatar BoINgsi
BoINgsi
#1 | 17. Sep 2011, 13:00
Ganz oben steht samsung nexus S?

Edit: Aso nur die specs sind von google.
rate (1)  |  rate (0)
Avatar shadovv
shadovv
#2 | 17. Sep 2011, 13:23
"Dank des Android Markets" bitte! Der arme Genitiv...
rate (3)  |  rate (4)
Avatar Damian_Walker
Damian_Walker
#3 | 17. Sep 2011, 13:29
Ich hab mein Nexus S jetzt seit ca. 3 Monaten und bin komplett zufrieden!
Das beste Smartphone was ich je hatte :)
(Ich freu mich schon auf Ice Cream Sandwich :])
rate (3)  |  rate (1)
Avatar haep
haep
#4 | 17. Sep 2011, 13:56
Hatte vorher ein Motorola XT720, welches ebenfalls die Standardoberfläche von Android ohne Anpassungen hatte.
Es braucht einfach unglaublich viel Zeit, wenn man daraus ein wirklich intuitives und nützliches Interface basteln will.
Wer gerne ein Android möchte, dem würde eher zu einer angepassten Oberfläche wie HTC Sense, MotoBlur oder dem Samsung Interface raten.
Meiner Meinung nach ist das "rohe" Android alles andere als zeitgemäß.

Was das Aussehen des Smartphones anbelangt wäre das runde Design auch nicht mein Ding, aber da hat ja jeder einen anderen Geschmack. :)
Die Hardware ist OK.
rate (0)  |  rate (2)
Avatar pun1sh3r
pun1sh3r
#5 | 17. Sep 2011, 14:40
Gutes Teil. Aber, mein Milestone reicht mir zur Zeit noch dicke ;)
rate (0)  |  rate (1)
Avatar BoINgsi
BoINgsi
#6 | 17. Sep 2011, 14:40
Sieht doch aus wie ein IPhone!

Ich meine es hat abgerundete ecken ist quadratisch und hat farbige Symbole!

:D
rate (11)  |  rate (5)
Avatar Dagobert89
Dagobert89
#7 | 17. Sep 2011, 15:30
Zitat von BoINgsi:
Im Nexus S ist ein 4,0 Zoll großes Multi-Touch-Display verbaut, welches eine leichte Krümmung aufweist. Das sieht durchaus stylish aus und sorgt für den Namen Countour-Display. Dieses soll laut Google für besonders starken Kontrast sorgen


erstens ist nicht das Display selber gebogen sondern das Glas darüber und es soll auch keinen besseren kontrast bringen sondern vorallem beim Telefonieren besser anliegen was es auch tut ;)

Also ich bin zufireden mit meinem Nexus
rate (1)  |  rate (0)
Avatar phil2k9
phil2k9
#8 | 17. Sep 2011, 16:04
Meines Wissens nach kann das Nexus S Videos nur mit einer Auflösung von maximal 720x480 Pixeln aufnehmen oder bin ich da falsch informiert?
rate (1)  |  rate (0)
Avatar squieky
squieky
#9 | 17. Sep 2011, 19:45
Android ist Android, paar Samsung Programme hin oder her.
Diese sind aber auch nicht wirklich nützlich, eher Balast.

Warum ist das Nexus nun für Bastler gemacht und das Galaxy II nicht?
Android ist an sich unvollkommen, man muss alles manuell fixen inclusive Lagfix & Co.
rate (2)  |  rate (1)
Avatar BeRse
BeRse
#10 | 17. Sep 2011, 19:55
Zitat von squieky:
Android ist Android, paar Samsung Programme hin oder her.
Diese sind aber auch nicht wirklich nützlich, eher Balast.

Warum ist das Nexus nun für Bastler gemacht und das Galaxy II nicht?
Android ist an sich unvollkommen, man muss alles manuell fixen inclusive Lagfix & Co.


wenn man keine Ahnung hat ...
google am Besten mal nach TouchWiz 4.0
am Galaxy S2 kann man auch genauso rumbasteln wie am Nexus wenn man das denn möchte - allerdings besteht beim Galaxy S2 wenig Grund dazu weil das Out-of-the-Box schon mehr mitbringt
rate (1)  |  rate (1)

PROMOTION
Nichts verpassen!
PREISE ZUM PRODUKT
Samsung Google Nexus S
Zum Angebot bei ebay.de 249,94 €
Versand s. Shop
Zum Shop  
Zum Angebot bei ebay.de 269,90 €
Versand s. Shop
Zum Shop  
Zum Angebot bei ebay.de 275,00 €
Versand s. Shop
Zum Shop  
» weitere Angebote
 
top Top
Werde Fan von GameStar auf FacebookFacebook Aboniere den YouTube-Kanal von GamestarYouTube Besuche Gamestar auf Google+Google+ GameStar auf Twitter folgenTwitter Alle RSS-Feeds von GameStar.deRSS-Feeds Jetzt GameStar-Newsletter bestellenNewsletter
© IDG Entertainment Media GmbH - alle Rechte vorbehalten