Amazon Kindle Fire HD

Tablets   |   Datum: 05.01.2013
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Amazon Kindle Fire HD im Test

Ruckliges Konsum-Tablet auf Android-Basis

Dass Tablets keine Unsummen kosten müssen, beweist Amazon mit dem Kindle Fire HD. Doch ob das 200-Euro-Tablet auch über den niedrigen Preis hinaus punkten kann, wird sich im Test herausstellen.

Von Hendrik Weins |

Datum: 05.01.2013


Amazon Kindle Fire HD : Zwar gibt es das Amazon Kindle Fire HD nur in schwarz, aber Amazon bietet für das 200-Euro-Tablet zahlreiche bunte Hüllen an. Zwar gibt es das Amazon Kindle Fire HD nur in schwarz, aber Amazon bietet für das 200-Euro-Tablet zahlreiche bunte Hüllen an.

Laut einer Studie des Bundesverbandes Digitale Wirtschaft nutzen bereits 8,2 Millionen Deutsche ein Tablet, um ins Internet zu gehen, alleine 2012 wurden über drei Millionen Stück verkauft. Noch dominiert Apple mit einem Marktanteil von knapp 70 Prozent, doch Geräte mit Googles Android-Betriebssystem holen auf. Auch Amazon mischt mit einem eigenen Tablet mit. Das Amazon Kindle Fire HD bringt den Amazon-Warenkatalog noch näher zu den Kunden, denn das Tablet ist im Grunde nichts weiteres als ein verlängerter Einkaufskorb für den Online-Supermarkt des Shopping-Giganten – und das hat im Test nicht nur Vorteile.

Mit einem Preis von 200 für das 16-GByte-Modell und 250 Euro für die 32-GByte-Variante kostet das Kindle Fire HD deutlich weniger als ein Apple iPad Mini , für das mindestens 330 Euro fällig werden. In der gleichen Preiskategorie wie das Amazon-Tablet spielt das Asus Nexus 7 (16 GByte für 200 Euro, 32 GByte für 250 Euro).

Beide Tablets haben eine Display-Diagonale von 7 Zoll und eine Auflösung von 1280x800 Bildpunkten. Amazon wirbt darüber hinaus mit einer besonders guten Klangwiedergabe durch vier Lautsprecher mit Dolby-Unterstützung, einer 1,2 GHz schnellen Doppelkern-CPU, langen Akkulaufzeiten von bis zu elf Stunden und direktem Zugang zu den Amazon-eigenen Inhalten. Ob Amazon mit dem Kindle Fire HD dem Nexus 7 ernsthaft Konkurrenz machen kann, untersuchen wir im Test.

Display

Amazon Kindle Fire HD : Das Display misst zwar nur sieben Zoll, überzeugt im Test aber mit einer tollen Bildqualität. Das Display misst zwar nur sieben Zoll, überzeugt im Test aber mit einer tollen Bildqualität. Das 7-Zoll-Display des Amazon Kindle Fire HD ist hervorragend. Das liegt zum einen an der für die Diagonalen hohen Auflösung von 1280x800 Pixeln, zum anderen aber vor allem an der im Vergleich zum Nexus 7 überzeugenderen Farbdarstellung. Farben wirken wesentlich satter, Schwarz ist wirklich schwarz und die maximale Helligkeit sowie die Blickwinkelstabilität liegen ebenfalls deutlich über dem Display des Nexus 7. Allerdings nerven uns die starken Reflektionen der Umwelt sowie das bereits nach kurzer Zeit von Fingerabdrücken übersäte Display – darunter leiden aber alle Tablets.

Hardware

Amazon packt in den Kindle Fire HD angemessene Technik. So befeuern ein 1,2 GHz schneller Doppelkernprozessor und ein DirectX-9-tauglicher Grafikkern vom Typ PowerVR SGX540 mit 384 Megahertz sowie 1,0 GByte Arbeitsspeicher das 7-Zoll-Tablet. Die von uns getestete 250-Euro-Version besitzt 32 GByte internen Speicher, der nicht durch Speicherkarten ergänzt werden kann. Für 50 Euro weniger gibt es noch halb so viel Speicher, ansonsten sind die beiden Varianten identisch.

Amazon Kindle Fire HD : Der technicsche Unterbau des Kindle Fire HD ist solide, die Software nervt aber mit Rucklern und langen Ladepausen. Der technicsche Unterbau des Kindle Fire HD ist solide, die Software nervt aber mit Rucklern und langen Ladepausen.

Neben Bluetooth hat das Kindle Fire HD auch einen Beschleunigungs- sowie einen Lage- und Lichtsensor. An der Front befindet sich eine 1,3-Megapixel-Kamera, auf der Rückseite gibt es keine. Während nahezu der komplette Rücken des Geräts mit rutschfestem Soft-Touch-Kunststoff überzogen ist, verläuft im unteren Drittel ein 1,5 Zentimeter breiter Streifen aus glänzendem Plastik, an dessen Enden jeweils zwei Mini-Lautsprecher laut Amazon ein »… Audio-Erlebnis auf höchstem Niveau mit satten Dolby-Sound« erzeugen. Tatsächlich scheppern die Lautsprecher bei Musik oder Filmen mehr als das sie klingen. Bässe sind nahezu nicht vorhanden, stattdessen klirren die Höhen penetrant.

