ATI Radeon VE : Marktführer Nvidia hat mit der Geforce 2 MX vorgemacht, wie erfolgreich eine abgespeckte Version des Paradechips sein kann. Vor allem wenn man die Karte mit zusätzlichen Funktionen wie Dual-Display (Twinhead) ausstattet. Der härteste Konkurrent ATI will jetzt mit dem Radeon VE nachziehen. Die Value Edition (VE) des Radeon-Chips besitzt im Gegeansatz zum großen Bruder keine Transform-and-Lighting-Engine (T&L) und nur eine Render-Einheit. Chip- und Speichertakt sind mit 183 beziehungsweise 366 MHz jedoch identisch. Die Grafikkarte hat 32 MByte DDR-RAM und einen passiven, ausreichend dimensionierten Kühlkörper. Selbst bei hoher Belastung wird der Radeon VE nicht heiß.Der Chip unterstützt alle gängigen 3D-Features; besonders herauszuheben sind 4fach-Antialiasing und Environmental bump mapping. Damit die Karte ihre volle Leistungsfähigkeit entfalten kann, benötigt sie jedoch auf DirectX 8.0 optimierte Spiele. Auch die Unterstützung für die OpenGL-Schnittstelle fehlt nicht.

ATI sieht doppelt

Zwar ist die 3D-Engine des Radeon VE abgespeckt, doch dafür spendiert ATI der Karte einen zweiten, zusätzlichen RAMDAC für analoge VGA-Bildschirme. Damit kann der Hersteller verschiede Varianten von Anschlussmöglichkeiten bieten; es sind beispielsweise zwei normale Monitorausgänge oder auch Anschlüsse für zwei Flachbildschirme möglich. Unser Testmodell verfügt über einen TV-Ausgang sowie einen DVI-Anschluss (Digital Video Interface) für Flachbildschirme. Wie die Geforce 2 MX kann die kleine Radeon den Bildschirminhalt auf zwei Ausgabegeräten gleichzeitig anzeigen. Zur reibungslosen Konfiguration mehrer angeschlossener Monitore legt ATI Hydravision von Appian bei. Mit dieser Software können Sie virtuelle Desktops für verschiedene Applikationen erstellen, die Auflösungen der Ausgabegeräte unabhängig voneinander einstellen oder auch den Desktop über beide Monitore ausdehnen. Dieses Feature bietet aber hauptsächlich Vorteile für normale Anwendungen, weniger für Spiele.

Leistungsbilanz