OCZ Vector

SSDs   |   Datum: 07.06.2013
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OCZ Vector mit 256 GByte im Test

Schnelle SSD mit Barefoot-3-Controller

Mit der Kombination von MLC-Speicher und dem eigenen Barefoot-3-Controller will OCZ die SSD-Konkurrenz hinter sich lassen. Ob das gelingt, untersuchen wir im Test der OCZ Vector mit 256 GByte.

Von Jan Purrucker |

Datum: 07.06.2013


OCZ Vector mit 256 GByte : Der Barefoot-3-Controller in der OCZ Vector stammt von OCZs Tochterfirma Indilinx. Der Barefoot-3-Controller in der OCZ Vector stammt von OCZs Tochterfirma Indilinx.

Die Vertex-SSDs des amerikanischen Herstellers von RAM- und Flash-Speichern, OCZ, gehörten aufgrund der guten Performance und den niedrigen Preisen zu den beliebtesten SSDs der vergangenen Jahre. OCZ setzte wie viele Hersteller auf einen Controller der Firma SandForce. Allerdings hatten viele dieser SSDs anfangs mit großen Problemen zu kämpfen. Durch eine unausgereifte Controller-Firmware kam es immer wieder zu kompletten Systemabstürzen, und einige Festplatten gaben ganz den Geist auf. Zwar wurde das Problem von Seiten SandForce durch die Verteilung eines Firmware-Updates behoben, das Vertrauen der Kunden in SSDs mit einem SandForce-Controller war jedoch nachhaltig geschädigt.

Zum Thema » Intel SSD 335 im Test Intel-SSD mit 20-nm-Speicher » Samsung SSD 840 Pro im Test High-End-SSD im Benchmark » Die besten SSDs Kaufberatung Solid State Disks OCZ übernahm bereits 2011 den Controller-Hersteller Indilinx, arbeitet seitdem an eigenen Steuereinheiten für die OCZ-SSDs und ist somit unabhängig von externen Controller-Lieferanten. Das neuste Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist der Barefoot-3-Controller, der in dem Vertex-Nachfolger OCZ Vector erstmals zum Einsatz kommt.

In Kombination mit synchronem 25-nm-Flashspeicher von IMFT (Joint Venture zur Flash-Speicher-Herstellung von Intel und Micron) soll der Barefoot-3-Controller für besonders hohe Übertragungsgeschwindigkeiten und Lese-/Schreibraten sorgen. Im Test haben wir die derzeit ab rund 230 Euro erhältliche OCZ Vector mit 256 GByte, außerdem gibt es noche 128-GByte-Variante ab 115 Euro und eine 512-GByte-Version ab 450 Euro. Beachten Sie aber, dass sich die Testergebnisse der 256-GByte-Version wegen der technischen Eigenheiten von SSDs nicht auf die Modelle mit anderer Kapazität übertragen lassen.

Die Ausstattung der OCZ Vector jedenfalls ist schon einmal vorbildlich: Neben dem üblichen 3,5-Zoll-Adapter für den Einbau in ältere Gehäuse liegt der Speicherlösung auch ein Produktschlüssel für »Acronis True Image« bei. Die Software ermöglicht das Spiegeln einer bestehenden Windows-Partition und erspart Ihnen somit das Neuinstallieren und Einrichten. Ebenfalls inklusive ist das Programm »OCZ Toolbox« mit dem sich die Firmware updaten sowie Daten auf der SSD sicher (»Secure Erase«) löschen lassen. OCZ hat zudem wohl großes Vertrauen in den neuen Barefoot-Controller und gibt anstelle der üblichen drei ganze fünf Jahre Garantie auf die OCZ Vector.

OCZ Vector mit 256 GByte : Die OCZ Toolbox liegt der Vector-SSD bei und lässt uns die Firmware updaten sowie alle Daten sicher löschen. Die OCZ Toolbox liegt der Vector-SSD bei und lässt uns die Firmware updaten sowie alle Daten sicher löschen.

Wie wir testen

Um vergleichbare Messwerte zu erhalten, nutzen wir für den Benchmarks den »AS SSD Benchmark« in der Version 1.7. Das Programm ermittelt die Lese- und Schreibleistung der SSDs, indem es die Festplatten zum Beispiel große, zusammenhängender Dateien wie etwa einen Film oder ein umfangreiches .zip-Archiv verarbeiten lässt. Die Ergebnisse aus diesem Test finden Sie im Benchmark-Kasten »Sequenzielle Performance«. Zusätzlich misst der Benchmark die Geschwindigkeit beim Lesen und Schreiben vieler kleiner, unzusammenhängender Dateien - die Benchmark-Resultate in dieser Disziplin finden Sie unter »Random Performance«. Diese Ergebnisse bieten im Gegensatz zu den Werten bei den großen Dateien einen besseren Einblick, wie schnell die Vector unter Windows arbeitet. Im dritten Abschnitt überprüft der AS SSD Benchmark die Kopierleistung der SSDs bei unterschiedlichen Datentypen. Dafür testet das Programm die Punkte »ISO« (zwei große Dateien), »Programm« (viele kleine Dateien) und »Spiel« (Mix aus großen und kleinen Dateien). Bei allen Messungen nehmen wir den Mittelwert aus fünf Durchläufen als Ergebnis.

