Plextor PX-128M2S 128 GByte

SSDs   |   Datum: 25.07.2011
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Plextor PX-128M2S im Test

Baugleich zu Intels SSD 510, aber günstiger

Plextors PX-128M2S ist baugleich zur Intel SSD 510, besitzt aber eine andere Firmware und arbeitet im Test meist etwas langsamer – dafür ist sie günstiger zu haben.

Von Florian Klein |

Datum: 25.07.2011


Plextor PX-128M2S : Wie Intels SSD 510 beherrscht auch die Plextor PX-128M2S das SATA3-Protokoll, nutzt jedoch die älteren 34-nm-Chips, die zwar nicht langsamer arbeiten, aber teurer zu fertigen sind als die aktuelleren 25-nm-Varianten. Der SSD-Controller kommt wie beim Intel-Verwandten von Marvell. Als Vollversion liegt Acronis True Image bei, mit dem Sie Ihre vorhandene Windows-Installation auf die Plextor-SSD spiegeln können. Ein Rahmen zum Einbau der 2,5-Zoll-SSD (Notebook-Formfaktor) in die bei PC-Gehäusen gängigen 3,5-Zoll-Schächte für Festplatten fehlt im Lieferumfang. Im Handel finden Sie diese separat für etwa fünf Euro. Neben dem getesteten 128-GByte-Modell (ab 190 Euro) bietet Plextor auch eine 64- sowie eine 256-GByte-Version für 100 beziehungsweise 400 Euro an.

Wie wir testen

Alle SSDs testen wir am SATA3-Port des Asus P8P67 Evo R3.0 (Intel P67, Sockel 1155), das mit einem Intel Core i7 2600K und 4,0 GByte DDR3-RAM ausgestattet ist. Die Messungen führen wir mit dem »AS SSD Benchmark« des Programmierers Alexej Schepeljanski durch. Die Leistung beim Lesen und Schreiben großer zusammenhängender Dateien wie etwa Videos gibt die »Sequenzielle Performance« an. Unter »Random Performance« finden Sie die Leistung beim Lesen und Schreiben kleiner, zufällig verteilter Dateien, die für das Booten des Betriebssystems sowie beim alltäglichen Arbeiten mit Windows wichtig ist. Dazu kommen die durchschnittlichen Zugriffszeiten der SSD, die vor allem bei vielen parallelen Dateizugriffen die Reaktionsfreudigkeit des Systems beeinflussen.

Neben diesen synthetischen Messungen soll aber auch die Praxis nicht zu kurz kommen. Deshalb stoppen wir die Zeit, die vom Drücken des Power-Knopfes über die Bios-Initialisierung bis zum vollendeten Start von Windows 7 inklusive Steam-Client, Viren-Scanner und einigen Sidebar-Gadgets vergeht. Das ist praxisnäher als nur die reine Windows-Ladezeit von der (SSD-)Festplatte anzugeben. Außerdem messen wir die Ladezeiten eines Crysis -Levels sowie einer großen Stadt in Anno 1404 . Zum Vergleich haben wir mit der Seagate Barracuda XT auch eine schnelle herkömmliche Festplatte mit 2,0 TByte, 7.200 U/Min und SATA3-Schnittstelle die Benchmarks durchlaufen lassen. Bei den Zugriffszeiten haben wir die Barracuda XT allerdings außen vorgelassen, da sie mit durchschnittlich 16,46 Millisekunden beim Lesen und 2,46 ms beim Schreiben um Größenordnungen länger braucht als die SSDs mit Zugriffszeiten unter 1,0 ms und so das Balkendiagramm sprengen würde.

Benchmarks

Plextor PX-128M2S :

Sequenzielle Performance

Obwohl die Plextor-SSD denselben Marvell-Controller verwendet wie die Intel SSD 510, arbeitet die PX-128M2S in unseren Benchmarks etwas langsamer. Beim sequenziellen Lesen etwa mit 409,7 zu 418,4 MByte/s und beim Schreiben mit 183,7 zu 198,5 MByte/s. Beim Lesen kleiner, zufällig verteilter Dateien liegt die PX128-M2S mit 15,9 zu 18,5 MByte/s ebenfalls hinten, kann sich beim Schreiben mit 42,6 zu 38,8 MByte/s aber knapp vor die SSD 510 setzen. Das liegt höchstwahrscheinlich an der insgesamt etwas besser optimierten Firmware beim Intel-Modell, obwohl die Hardware identisch zur PX-128M2S ist. Beim Windows-Start kann die PX-128M2S allerdings den Gesamtsieg unter allen getesteten SSDs für sich verbuchen: Mit 30,7 Sekunden vergeht bei ihr am wenigsten Zeit vom Drücken des Power-Knopfes bis zum vollendeten Start von Windows 7 samt Viren-Scanner, Steam-Client und Sidebar-Gadgets. Allerdings liegen fast alle SSDs in dieser Disziplin denkbar knapp beieinander, meist beträgt der Unterschied weniger als eine Sekunde (siehe Benchmark unten).

