Aopen PA256 MX : Schon auf den ersten Blick unterscheidet sich die PA256 MX von ihren MX-Mitstreitern. Als einzige bietet sie einen TV-Ausgang (S-VHS und Koax) sowie einen Aktivkühler. Da die Platine außerdem nicht ganz so schmächtig ist, macht das Aopen-Modell deutlich weniger einen Sparmodell-Eindruck wie die Konkurrenz von Hercules und Elsa. Bei den Software-Beigaben zeigt sich der taiwanesiche Hersteller weniger großzügig. Auf der CD ist einzig der DVD-Player WinDVD von Interesse. Die Treiber sind mit Aopen-Logos versehene Referenztreiber und tragen die Versionsnummer 5.32. Zu deren Leistungsumfang gehören auch zwei Schieberegler zum Übertakten des Chips (175 MHz) sowie der 32 MByte SDRAM (166 MHz). Einen dicken Pluspunkt erntet die PA256 MX für die unerreicht einfache Installation: Einfach die Setup.exe aufrufen, und schon läuft alles komplett automatisch ab.

Antialiasing-Mängel

Bei den Benchmark-Testläufen vermerkten wir keine Überraschungen. Die Ergebnisse entsprachen denen der gleichgetakteten Elsa Gladiac MX. Für alle MX-Modelle gelten zwei weitere Erkenntnisse: T&L funktioniert inzwischen zufriedenstellend und steht den teuren GTS-Stallkollegen kaum nach, während das Aktivieren von Antialiasing bis maximal zur Auflösung von 800 mal 600 Bildpunkte Sinn macht - für mehr ist der Pixeldurchsatz des MX-Chips zu niedrig. Allgemein ist die Qualität der Kantenglättung bei Nvidia mäßig. Die PA256 MX fiel zudem dadurch negativ auf, dass bei ihr im Gegensatz zur Konkurrenz Antialiasing unter Open GL nicht so einfach zu aktivieren war; ein entsprechender Eintrag in den Treibern fehlt. Fazit: Für 360 Mark bietet Aopen ein MX-Board an, das besonders durch seine Hardware-Ausstattung positiv auffällt.

(mg) (Getestet in Ausgabe 10/00)