OCZ Vector mit 256 GByte : Die OCZ Vector gibt es mit 128, 256 oder stolzen 512 GByte Speicherkapazität. Die OCZ Vector gibt es mit 128, 256 oder stolzen 512 GByte Speicherkapazität. Zusätzlich zu den Durchläufen mit dem AS SSD Benchmark testen wir die OCZ Vector daher noch beim Einsatz als Windows- und Spielelaufwerk. Nur so lässt sich mit Gewissheit sagen, ob die Speicherlösungen auch in einem Spiele-Rechner Sinn machen.

Wir stoppen die Zeit, die vom Drücken des Startknopfes an unserem Testsystem bis zum Erscheinen des Windows 7 -Desktops vergeht (inklusive Virenscanner, Skype und Steam ). Wie beim Benchmark-Programm nehmen wir auch hier den Mittelwert aus fünf Messungen. Als Tauglichkeitstest für Spiele prüfen wir die Zeit bis ein Spielstand einer großen Stadt in Anno 2070 (das überraschenderweise kaum von einer SSD profitiert) fertig geladen ist. Auch beim Betreten einer 64-Spieler-Karte von Battlefield 3 (wo eine SSD die Ladezeit deutlich senkt) lassen wir die Stoppuhr mitlaufen. Neben den Ergebnissen der OCZ Vector finden Sie auch die Werte anderer aktueller SSDs in den Diagrammen. Zum besseren Vergleich haben wir alle Tests auch mit einer herkömmlichen Magnetfestplatte durchgeführt. Die Ergebnisse der Seagate Barracuda (1,0 TByte, SATA3, 7.200 U/Min) finden Sie deshalb ebenfalls in den Benchmarks

Benchmark-Tests große Dateien

Beim Lesen und Schreiben der beiden großen, zusammenhängenden Dateien schneidet die OCZ Vector im Test sehr gut ab. Der AS SSD Benchmark misst hier eine Leserate von satten 507,6 MByte pro Sekunde. Auch bei der Schreibgeschwindigkeit liegt die OCZ weit vorne und erreicht 491,7 MByte/s einen sehr guten Wert. Von den anderen SSDs im Testfeld kann sich die Vector weit absetzen und liegt nur wenige MByte hinter der dennoch günstigeren Samsung SSD 840 Pro . Mit diesen Werten stößt die OCZ Vector sowohl beim Lesen als auch Schreiben bereits an das SATA3-Limit.

Sequenzielle Performance AS SSD Benchmark
Lesen
Schreiben
Samsung SSD 840 Pro 256 GByte / SATA3
510,9
492,5
Samsung SSD 840 250 GByte / SATA3
510,2
252,9
Adata SX910 256 GByte / SATA3
508,2
311,7
OCZ Vector 256 GByte / SATA3
507,6
491,7
Corsair Neutron GTX 240 GByte / SATA3
506,1
471,2
Transcend SSD720 256 GByte / SATA 3
505,7
273,8
Kingston HyperX 3k 240 GByte / SATA3
504,1
302,0
Intel SSD 335 240 GByte / SATA3
487,8
314,0
Sandisk Ultra Plus 256 GByte / SATA3
484,5
423,5
Kingston SSD Now 200 V+ 240 GByte / SATA3
208,2
232,6
Seagate Barracuda 7200.12 1,0 TByte / SATA3
117,2
116,6
0
104
208
312
416
520
Gemessen in MByte pro Sekunde. Je höher, desto besser.

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Avatar Hanfblatt93
Hanfblatt93
#1 | 07. Jun 2013, 10:05
ich brauch nach wie vor keine SSD..vllt in ein paar jahren mal^^
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Avatar Mage
Mage
#2 | 07. Jun 2013, 10:15
Ich habe in unseren PCs einige SSDs verbaut und will sie nicht mehr missen. Mit einer Ausnahme: OCZ kommt mir nie wieder in den Rechner. Die Ausfallquote dieser Platten ist extrem hoch und die Foren sind voll von unzufriedenen Kunden. Zur Zeit ist - innerhalb von 3 Jahren - die vierte SSD von OCZ beim Hersteller, um sie austauschen zu lassen. Untragbar, wenn man bedenkt, dass in der Regel das Betriebssystem auf der SSD liegt und man bei einem Ausfall immer alles von vorne installieren muss. Aus meiner persönlichen, schlechten Erfahrung heraus kann ich nur sagen: Finger weg!
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Avatar hansus
hansus
#3 | 07. Jun 2013, 10:25
Zitat von Mage:
...OCZ kommt mir nie wieder in den Rechner.


