Corsair Neutron GTX mit 240 GByte : Die Ausstattung der Corsair Neutron GTX fällt bescheiden aus; als einziges Zubehör liegt der 2,5 Zoll großen Festplatte ein 3,5-Zoll-Einbaurahmen bei, der den Einbau in Gehäuse ohne SSD-Unterstützung ermöglicht. Eine Software zum Spiegeln vorhandener Partitionen oder ein Wartungs-Tool bietet die Corsair Neutron GTX nicht. Allerdings gibt es auf der Corsair Homepage die Möglichkeit sich ein entsprechendes Tool herunterzuladen. Die Ausstattung der Corsair Neutron GTX fällt bescheiden aus; als einziges Zubehör liegt der 2,5 Zoll großen Festplatte ein 3,5-Zoll-Einbaurahmen bei, der den Einbau in Gehäuse ohne SSD-Unterstützung ermöglicht. Eine Software zum Spiegeln vorhandener Partitionen oder ein Wartungs-Tool bietet die Corsair Neutron GTX nicht. Allerdings gibt es auf der Corsair Homepage die Möglichkeit sich ein entsprechendes Tool herunterzuladen.

Corsair hat sein Produktportfolio in den letzten Jahren stark erweitert und produziert mittlerweile neben Arbeitsspeicher auch Gehäuse, Netzteile, Eingabegeräte und eben SSDs. Bislang setzte Corsair dabei wie die meisten Speicherhersteller auf Controller der Firma SandForce. Bei der aktuellen Neutron-GTX-SSD kommt jedoch ein Steuerchip von »Link A Media Device« (LAMDLM87800) zum Einsatz, deren SSD-Controller bislang eher im Server-Umfeld zu finden waren.

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Neben dem LM87800-Controller der Firma LAMD kommen in der Corsair-SSD 24-nm-Speicherchips mit Toggle-Technik zum Einsatz. Daneben kümmern sich zwei ARM-Prozessoren um die anfallende Rechenarbeit. Wie die meisten SSDs besitzt auch die Neutron GTX zwei DDR2-Chips als Cache-Speicher und beherrscht den sogenannten TRIM-Befehl. Die Technik ermöglicht ab Windows 7, das freigewordene oder gelöschte Datenblöcke wieder nutzbar werden und die SSD nicht mit vorschreitender Lebensdauer Lese-und Schreibgeschwindigkeit verliert. Dass auf der Neutron GTX statt 256 nur 240 GByte Daten Platz finden, liegt am sogenannten »Overprovisioning«. Hierbei hält der Controller relativ viele Speicherzellen als Reserve zurück um bei Problemen, wie dem Ausfall von einzelnen Zellen, darauf zurückgreifen zu können.

Wie wir testen

Corsair Neutron GTX mit 240 GByte : Die Corsair SSD Tool Box steht auf der Corsair-Homepage zum Dowload bereit. Neben dem Auslesen von technischen Daten der SSD bietet die Software auch die Möglichkeit zum Firmware-Update und dem Spiegeln von Daten. Die Corsair SSD Tool Box steht auf der Corsair-Homepage zum Dowload bereit. Neben dem Auslesen von technischen Daten der SSD bietet die Software auch die Möglichkeit zum Firmware-Update und dem Spiegeln von Daten. Um vergleichbare Messwerte zu erhalten, nutzen wir den »AS SSD Benchmark« in der Version 1.7. Das Programm ermittelt die Lese- und Schreibleistung der SSDs, indem es die SSDs einerseits große, zusammenhängende Dateien wie etwa einen Film verarbeiten lässt. Die Ergebnisse aus diesem Test finden Sie im Benchmark-Kasten »Sequenzielle Performance«. Zusätzlich misst der Benchmark die Geschwindigkeit beim Lesen und Schreiben vieler kleiner, unzusammenhängender Dateien, was vor allem beim Arbeiten mit Windows und vielen geöffneten Programmen wichtig ist - die Benchmark-Resultate in dieser Disziplin finden Sie unter »Random Performance«.

Im dritten Abschnitt überprüft der AS SSD Benchmark die Kopierleistung der SSDs bei unterschiedlichen Datentypen. Dafür testet das Programm die Punkte »ISO« (zwei große Dateien), »Programm« (viele kleine Dateien) und »Spiel« (Mix aus großen und kleinen Dateien). Bei allen Messungen mitteln wir das Ergebnis von fünf Benchmark-Durchläufen.

Zusätzlich zu den Durchläufen mit dem AS SSD Benchmark testen wir die Corsair Neutron GTX noch beim Einsatz als Windows- und Spielelaufwerk. Wir stoppen die Zeit, die vom Drücken des Startknopfes an unserem Testsystem bis zum Erscheinen des Windows 7 -Desktops vergeht (inklusive Virenscanner, Skype und Steam ). Wie beim Benchmark-Programm nehmen wir auch hier den Mittelwert aus fünf Messungen. Zusätzlich messen wir die Zeit, bis ein Spielstand einer großen Stadt in Anno 2070 (das überraschenderweise kaum von einer SSD profitiert) fertig geladen ist. Auch beim Betreten einer 64-Spieler-Karte von Battlefield 3 (wo eine SSD die Ladezeit deutlich senkt) lassen wir die Stoppuhr mitlaufen. Neben den Ergebnissen der Neutron GTX finden Sie auch die Werte anderer aktueller SSDs in den Diagrammen. Zum besseren Vergleich haben wir alle Tests auch mit einer herkömmlichen Magnetfestplatte durchgeführt. Die Ergebnisse der Seagate Barracuda (1,0 TByte, SATA3, 7.200 U/Min) finden Sie deshalb ebenfalls in den Benchmarks.

Benchmark-Tests große Dateien

Große Dateien liest und schreibt die Neutron GTX sehr schnell. Bei der Leserate liegt die Corsair-SSD mit 506,1 MByte/s nur minimal hinter der OCZ Vector mit 507,6 MByte/s. Vom Spitzenreiter Samsung SSD 840 Pro (510,9 MByte/s) trennen die Neutron ebenfalls nur wenige MByte, allerdings liegen fast alle getesteten SSDs auf einem ähnlich hohen Niveau. Das Schreiben von zusammenhängenden Daten erledigt die Neutron GTX mit 471,7 MByte pro Sekunde schneller als die Samsung SSD 840 (252,9 MByte/s), aber langsamer als die 840 Pro (492,5 MByte/s) und die OCZ Vector (491,7 MByte/s).

Sequenzielle Performance AS SSD Benchmark
Lesen
Schreiben
Samsung SSD 840 Pro 256 GByte / SATA3
510,9
492,5
Samsung SSD 840 250 GByte / SATA3
510,2
252,9
Adata SX910 256 GByte / SATA3
508,2
311,7
OCZ Vector 256 GByte / SATA3
507,6
491,7
Corsair Neutron GTX 240 GByte / SATA3
506,1
471,2
Transcend SSD720 256 GByte / SATA 3
505,7
273,8
Kingston HyperX 3k 240 GByte / SATA3
504,1
302,0
Intel SSD 335 240 GByte / SATA3
487,8
314,0
Sandisk Ultra Plus 256 GByte / SATA3
484,5
423,5
Kingston SSD Now 200 V+ 240 GByte / SATA3
208,2
232,6
Seagate Barracuda 7200.12 1,0 TByte / SATA3
117,2
116,6
0
104
208
312
416
520
Gemessen in MByte pro Sekunde. Je höher, desto besser.