Google I/O : Das Google-Tablet wird von Asus hergestellt und trägt die Bezeichnung Nexus 7. Das 7 Zoll große Tablet mit einer Auflösung von 1.280 x 800 Pixel verwendet einen Nvidia Tegra 3-Prozessor, besitzt 1 GByte Arbeitsspeicher und bietet WLAN, NFC, eine Frontkamera und Bluetooth. Auch die üblichen Sensoren wie Beschleunigungssensor, Gyroskop und Magnetometer sind integriert. Der interne Flashspeicher ist je nach Modell 8 oder 16 GByte groß. Das 340 Gramm schwere Gerät soll laut Google mit einer Akkuladung bis zu 9 Stunden HD-Videos wiedergeben können. Die Standby-Zeit liegt bei 300 Stunden.

Als Betriebssystem kommt das neuen Android 4.1 »Jelly Bean« zum Einsatz, das durch »Project Butter« noch schneller laufen soll. Unter anderem will Google durch das Einsetzen von Puffern und VSync dafür sorgen, dass es keine Verzögerungen bei der Anzeige oder Ruckler mehr gibt. Die Spracherkennung funktioniert zumindest auf Englisch nun auch ohne Internetverbindung und soll auch eine bessere Autokorrektur bieten.

Neu ist auch die App »Google now«, die durch das Verhalten des Nutzers lernen soll, was diesen interessiert und beispielsweise auf einen Spieltermin des Teams hinweist, für das sich der Nutzer anhand seiner Websuchen anscheinend interessiert. Die App schlägt interessante Veranstaltungen, Termine und auch die besten Verbindungen zu den Veranstaltungsorten vor. Wann andere Geräte Android 4.1 erhalten, ist noch nicht klar. Genannt wurden zumindest die Smartphones Motorola Xoom, Samsung Galaxy Nexus S und Samsung Galaxy Nexus.

Asus Google Nexus 7

Weitere Neuigkeit war ein noch mit Android 4.0 betriebenes, kugelförmiges Gerät namens Nexus Q. Es handelt sich dabei um einen »Social Streaming-Media Player« mit Dualcore-ARM-CPU, WLAN, Bluetooth, LAN-Anschluss, NFC, microUSB-Anschluss, microHDMI- und S/PDIF-Ausgang, 1 GByte RAM und 16 GByte Speicher, der Inhalte von Smartphones, Tablets oder aus den Internetangeboten von Google wie YouTube oder Google Music auf Fernsehern oder anderen Geräten abspielen kann. Auch ein eigener Lautsprecher ist integriert. Gesteuert wird Nexus Q dabei über andere Geräte, auf denen Android läuft. Die Kugel besitzt außerdem einen Streifen aus leuchtenden LEDs, die beispielsweise zur Musik passend angesteuert werden können. Laut Google kann mit Nexus Q jeder auf einer Party zum DJ werden, der ein Android-Smartphone oder Tablet bei sich hat. Damit soll die kleine Kugel auch zum modernen Nachfolger der Jukebox werden.

Das Nexus 7-Tablet ist bereits für einen Preis von 200 US-Dollar in den USA, Kanada, Australien und Großbritannien vorbestellbar. Das Nexus Q soll 300 US-Dollar kosten, wird aber bisher ebenfalls nur in den USA im Google Play Store aufgeführt und soll ab Mitte Juli dort ausgeliefert werden. Ob und wann die Geräte auch in nicht-englischsprachigen Ländern wie Deutschland angeboten werden, ist unklar.