Plextor PX-128M2S :

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Avatar GEMS1
GEMS1
#1 | 25. Jul 2011, 11:17
und ich würde immernoch zu der vertex 3 greifen. die müssen sich doch bei den preisen mal überlegen, ob ein langsameres modell zu höherem preis sinn macht...oder komm ich selber gerade nicht klar^^
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Avatar RoteDaumenSammler
RoteDaumenSammler
#2 | 25. Jul 2011, 11:42
Dieser Kommentar wurde ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht.
Avatar IceTom
IceTom
#3 | 25. Jul 2011, 11:47
die wichtigste Frage wenn die beiden baugleich sind wäre doch gewesen, wie man die Intel firmware auf die Plextor Platte kriegt!
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Avatar squieky
squieky
#4 | 25. Jul 2011, 12:04
Die sind nicht Baugleich wenn sie verschiedene Chips haben -.-
Ich frage mich nur was man mit 128GB macht, die lärmenden Platten um Zeug zu speichern braucht man dennoch...
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Avatar Dee-Jay
Dee-Jay
#5 | 25. Jul 2011, 12:21
Die Ladezeiten zeigen doch ganz klar dass es in der Praxis keinen Unterschied macht ob man eine "premium" oder "guenstige" SSD hat. Hauptsache man hat eine.

Warum sollte ich mir als Gamer z.B eine Vertex Serie kaufen wenn die Agility Serie 30% guenstiger ist?
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Avatar s-a-n-g-u-i-s
s-a-n-g-u-i-s
#6 | 25. Jul 2011, 13:13
Zitat von squieky:
Die sind nicht Baugleich wenn sie verschiedene Chips haben -.-
Ich frage mich nur was man mit 128GB macht, die lärmenden Platten um Zeug zu speichern braucht man dennoch...


Die kannste aber als externe Platte irgendwo hinterm Schrank verstecken^^
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Avatar Feschpa-Willi
Feschpa-Willi
#7 | 25. Jul 2011, 13:15
"Zudem packt Intel anders als Plextor bei der PX128-M2S einen 3,5-Zoll-Einbaurahmen liegt bei."

ist da nicht ein "liegt" zuviel?

mich würde viel mehr interessieren wie lange die dinger halten. man kann ja nur so und soviel mal oft drauf schreiben und mich würd halt interessierne wie lange das so im durchschnitt hält
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Avatar sirius3100
sirius3100
#8 | 25. Jul 2011, 14:26
Die NANDs halten ca. 5000 Schreibzyklen aus. Bei einer WA von 1 (was von der Intel nahezu erreicht wird: WA liegt meist wohl zwischen 1.01 und 1.02) ergibt das bei einer 128GB großen Platte 640TB die man schreiben kann (und die Reservezellen die nahezu jede SSD hat tauchen da noch nicht auf). Bei 20GB schreiben pro Tag kommt man damit auf eine Laufzeit von über 87 Jahren.
Intel sagt da eine Mindest-Laufzeit von 5 Jahren vorraus (bei 20GB/Tag), das ist wie man nach dieser einfachen Rechnung sieht aber sehr konservativ.
Außerdem gibt es auch schon Tests die zeigen dass auch die 5000 Schreibzyklen übertroffen werden können.

Die ARM-CPUs die als Controller genutzt werden gehen da eher mal kaputt. Dafür muss man dann aber einfach Ausfallstatistiken bemühen wenn man wissen will wielange die halten.
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Avatar ebbes
ebbes
#9 | 25. Jul 2011, 16:12
Also ich besitze diese SSD und bin sehr zufrieden damit.
Ich werde jetzt mal etwas dazu schreiben - Erfahrungen, Kaufentscheidungsgründe, kurzer Kommentar zu dem Test hier - dafür habe ich mich auch endlich mal hier registriert.

