SanDisk Extreme

SSDs   |   Datum: 10.08.2012
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SanDisk Extreme SSD im Test

SATA3-SSD mit herstellereigenen Speicherchips

Mit der Extreme SSD setzt SanDisk erstmals auf die SATA3-Schnittstelle. Zusammen mit dem bekannten Sandforce-2281-Controller will die Platte im Test zur SSD-Konkurrenz aufschließen.

Von Tom Loske |

Datum: 10.08.2012


Zum Thema » SSD-Festplatten: FAQ Alles was Sie wissen müssen » Daten auf SSDs richtig löschen Anders als sonst » Windows 7 auf SSD umziehen Umzug statt Neuinstallation Mal wieder hat eine SSD mit Sandforce-2281-Controller den Weg in unser Testlabor gefunden. Sandisk versucht sich aber durch den Einsatz einer modifizierten Firmware von der Konkurrenz abzusetzen. Interessanterweise setzt Sandisk bei seiner Extreme SSD zudem auf Speicherchips aus eigener Herstellung, obwohl das Unternehmen seit 2009 seine Produktionskapazitäten stetig zurückfährt.

Zusatzausstattung liegt der Sandisk Extreme SSD keine bei, weder einen Einbaurahmen noch eine Software zum Klonen der bestehenden Windows-Partition finden wir in der Packung. Im Internet gibt es allerdings zahlreiche kostenlose Tools wie Macrium Reflect, die beim Kopieren der vorhandenen Daten helfen. Wer allerdings keinen 2,5-Zoll-Einbauschacht im Gehäuse hat, muss für etwa zehn Euro einen 3,5-Zoll-Adapter erstehen.

Update - April 2013: Da seit der Veröffentlichung des vorliegenden Tests einige Zeit vergangen ist - in der sich die SSD-Technik deutlich weiter entwickelt hat - haben wir die Wertung dieser (immer noch erhältlichen) SSD angepasst, um ihre Leistung im heutigen Konkurrenzumfeld realistisch einzuordnen.

SanDisk Extreme SSD : Optisch kommt die Extreme SSD in nüchternem Schwarz daher. Optisch kommt die Extreme SSD in nüchternem Schwarz daher.

Unser Testmodell verfügt über eine Kapazität von 120 GByte und kostet etwa 100 Euro. Auch Varianten von 240 GByte (180 Euro) und 480 GByte (350 Euro) sind erhältlich. Wie immer gilt auch diesmal: Die Benchmark-Werte von SSDs mit stark unterschiedlichen Kapazitäten lassen sich nur schwer miteinander vergleichen, da die Bandbreite der Speicheranbindung mit zunehmendem Fassungsvermögen steigt.

Wie wir testen

Die Leistung der einzelnen SSDs prüfen wir hauptsächlich anhand des »AS SSD Benchmark«, der für seine praxisnahen Datentypen und Messmethoden bekannt ist. Das Tool misst zum einen die sequenziellen Transfers, also die Leistung einer SSD beim Lesen und Schreiben großer zusammenhängender Dateien wie etwa bei einem Video. Die Ergebnisse finden Sie zusammengefasst im Benchmark »Große Dateien«.

SanDisk Extreme SSD : Andere Hersteller bieten in dieser Preisklasse 128 statt 120 GByte. Andere Hersteller bieten in dieser Preisklasse 128 statt 120 GByte. Die für den Windows-Alltag (etwa beim Arbeiten mit mehreren Programmen) wichtigere Performance beim Lesen und Schreiben kleiner, willkürlicher Dateien finden Sie unter »Random Performance«. Wie sich die SSDs beim Kopieren typischer Datentypen schlagen, zeigt die »Kopierleistung«, aufgeteilt in die Kategorien »ISO« (große Dateien), »Programm« (viele kleine Dateien) und »Spiel« (große und kleine Dateien gemischt). Alle Benchmark-Durchgänge haben wir fünf Mal ausgeführt und die Ergebnisse gemittelt.

Damit auch die Praxis nicht zu kurz kommt, stoppen wir zum einen die Zeit, die vom Anschalten des PCs bis zum Erscheinen des Windows 7 -Desktops vergeht. Zum anderen, wie lange die einzelnen SSDs benötigen, um einen Spielstand von Anno 2070 mit einer großen Stadt zu laden. Schließlich ermitteln wir noch, wie lange das Betreten eines Battlefield 3 -Servers mit einer 64-Spieler-Karte dauert. Alle Ladezeitenmessungen wiederholen wir ebenfalls fünf Mal und bilden den Durchschnittswert im Benchmark-Diagramm ab.

Benchmark-Tests große Dateien

Bei großen Dateien kann die SanDisk Extreme SSD im Test nicht überzeugen. Bei der sequenziellen Leserate bleibt für sie nur der letzte Platz. Der Rückstand auf die nur wenig größere Samsung SSD 830 beträgt ganze 51,7 MByte/s beziehungsweise 12 Prozent. Bei der sequenziellen Schreibrate fällt die Extreme SSD noch weiter zurück, belegt aber immerhin nur den vorletzten Platz vor der Corsair Force GT .

Sequenzielle Performance AS SSD Benchmark
Lesen
Schreiben
Intel SSD 520 240 GByte SATA3
509,3
312,4
Verbatim 3SSD 240 GByte SATA3
506,5
291,3
Kingston HyperX 3k 120 GByte SATA3
501,4
161,8
Samsung SSD 830 128 GByte SATA3
500,7
311,6
Corsair Force GT 120 GByte SATA3
500,5
116,6
Plextor M3 Pro 128 GByte SATA3
497,4
327,3
PNY Professional SSD 120 GByte SATA3
494,3
160,7
OCZ Vertex 4 256 GByte SATA3
485,8
362,8
Adata SX900 128 GByte SATA3
482,1
176,9
Sandisk Extreme 120 GByte SATA 3
449,0
128,2
Seagate Barracuda 7200.12 1,0 TByte SATA2
117,2
116,6
0
102
204
306
408
510
Gemessen in MByte pro Sekunde. Je höher, desto besser.

INHALTSVERZEICHNIS

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