Ist bei mir auch so, nach nicht mal vier Monaten futsch gewesen :( Das Austauschgerät eines anderen Herstellers hält sich jetzt schon länger.
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Avatar Neumi
Neumi
#4 | 07. Jun 2013, 10:38
Ich hab zur Zeit 3 OCZ SSDs in meinem Rechner laufen, eine alte hab ich als Reserve - absolut keine Probleme.

Ja, Anfangs waren einige Firmware Versionen der Vertex 3 echt mies, ich hab also eher zögernd upgedated, die schlimmen übersprungen. Danach lief alles wie am Schnürchen.
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Withiny
#5 | 07. Jun 2013, 10:39
Zitat von Hanfblatt93:
ich brauch nach wie vor keine SSD..vllt in ein paar jahren mal^^


Also ich für meinen Teil nutze keine offenen Systeme mehr ohne SSD! Gerade als Gamer müssen heutzutage meist enorme Datenmengen vorgeladen werden. Und da stellt man sich schon die Frage ob man im Laufe eines Spiels damit einige Minuten ins Land ziehen lassen möchte oder nur wenige Sekunden.

Und im Gegensatz zu einem CPU/MB/RAM Upgrade kommt eine SSD inzwischen auch noch ziemlich günstig daher. Und das Upgrade einer konventionellen Scheiben-HD auf einen Flashspeicher bringt im Hinblick auf Ladegeschwindigkeiten ein vielfaches mehr als das oben genannte Komplett-Upgrade.

Ich habe bisher noch keine OCZ Kompartimente erworben - habe zumeist aber auch wegen den teils schlechten Kritiken und der harschen Fazits im Netz von Vorneherein keinen Gedanken daran verschwendet Hardware dieses Herstellers zu verbauen.
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Avatar DrProof
DrProof
#6 | 07. Jun 2013, 11:19
Überall nur + in der Wertung und dennoch nicht der Beste... :)
Der Wertungskasten ist nun pädagogisch Wertvoll. Er beleidigt die getesteten Produkte nicht mehr, sondern sagt ihnen wie toll sie sind.
Während hinten rum den Eltern gesagt wird...
Also auf einem Gymnasium sehen wir ihren Sohn nicht. :)

Ansonsten kann man die Anschaffung einer "guten" SSD nix entgegen setzen. Die Ladezeiten/Zugriffszeiten sind einfach top und sie werden immer bezahlbarer.
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Avatar freakyboy
freakyboy
#7 | 07. Jun 2013, 12:17
Zitat von Hanfblatt93:
ich brauch nach wie vor keine SSD..vllt in ein paar jahren mal^^


Du hast keine Ahnung was du da verpasst. Meine hat mir so einen unglaublichen Performanceboost gebracht, den ich auf keinen Fall mehr missen will. Es hieß früher nicht umsonst, dass die Festplatte der Flaschenhals des PCs ist ...
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Avatar Progamer13332
Progamer13332
#8 | 07. Jun 2013, 12:41
also ich brauch nur ne neue ssd wenn sie mal billiger werden...hab ne 120gb billo ssd von kingston drin aber so toll ist die jetzt auch nicht

meine ps3 würde sich zb wahnsinning freuen glaube ich :P
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Avatar Morrich
Morrich
#9 | 07. Jun 2013, 12:57
Solange die Preise für SSDs nicht endlich mal weiter sinken, werd ich vorerst auch drauf verzichten.

Entgegen diverser Behauptungen, dass SSDs immer günstiger werden würden, stagnieren die Preise nämlich schon seit Monaten.
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Avatar Tengemirf
Tengemirf
#10 | 07. Jun 2013, 16:32
Tolle SSD sofern nur die Benchmarks betrachtet werden.
Beim Preis aber punktet die OCZ VECTOR 256 GBYTE überhaupt nicht.

OCZ VECTOR aktuell 230 EUR,
Samsung 840 Pro aktuell 194 EUR

Zum Thema Langlebigkeit kann ich euch die Corsair Force Serie sehr empfehlen. Läuft bei mir seit 4 Jahren ohne Probleme oder anders ausgedrückt stolze 6961 Betriebsstunden.
Dagegen sieht es bei Crucial schon wieder anders aus, schon etliche Bluescreens gehabt.

Gruß und allseits funktionierende Rechner ;-)
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