Von "Baugleichheit" mit der Intel-SSD habe ich vorher noch nie gehört. Die haben zwar denselben Controller, aber mit unterschiedlicher Firmware. Speicherchips und die Verdrahtung innen drin sind aber - nehme ich an - unterschiedlich.
Was mich an diesem Artikel stört, ist die Formulierung "die älteren 34-nm-Chips, die zwar nicht langsamer arbeiten, aber teurer zu fertigen sind als die aktuelleren 25-nm-Varianten".
Sie sind älter und teurer zu fertigen. Aber auch nicht langsamer. Steht ja so im Artikel. Klingt aber so, wie es formuliert ist, eher schlecht für den Endbenutzer. Doch ich finde, gerade das ist ein Vorteil. Denn 34 nm-Chips halten im Durchschnitt mehr Schreibzugriffe aus als 25 nm-Chips, bevor sich die Oxidschicht (oder was das war) anfängt abzulösen und die Speicherzelle somit read-only wird.
Im Grunde habe ich aus zwei Gründen zur Plextor gegriffen: Ich wollte eine SSD mit 34 nm-Chips wegen der Langlebigkeit und eine SSD mit Marvel-Controller. Und sie sollte günstig sein, also habe ich zur Plextor gegriffen. Crucial RealSSD m4 stand auch zur Wahl, war aber leicht teurer.
Den Marvel-Controller sehe ich nämlich als weiteren Vorteil dieser SSD an. Er ist zwar beim Schreiben langsamer als SandForce, da die Daten nicht komprimiert gespeichert werden. Das stimmt. Aber das merkt man in der Praxis denke ich überhaupt nicht. Des Weiteren besitzt der SandForce-Controller einige "Features", die die Geschwindigkeit drosseln, falls der User zu viele Daten draufschreibt. Hat den Sinn, dass minderwertige Chips verbaut werden können. Falls der Benutzer nun die Chips zu stark fordert, dann wird die Geschwindigkeit gedrosselt, um die Chips zu schonen. Sowas kann ein Hersteller, der Marvel-Controller verbaut, nicht unbedingt machen. Ich empfand das als Bevormundung.
Dass sowas wohl auch in der Praxis vorkommt, dass schlechte Chips verbaut werden, wird auf http://blog.macsales.com/9438-not-all-ssd%E2%8 0%99s-are-created-equal-the-story-continues gezeigt. Der Marktführer scheint hier wirklich am falschen Ende zu sparen bei den für den "normalen" High-End-User ausgelegten SSDs.
Nachdem ich diesen Artikel gelesen habe, war mein Entschluss, nur Marvel zu kaufen [Indilinx (oder wie die heißen) et cetera haben noch keine SATA3-Controller im Angebot], gefestigt.
Die Ausstattung der Plextor ist zwar recht mager, da kann auch die Semi-Vollversion von TrueImage nichts ausrichten. 3,5" Einbaurahmen habe ich mir von einem Bekannten aus einem Aluminiumblock fräsen lassen und SATA-Kabel musste ich kaufen, aber ich denke, dass die SSD gut und auch recht günstig ist.

So, ich hoffe, das liest irgendjemand und vielleicht findet es ja sogar irgendjemand interessant. Wenn nicht - auch nicht schlimm, ich wollte nur mal meine Meinung niederschreiben.
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Avatar Diablow1
Diablow1
#10 | 25. Jul 2011, 18:22
Zitat von ebbes:


So, ich hoffe, das liest irgendjemand und vielleicht findet es ja sogar irgendjemand interessant. Wenn nicht - auch nicht schlimm, ich wollte nur mal meine Meinung niederschreiben.



Laut geizhals hat ist die 510 auch in 34nm gefertigt

• NAND-Typ: MLC (34nm) •

zudem hat sie ja auch den identischen Marvell 88SS9174-BKK2 Controller.

Lediglich die Herstellernangaben zu den 4k Werten sind bei der Plextor im read etwas schlechter.

Intel 510 120gb
• Random 4K lesen: 20000IOPS • Random 4K schreiben: 8000IOPS •

Plextor PX-M2 128gb
• Random 4K lesen: 15000IOPS • Random 4K schreiben: 9000IOPS •

Wer sich die 50 € Aufpreis für die 510 sparen will zudem sogar noch 8gb mehr bekommt und auf die Intel Firmware (SSD Tool,Erase Funktion etc...) sowie nen Einbaurahmen+sata 6gb/s kabel verzichten kann ist hier richtig.Ich persöhnlich warte noch mit nem SSD Kauf.
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