Allerdings liefert das das Amazon Kindle Fire HD immerhin Stereo-Sound, während Nexus 7 oder iPad Mini aus den eingebauten Lautsprechern lediglich in Mono quäken – auch bei diesen Modellen reicht der Klang nur für gelegentliche YouTube-Videos, keineswegs aber zur permanenten Musikwiedergabe. Mit Kopfhörern (die beim Kindle Fire HD nicht mitgeliefert werden) ist die Audioqualität des Kindle Fire HD aber solide bis gut.

Benchmark-Tests

In den Benchmarks schlägt sich das Amazon Kindle Fire HD ordentlich. So liegt es im Javascript-Test Sunspider nicht ganz auf dem Niveau des Asus Nexus 7 und ein gutes Stück hinter dem iPad Mini oder dem Smartphone Samsung Galaxy S3 . Im Peacekeeper-Benchmark, der die HTML5-Fähigkeiten des Browsers testet, holt das Kindle Fire HD dann wiederum auf und platziert sich vor dem Nexus 7 und dem iPad Mini.

Sunspider JavaScript
Total
HTC Windows Phone 8x Windows Phone 8
893,6
927,4
1010,0
Apple iPad Mini iOS 6.0.1
1502,9
Samsung Galaxy S3 Android 4.0.4
1506,5
1709,3
1745,8
Amazon Kindle Fire HD Android 4.0.3
1799,6
HTC One S Android 4.0.3
1829,9
LG P880 Optimus 4X HD Android 4.0.3
2249,7
Sony Xperia P Android 2.3.7
3151,7
0
640
1280
1920
2560
3200
Gemessen in Millisekunden. Je niedriger, desto schneller.

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Avatar Dusk88
Dusk88
#1 | 05. Jan 2013, 15:03
das klingt sehr nach software problemen. wurde mit aktueller firmware getestet?
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Avatar König Theoden
König Theoden
#2 | 06. Jan 2013, 10:29
Ein Kumpel hat es zu Weihnachten bekommen. Von der Bedienung finde ich es ganz schön hakelig und unübersichtlich.
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Avatar DrProof
DrProof
#3 | 06. Jan 2013, 12:18
Also Vater hat das Nexus 7 zu Weihnachten bekommen, weil es in anderen Tests den Kindle Fire HD ohne Probleme geschlagen hat. Komischerweise auch in Displayausleuchtung etc. und hier lies man dann:" Das Kindle Fire HD würde beim Display das Nexus 7 total schlagen!" Na ja, wahrscheinlich redaktionale Formulierungsfreiheiten. Was aber halt das no Go vom Kindle Fire HD ist, sind die Beschränkungen im System und dass man im Google App Store nicht einkaufen darf... Nur im Appstore von Amazon.
Ruckelig läuft der Kindle Fire HD auch nicht, aber ist wohl auch wieder eher Subjektiv, oder mit eurem Testgerät stimmt was nicht....
Zu guter letzt lest euren Text doch mal vorm Veröffentlichen!
Ich glaub dieser Test ist aktuell der mit den meisten Rechtschreibfehlern und zwar im ganzen Internet!
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Avatar Kehool
Kehool
#4 | 06. Jan 2013, 12:34
da es hier bemängelt wird: ich finde einen breiteren rand bei einem tablet eigentlich nicht schlecht, schließlich ist es ja nicht so dass die geräte haltegriffe hätten ;)
allerdings bin ich auch nicht der typische tablet nutzer.. habe nämlich keins und eigentlich auch nicht vor mir eins anzuschaffen

schade dass die software des fire HD so unausgereift zu sein scheint
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Avatar youKilledjollow
youKilledjollow
#5 | 06. Jan 2013, 12:53
Dieser Kommentar wurde ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht.
Avatar GhostWarrior
GhostWarrior
#6 | 06. Jan 2013, 13:00
Ich habe noch nie in einem Artikel mehr Rechtschreibfehler gelesen!
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Avatar kazzig
kazzig
#7 | 06. Jan 2013, 14:13
"Kein GPS"

Das ist schon eigentlich direkt eine Disqualifaktion für das Gerät. Ich benutze z.B. mein Nexus 7 zusätzlich im Auto als Navigationssystem. Ein Mehrwert für _mich_ persönlich. Gibt aber noch andere Sachen, warum ich mich gegen das Fire HD entschieden habe.
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Avatar Midian
Midian
#8 | 06. Jan 2013, 14:17
Gibt es also auch schon DirectX für Android?
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Avatar Heckenzhocker:D
Heckenzhocker:D
#9 | 06. Jan 2013, 14:25
Zitat von youKilledjollow:
Ich habe jetzt das iPad mini und bin total zufrieden.


ist ja auch kein schlechtes tablet, nur viel zu teuer wenn man das Nexus 7 für 200€ bekommt.
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Avatar bu9me-not
bu9me-not
#10 | 06. Jan 2013, 14:29
Zitat von youKilledjollow:
Ich habe jetzt das iPad mini und bin nicht zufrieden.


Selber Schuld.
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